Archiv 2014

Mi

03

Dez

2014

Keine Angst vor dicken Brummern! - Hornissenseminar 2014

Dr. Pia Aumeier informierte über das Leben von Wespen und Hornissen.
Dr. Pia Aumeier informierte über das Leben von Wespen und Hornissen.

107 Interessierte kamen zum Hornissen- und Wespenseminar nach Wipperfürth

NABU Oberberg, Bienenzuchtverein Bechen und Imkerverband Rheinland veranstalteten am 23.11. ein Seminar zu Beratung und Umsiedlung von Hornissen und Wespen

 

Mit soviel Zuspruch hatte die Organisatorin nicht gerechnet: Angelika Leistikow, Leiterin des Arbeitskreises Hornissen des NABU Oberberg und Mitglied im Bienenzuchtverein Bechen konnte 107 Imker, Insektenfachleute, Schädlingsbekämpfer und Feuerwehrleute in Wipperfürth-Egen begrüßen. Offenbar waren Thema und Referenten gut angekommen. Und das weit über das Bergische Land hinaus: Einige Teilnehmer hatten sogar aus der Gegend von Karlsruhe den Weg ins Oberbergische angetreten!  

Die Seminarteilnehmer waren bei der Bestimmung der verschiedenen Insektenarten unter der Binokularlupe gefordert.
Die Seminarteilnehmer waren bei der Bestimmung der verschiedenen Insektenarten unter der Binokularlupe gefordert.

 Wespen und Hornissen bereiten vielen Menschen immer noch Kopfzerbrechen. So werden Imker, Feuerwehrleute und Insektenfreunde im Spätsommer immer wieder mit Anfragen von Hilfesuchenden konfrontiert. Wespen und besonders die eindrucksvollen Hornissen bereiten immer noch vielen Menschen Sorgen. Dabei ist das Zusammenleben von Mensch und Insekten-Volk bei ein wenig Naturverständnis nur selten ein Problem. Was man wissen muss, um den Hilfesuchenden bei „Wespen- und Hornissen-Alarm“ zu beraten, wie Wespen leben und welche Gefahren es tatsächlich gibt, vermittelten die beiden Referenten, die die Veranstalter - Bienenzuchtverein Bechen, Imkerverband Rheinland und NABU Oberberg - für den 23.11. gewinnen konnten.

 Dr. Pia Aumeier lehrt an der Ruhr-Universität Bochum und ist in Imker-Kreisen als Fachfrau bekannt. Über Wespe & Co. kann sie nicht nur ihr biologisches Wissen einbringen, sondern auch mit ihrem plastischen Vortrag begeistern. Hornissen sind für sie friedliche, ja geradezu „coole“ Tiere, die im Ökosystem eine wichtige Rolle spielen. „Die weitaus meiste Zeit sollte ein Wespenfachmann in die Beratung der Menschen stecken. Damit ist 90% der Anfragenden schon geholfen. Weil bei vernünftigem Umgang eben keine Gefahr besteht.“ so Dr. Pia Aumeier. „Und die sehr seltenen Allergiker führen sowieso ein Notfallset mit sich!“ Womit ein seltener Fall angesprochen ist – eine Allergie, bei der die Berater besonders gefordert sind und ihre im Seminar gewonnene Kompetenz verantwortungsvoll einsetzen müssen.

„Zuerst behauptet jeder Anrufer allergisch zu sein und Kinder oder Haustiere werden gerne den eigenen Ängsten vorgeschoben. Nach einer guten Beratung ist davon dann oft nicht

mehr die Rede und man hört nie wieder von dem angeblichen Notfall.“ berichtet Peter Tauchert, der zweite Referent des Seminars. Tauchert ist Berufsfeuerwehrmann und setzt sich schon seit Jahren im Landkreis Offenbach für den Wespenschutz ein. Er kennt das Thema von allen Seiten und kann an Praxiserfahrung aus dem Vollen schöpfen. Auch er legt das Schwergewicht auf die Beratung und Aufklärung der oft panischen Hornissen- oder Wespen-Geplagten. In manchen Fällen kommt man aber um eine Umsiedlung der Insektenvölker nicht herum. Dann wird Technik eingesetzt. Mit einem umgebauten Spezialsauger und Umsiedlungskästen können die Insektenvölker so umgesiedelt werden, dass sie die Prozedur überleben und ein Weiterleben an einem anderen Standort möglich ist. Oft reicht es aber auch, die Insekten vom Menschen durch Alu-Gaze zu trennen oder ihnen einen neuen Anflug zu erstellen. Peter Tauchert zeigte etliche Umsiedlungs- und Schutz-Methoden. 

Peter Tauchert demonstrierte nicht nur Umsiedlungstechniken, sondern auch Bestimmungsmerkmale der Insekten.
Peter Tauchert demonstrierte nicht nur Umsiedlungstechniken, sondern auch Bestimmungsmerkmale der Insekten.

 Aber mit Technik allein ist es nicht getan: „Sie müssen die Tiere sicher bestimmen können, wenn Sie die betroffenen Leute richtig beraten wollen.“ da sind sich Peter Tauchert und Dr. Pia Aumeier absolut einig. Und für diesen Teil des Seminars war allerhand Equipment aufgefahren worden: Multimedia-Vorträge, Anschauungsmaterial, wie Wespen- und Hornissennester, Umsiedlungsgeräte und natürlich Insektenpräparate. Diese erlernten die Seminarteilnehmer mit Binokular-Lupen unter der Anleitung der erfahrenen Fachleute zu bestimmen.

 

Gegen 17:00 war nach einem vollen und anspruchsvollen Seminarprogramm klar, dass Hornissen keine Monster sind. Aber sie brauchen kundige Verbündete, die Ängste nehmen und Ratsuchenden helfen können. Die Teilnehmer des Seminars am 23.11. in Wipperfürth sind für diese Aufgabe gewappnet.

Für diejenigen, die sich vergeblich für diesen Lehrgang angemeldet hatten, besteht die Möglichkeit, sich zu einem Wiederholungslehrgang am 31. Oktober 2015 am gleichen Ort anzumelden. Auch hier wird wieder mit einem vollen Haus gerechnet.

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Di

25

Nov

2014

Erlenpflanzung im Halstenbachtal

Der NABU Oberberg nimmt sein neues Grundstück aus einer Schenkung des Ehepaars Langlotz in Besitz - erster Schritt: Pflanzung von 15 Schwarzerlen

 

Am 22.11.2014 pflanzte der NABU Schwarzerlen im Halstenbachtal bei Dieringhausen. An sich nichts besonderes, aber die Anpflanzung erfolgte auf einem Grundstück, das dem NABU Oberberg gehört. Und zwar erst seit Kurzem.

 In den Besitz dieser Aue ist der NABU durch eine Schenkung des Ehepaars Ingrid und Friedrich Karl Langlotz gekommen. Beide fühlen sich der Natur verbunden und wollten ihren Grundbesitz in gute Hände geben. Der NABU ist froh über diese Schenkung der fast ein Hektar großen Fläche und stolz auf das Vertrauen des Ehepaars Langlotz.

Die Fläche soll nun ökologisch aufgewertet werden. Erster Schritt dazu war die Pflanzung von 15 Schwarzerlen am vergangenen Samstag. Schwarzerlen sind typische Bewohner solcher Bachtäler. Der NABU verspricht sich von der lockeren Anpflanzung eine Förderung typischer Auwaldpflanzen und ein langsames Zurückdrängen des drüsigen Springkrauts.

Zukünftig wollen die Naturschützer das Grundstück weiter aufwerten.

 Besonders froh ist der NABU, dass auch einige neue Mitglieder bei der Pflanzung mitgeholfen haben. Viele Menschen wollen für die Umwelt aktiv werden. Und zu tun gibt es da wirklich genug!  

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So

23

Nov

2014

Grünspechtvortrag in Grennebach

Vortrag zum Vogel des Jahres 2014 - der Grünspecht

 

Paradiesich bunt ist der Grünspecht, aber trotz seiner Farbenpracht ein typischer Oberberger. Der Vogelkundler Heinz Kowalski vom NABU berichtet am Donnerstag, dem 27.11.2014 um 19:00 Uhr über den Jahresvogel 2014, seine Lebensweise und wie man ihn schützt.

 

Ort: NABU Biotop, 51688  Wipperfürth Grennebach, direkt an der Straße von Wipperfürth-Dohrgaul nach Marienheide Kempershöhe in der Fischerhütte der Wipperkids.

 

Für Nachfragen wenden Sie sich an Michael Schmitz: 0163-368 5123

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So

16

Nov

2014

Willkommen Wolf ?

 „Willkommen Wolf“ - Markus Bathen, NABU-Wolfs-Fachmann, traf am 13. November in der „Dorfschänke“ in Wipperfürth-Agathaberg auf Wolfs-Freunde und Wolfs-Skeptiker

 

Mit über 50 Zuhörern hatte der NABU nicht gerechnet. Schließlich steht der Wolf noch nicht vor Oberbergs Toren. „Er könnte aber schnell da sein!“ machte Markus Bathen, der bundesweit renommierte Wolfs-Fachmann des NABU klar. „Wölfe können schnell weite Strecken überwinden. 50 km pro Tag sind üblich.“ Das erfreute nicht jeden Zuhörer: Mancher war skeptisch, ob nicht Wölfe die Rehwild-Population über Gebühr bejagen oder gar die Siedlungen heimsuchen würden, wenn sie erst hier sind.

Markus Bathen, ausgebildeter Förster, der in der sächsischen Lausitz das Wolfs-Projekt des NABU betreut, gab Entwarnung. In der Lausitz, wo einige Rudel beheimatet sind, sind die Wölfe unauffällig, werden von Menschen kaum je beobachtet und haben den Wildbestand nicht dezimiert. Wildlebende Wölfe meiden den Menschen, können aber in der Kulturlandschaft durchaus überleben.

Konflikte bestehen insbesondere mit der Schafhaltung, für die Abwehrkonzepte, wie spezielle Weidezäune und Herdenschutzhunde nötig sind. Ebenso wie ein Ausgleich der Schäden. Die oberbergische Schäferin Karin Viesteg und Markus Bathen waren sich einig, dass die Rückkehr des Wolfes nicht auf dem Rücken der wenigen Schäfer ausgetragen werden darf. Auch der NABU Oberberg sieht hier das Land NRW in der Pflicht für einen fairen Ausgleich etwaiger zukünftiger Schäden.

 

Kritiker und Freunde des Wolfes waren von weit her nach Agathaberg angereist: ein Wolfs-Skeptiker aus dem Siegtal befürchtete, dass Wölfe demnächst Komposthaufen in den Ortschaften heimsuchen. Wolfsfreunde aus Düsseldorf sahen es ganz anders. Der Wolf polarisiert eben wie kein anderes Wildtier!

 

Zurück zur Frage vom Anfang: Ob der Wolf das Oberbergische überhaupt besiedeln kann, blieb strittig: Einige Besucher des Vortrags hielten es für sehr wahrscheinlich, dass Wölfe auch in der Oberbergischen Kulturlandschaft mit all ihren Straßen überleben können, aber Markus Bathen präsentierte eine Studie des Bundesamtes für Naturschutz, wonach die Wahrscheinlichkeit im Oberbergischen eher gering ist. Die Zukunft wird zeigen, ob Oberberg „Wolfs-Erwartungsland“ ist. Für den NABU Oberberg bleibt der Wolf so oder so ein Thema. Alle paar Jahre wollen wir zukünftig über die aktuelle Situation berichten. Und dabei um Akzeptanz für ein scheues Wildtier werben, mit dem freilich nicht jeder „gut Freund“ ist.

 

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Di

28

Okt

2014

Dr. Wulf Nägel verstorben

Mit Trauer und Anteilnahme geben wir Nachricht

vom Tod unseres langjährigen Vorstandsmitgliedes


Dr. Wulf Nägel


Mehrere Jahrzehnte engagierte sich Wulf Nägel in unseren Organisationen für den Schutz und die Erhaltung der Bergischen Kulturlandschaft. Er hat sich in Verantwortung für Mensch und Natur immer für einen fortschrittlichen Natur- und Umweltschutz eingesetzt. Dabei überzeugte er durch Argumente, persönliches Beispiel und einen vertrauensvollen Umgang.

Damit hat Wulf Nägel Maßstäbe gesetzt.

Menschlichkeit und Freundlichkeit machten ihn zu einem besonders liebenswerten Menschen.

Wir trauern mit seiner Familie und werden ihm ein ehrenvolles Andenken bewahren.


Biologische Station Oberberg

Naturschutzbund Deutschland, Kreisverband Oberberg

Mo

20

Okt

2014

Willkommen Wolf - Vorankündigung

Es ist eine Sensation und aus Naturschutzsicht eines der größten Erfolge: Der vom Menschen ausgerottete und über Jahrhunderte verteufelte Wolf lebt seit 2000 wieder in Deutschlands freier Wildbahn. Die Tiere wurden nicht künstlich ausgesetzt, sondern haben auf eigenen Pfoten zurück gefunden. Der Urvater unseres Haushundes belegt die Eignung der vom Menschen besiedelten und intensiv genutzten Mitteleuropäischen Kulturlandschaft als seinen Lebensraum. Der Wolf ist kein Anzeiger von Wildnis sondern ein Kulturfolger. Damit berührt er den Alltag von Schafhaltern, Jägern oder Waldbesuchern und wirft Fragen über das neue Zusammenleben auf.

Viele Menschen heißen den Wolf Willkommen, doch nicht immer ist der neue Nachbar Wolf unumstritten. Obschon er mit 36 Famillien einer der seltensten Tierarten Deutschlands ist, werden Forderungen laut, den Bestand zu regulieren. Lässt Rotkäppchen grüßen und wird sich die Geschichte wiederholen? Oder wird sich bei uns die Einsicht durchsetzen, dass heutzutage die Nachbarschaft von Mensch und Wolf möglich ist - so wie es uns fast alle anderen europäischen Staaten vorleben.

Markus Bathen leitet das NABU Projektbüro Wolf in der Lausitz, dort haben 16 Wolfsrudel ihre Heimat. Er berichtet über den aktuellen Stand bei Deutschlands wilden Wölfen und der Arbeit des Projektes: das konfliktarme Nebeneinander von Mensch und Wolf in unsere Landschaft.

Flyer zur Veranstaltung
Flyer_Willkommen Wolf_13.10.2014.pdf
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Sa

27

Sep

2014

Fledermausfreunde in Bielstein Damte

v.l.n.r. Sara Sherwin NABU NRW, Christian Moog, Ch. Meyer - Cords NABU - Oberberg, Ingrid Herhaus, Heinz Kowalski, NABU NRW
v.l.n.r. Sara Sherwin NABU NRW, Christian Moog, Ch. Meyer - Cords NABU - Oberberg, Ingrid Herhaus, Heinz Kowalski, NABU NRW

Gestern verlieh der NABU NRW die erste Plakette für ein „Fledermausfreundliches Haus“ im Oberbergischen Kreis. Ingrid Herhaus aus Bielstein-Damte freute sich sehr über die Auszeichnung und sie weiß auch schon, wo am Haus die Plakette gut sichtbar angebracht werden soll.

Im Sommer 2013 hatte Ingrid Herhaus mit der Sanierung ihres 60 Jahre alten Hauses begonnen. Auch das Dach wurde neu gemacht. Beim Abdecken der Pfannen fand Dachdecker Karl-Christian Moog Fledermäuse. Die Tiere flogen davon, und ihr Quartier unter den Dachpfannen gab es nicht mehr.

Aber das sollte sich wieder ändern: nach Infogesprächen über die Biologie der Fledermäuse konnte sich Ingrid Herhaus an den Gedanken gewöhnen, die fliegenden Säugetiere wieder zu beherbergen: „Wenn die Tiere die ganze Zeit schon da waren, warum sollen sie dann nicht wieder unter meinem Dach ein Quartier finden? Bis jetzt habe ich ja auch nichts von den Tieren bemerkt.“

Dachdecker Moog kooperierte vorbildlich mit der Eigentümerin und dem NABU Oberberg: „Die zusätzlichen Arbeiten hielten sich in Grenzen“, so Karl-Christian Moog, dem ein Fledermauskasten als kleines Dankeschön überreicht wurde.

Der NABU Landesverband NRW vergibt die „Fledermausfreundliches Haus“ Plaketten seit diesem Jahr und plant, dass das Projekt noch einige Jahre weitergehen soll: „Die Aktion soll auf jeden Fall nachhaltig sein“, so Heinz Kowalski, stellvertretender Vorsitzender des NABU NRW. Seit Oktober 2013 arbeitet Sarah Sherwin in der Landesgeschäftsstelle Düsseldorf für das Projekt und sie weiß, dass es genug zu tun gibt: „Die energetische Sanierung ist eine sehr wichtige Aufgabe der Hauseigentümer – aber der Fledermausschutz darf unter keinen Umständen auf der Strecke bleiben!“ Diese Meinung vertritt auch Christoph Buchen vom NABU – Oberberg aus Morsbach, langjähriger und erfahrener Fledermausexperte im Oberbergischen Kreis: „Die Bestände der Fledermäuse erholen sich allmählich von dem Tief in den siebziger und achtziger Jahren. Aber da die Tiere in der Regel nur ein Junges im Jahr aufziehen, hat der Verlust eines Quartiers, in dem eine Weibchengesellschaft lebt, mitunter große, negative Auswirkungen.“

Der NABU - Oberberg ist außerordentlich froh über die Gemeinschaftsaufgabe des NABU Landesverbands, denn es bleibt ein wichtiges Anliegen des Artenschutzes, die Bedürfnisse und die Nützlichkeit der Fledermäuse immer wieder zu präsentieren. „Wir freuen uns darauf, noch viele weitere Plaketten im Oberbergischen zu vergeben“, so Christine Meyer-Cords vom Vorstand des NABU Oberberg.

Die Plakette
Die Plakette

Di

09

Sep

2014

Umgang mit der Sense

Wer kann heutzutag noch mit der Sense mähen? Wer kann noch dengeln ( die Sense schärfen)? Dies und anderes erfährt man in unseren Kursen am 11. Oktober

Klicken Sie auf das Bild zur weiteren Information.

Mo

08

Sep

2014

Kulturlandschaftstag Erfolg für die gute Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft

li. Frank Herhaus ( Biol. Station), Helmut Dresbach, Kreislandwirt
li. Frank Herhaus ( Biol. Station), Helmut Dresbach, Kreislandwirt

Am Sonntag präsentierten die heimischen Landwirte ihre Produkte auf dem Kulturlandschaftstag am Schloss Homburg in Nümbrecht. Viele Besucher nutzten das schöne Wetter und zogen zum Schloss und auf das Veranstaltungsgelände.

Landwirte und NABU - Oberberg nutzten hier auch die Gelegenheit um auf bestimmte Problematiken hinzuweisen. Helmut Dresbach betonte den Nutzen den die heimische Landwirtschaft erreichen könne wenn das, in anderen Regionen sinnvolle, bei uns aber hemmende, Grünlandumbruchverbot gelockert werden könne.

Rebhühner (jacobs)
Rebhühner (jacobs)

Auch der NABU zeigte hier nicht mit dem drohenden Zeigefinger, sondern betonte die gute Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft um gerade auch den bedrohten Arten wie der Feldlerche hier wieder Lebensraum geben zu können. "Die Feldlerche benötigt offene Raine oder Getreidestreifen die mit weniger Besatzdichte gesät werden. Hier haben unsere Landwirte mit offenen Ohren zugehört und es ist gelungen für das nächste Jahr eine Testphase zu eröffnen", betonte Michael Gerhard vom NABU - Oberberg. Nur dank der vertrauensvollen Zusammenarbeit können wir hier erste kleine Erfolge verbuchen. Dennoch bleibt der Wunsch für mehr Angebote zum Brüten für Feldlerche und Co.

Sowohl NABU als auch die Landwirte zeigten auf ihren Ständen wie sehr sich die Kulturlandschaftt in der Region verändert hat. Noch in den 60er und bis Anfang der 70er Jahre war das Oberbergische kleinteilig mit vielen Äckern, Wäldern und Grünlandbereichen ausgestattet. Die Landwirte (oft Nebenerwerbler)  wirtschafteten auf kleinen Parzellen, heute ist der Trend zu immer größeren Flächen, mehr Grünland weniger Acker, Hecken und Raine fehlen fast vollständig. Dies bedeutet immer weniger Lebensraum für Lerche und Co. Die Rebhühner sind ja schon lange verschwunden.

Mit dieser Aktion wollen wir gemeinsam auf die Problematik hinweisen. Sicher müssen auch die wirtschaftlichen Zwänge in der Landwirtschaft Berücksichtugung finden, aber wenn wir schon Landwirte haben, die gern mehr Ackerbau betreiben möchten, dann sollten sie es hier in der Region auch können. Das würde allen helfen!

Mo

25

Aug

2014

Bergischer Land(wirt)schaftstag 2014

Die Biologische Station Oberberg, die  Landwirte des Oberbergischen und der NABU - Oberberg laden ein zum Besuch des Landschaftstages 2014 in Nümbrecht am Schloss Homburg. Am Sonntag den 07.September zwischen 11:00 und 17:00 stellen wir an einem Gemeinschaftsstand den Wandel der Kulturlandschaft in der Region dar. Viele Mitmachaktionen, spannende Fragen und eine Maschinenausstellung warten auf Ihren Besuch. Weitere Infos zum Landschaftstag finden Sie auf landschaftstag.de

Flyer Landschaftstag 2014
Bergischer_Landschaftstag_Flyer.pdf
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Sa

16

Aug

2014

Weitere Heutransporte unterwegs

hier wird von Hand geladen und gestapelt, knapp 600 Kleinballen gehen auf den LKW
hier wird von Hand geladen und gestapelt, knapp 600 Kleinballen gehen auf den LKW

Und wieder machten sich die LKW auf die Reise. Einen Sattelzug mit Kleinballen konnten die Helfer des NABU - Oberberg mit den Kunden die kräftig mit anfassten innerhalb relativ kurzer Zeit auf den Weg zum heimatlichen Stall der Pferdebsitzer bringen.Knapp 600 Kleinballen passten auf den Sattelschlepper und damit auch noch mal reichlich Arbeit beim Abladen stöhnten die Pferdehalter. Aber wir lieben unsere Pferde und sind von der  Idee des NABU - Oberberg begeistert und die Qualität spricht für sich. "Im Frühjahr haben wir Heu zur Probe bekommen und unsere Pferde waren begeistert, auch Husten und andere Probleme nahmen bei der Fütterung mit NABU Heu merklich ab", berichtet Birgit H. "Das war der Grund auch eine weitere Strecke zu fahren und die Transportkosten in Kauf zu nehmen".

Auch gestern verliess wieder ein Sattelzug Rundballen das Lager des NABU. Bei den Rundballen kommt dann der Stapler in den Einsatz, diese können nicht mit der Hand auf oder abgeladen werden. Mit einem Durchschnittsgewicht von rund 240 kg sind diese mit der Hand nicht zu verladen.

Fr

15

Aug

2014

NABU bedankt sich für die logistische Unterstützung

v.l.n.r Steffen Gensow, Lukas Schneider, Gerlinde Appenfelder, Uwe Hoffmann, NABU-Oberberg überreicht einen Blumenstrauss als kleines Dankeschön
v.l.n.r Steffen Gensow, Lukas Schneider, Gerlinde Appenfelder, Uwe Hoffmann, NABU-Oberberg überreicht einen Blumenstrauss als kleines Dankeschön

"Nun ist es an der Zeit auch einmal Danke zu sagen für die logistische Unterstützung" sagt Uwe Hoffmann von der Geschäftsstelle des NABU - Oberberg. "Ohne die sehr geringe Miete für den dem NABU zur Verfügung gestellten Gabelstapler wäre die Durchführung des Heuprojektes nicht möglich gewesen. Wir nutzen den Stapler zum Entladen der angelieferten Heuballen und zum anschliessenden Beladen der LKW die das Heu an den Verbraucher bringen.

Gerlinde Appenfelder, Seniorchefin der Firma Appenfelder in Wiehl, freut sich das die Unterstützung gut angekommen ist. " Als Pferdeliebhaberin weiss ich wie wichtig gutes Heu für die Tiere ist, daher helfen wir hier besonders gern. Der Blumenstrauss wäre nicht nötig gewesen, aber ich nehme ihn gern als Zeichen der Dankbarkeit an".

Bereits bei der Anfrage ob die Möglichkeit bestünde einen Gabelstapler zu vergünstigten Konditionen zu bekommen zeigte sich schnell das freundliche Entgegenkommen des Teams der Firma Appenfelder. Lukas Schneider und Steffen Gensow waren sofort bereit bei der Geschäftsleitung nachzufragen und haben uns sehr unterstützt. Ebenso schnell und unkompliziert reagierte die Geschäftsleitung und innerhalb weniger Tage war der Stapler für uns umgebaut und angeliefert.

Mo

28

Jul

2014

Heutransporte Richtung Aachen unterwegs

Laden der Ballen(hu)
Laden der Ballen(hu)

Heute machen sich die ersten Sattelzüge mit unserem Qualtiätsheu auf den Weg.

Zwei LKW einer großen Spedition aus Aachen haben heute für die ersten Kunden aus der Region Aachen ihre Fracht geladen. Über 60 Rundballen, alle nummeriert und mit entsprechender Dokumentation versehen sind also unterwegs in Richtung Eifel. Jeder Rundballen hat eine laufende Nummer anhand derer seine Herkunft nachzuvollziehen ist.

letzte optische Prüfung bevor der LKW auf die Fahrt geht (hu)
letzte optische Prüfung bevor der LKW auf die Fahrt geht (hu)

Mit dieser Dokumentation und der laufenden Erfassung gewinnen wir wertvolle Erkenntniss über Qualität und Lagerung. Für den Abnehmer bedeutet die Dokumentation Sicherheit und Qualität sind nachvollziehbar und transparent. Durch die konstant temperierte Zwischenlagerung bei uns und die laufenden Messverfahren Temperatur und Feuchtegehalt in den Ballen können wir eine gleichbleibend gute Qualität liefern.

Sa

26

Jul

2014

Bestes Heuwetter am Wochenende ausgenutzt

schonendes Wenden und Mähen sind sehr wichtig für eine gute Heuwerbung (mg)
schonendes Wenden und Mähen sind sehr wichtig für eine gute Heuwerbung (mg)

Unser Kräuterwiesen-Heuprojekt nimmt Fahrt auf Bei schönstem Sonnenschein und mithilfe einiger fleißiger Helfer und Landwirte wurden gestern rund zwanzig Tonnen Heu zweier Kräuterwiesen in Reichshof in Rundballen gepresst und vor Ort auf Feuchtigkeit und Temperatur geprüft. Das Kräuterheu stammt von sehr mageren Wiesen, die über eine reiche Artenvielfalt verfügen. Der Kleine Klappertopf, die Margerite, die Wiesenflockenblume oder die Kleine Bibernelle sind beispielsweise Pflanzenarten, die auf diesen Wiesen wachsen und für eine sehr gute Qualität des Heus sprechen. Eine abwechslungsreiche Pflanzenwelt bietet auch mittlerweile bedrohten Schmetterlingsarten ein reiches Nahrungsangebot, wie dem Schachbrettfalter oder dem Ampfer-Grünwidderchen, die in den mageren Kräuterwiesen einen optimalen Lebensraum gefunden haben.

Grünwidderchen (mg)
Grünwidderchen (mg)

Das NABU-Kräuterheu eignet sich besonders für Pferde und Nagetiere.

Bei Interesse oder für weitere Infos, können Sie sich auch gerne telefonisch an die Geschäftsstelle des NABU Oberberg wenden (02262 / 712728).

 

Erfolgreiche Zwischenbilanz – Unser Heuprojekt ist in vollem Gange

In den vergangenen Tagen konnte dank eines sehr guten Helfer-Teams mehr und mehr Kräuterheu in Rundballen und kleinere Hochdruck-Ballen gepresst und eingelagert werden.

Die ausgewählten, artenreichen Kräuterwiesen aus der Region weisen eine hervorragende Qualität auf, die wir durch Temperatur- und Feuchtigkeitsmessungen des Heus regelmäßig überprüfen.

abgeerntete Wiese (mg)
abgeerntete Wiese (mg)

Kräuterwiesen bieten vielen verschiedenen Tieren und Pflanzen einen besonderen Lebensraum. Sie entstehen an Standorten mit niedrigem Nährstoffniveau und bei entsprechend geringer Nutzungshäufigkeit und werden nicht gedüngt. Mit der Zeit entwickelt sich an solchen Standorten eine charakteristische Flora, die sich dem nährstoffarmen Grünland anpasst und vielen Lebewesen eine breite Nahrungsgrundlage bietet.

Mit dem Kauf des Kräuterheus helfen Sie den Lebensraum vieler Blühpflanzen, aber auch von Insekten, Kleinsäugern und seltenen Vogelarten zu erhalten.

Fr

11

Jul

2014

Ferienspass mit Wipperkids

"Erlebe Bienen, Hummeln und Hornissen"

 

An diesem Nachmittag lernst du die Bienen natürlich persönlich kennen und wir begleiten die Bienen durch ihr kurzes Leben. Wir probieren frischen Honig aus den Waben, spielen in der Natur und bauen ein Bienenhotel, das du mit nach Hause in deinen Garten nehmen kannst. Im Nabu Biotop kannst du aber noch viel mehr entdecken. Lass dich überraschen. Natürlich gibt es auch noch etwas zu essen.

Samstag 12.07.

Start 13.00 Uhr

Ende 17.00 Uhr

Ort Nabu-Biotop Wipperfürth-Grennebach

Kosten 3,50 EUR

Alter 8-12 Jahren

Mitzubringen Gummistiefel und wetterangepasste Kleidung

Anmeldung wipperKids@nabu-oberberg.de (auch für Rückfragen)

Fr

04

Jul

2014

Heuwerbung 2014 Teil I

Vorbereitung zum Pressen der Ballen (hu)
Vorbereitung zum Pressen der Ballen (hu)

Gestern begann bei traumhaftem Wetter der erste Teil der diesjährigen Heuwerbung. Auf einer artenreichen Kräuterwiese begannen die Landwirte mit dem Pressen der Rundballen. Wir waren direkt vor Ort und haben die frisch gepressten Ballen auf Temperatur und Feuchtegehalt gemessen und nummeriert.

Im Anschluss wurden die Ballen direkt vom Feld abtransportiert und luftig und trocken eingelagert.

Mi

02

Jul

2014

Schwalben und Senioren - Glück für Evergreen

Senioren und Schwalbenglück über den Dächern von Bergneustadt
Senioren und Schwalbenglück über den Dächern von Bergneustadt

Von altersher gelten Schwalben als Glücksbringer. Sie sollen vor Blitzschlag schützen und vertilgen lästige Insekten. Heutzutage sehen viele Menschen nur die Kotspuren und entfernen die Nester, was u.a. zu einem kontinuierlichen Populationsrückgang führt. Seit 2010 bewohnen Mehlschwalben den Neubau des Seniorenheims „Evergreen“ in Bergneustadt. Um einer Verschmutzung des Gebäudes vorzubeugen, wurden Kotbretter mit 60 cm Abstand zu den Nestern allseitig angebracht. Die Bewohner der Einrichtung sind stolz auf ihre „Untermieter“, denn ihre Anwesenheit bereichert ihren Alltag und gibt Anlass zu Beobachtungen und Gesprächen.

„Die Mehlschwalben gehören zu unserem Leben einfach dazu“, sagt Frau Weidh, Leiterin der Einrichtung, stellvertretend für die Bewohner des Hauses. Dieses Beispiel zeigt, daß in Respekt vor der Schöpfung ein Miteinander von Mensch und Natur durchaus problemlos möglich ist. Anlass genug für den Naturschutzbund Oberberg, das Seniorenheim „Evergreen“ am 29.06.2014 mit der Plakette „Schwalbenfreundliches Haus“ auszuzeichnen.

Ein herzliches Dankeschön für diesen wertvollen Beitrag zum Erhalt der Naturvielfalt in Oberberg!

(SH)

Mo

23

Jun

2014

Ergebnisse der Stunde der Gartenvögel 2014 im Oberbergischen – Wissenschaft zum Mitmache

Grünfink (Ludochowski)
Grünfink (Ludochowski)

Stunde der Gartenvögel 2014 Oberbergischer Kreis

Zum zehnten Mal fand vom 09. bis 11. Mai die „Stunde der Gartenvögel“ statt. Auch im Oberbergischen Kreis wurde zum Jubiläum wieder beobachtet. In 83 Gärten wurden von 128 Vogelfreunden 3.232 Vögel in 62 Arten gezählt. Den ersten Platz belegt der Haussperling mit 557 Vögeln und durchschnittlich 6,71 Individuen pro Garten. Dass heißt aber nicht, dass der Haussperling ach so häufig im Oberbergischen ist: Bei der Stunde der Gartenvögel wird immer die höchste Anzahl gleichzeitig zu sehender Vögel gewertet. Und da Haussperlinge, da wo sie auftreten, gerne im Trupp auftreten, sind sie regelmäßig „Gewinner“. Der zweite Platz geht an die Kohlmeise mit 327 Vögeln und die Bronzemedaille gebührt der Amsel mit 283 Tieren. Auf den Plätzen folgen Blaumeise, Elster, Buchfink, Gimpel, Star, Mauersegler und Rotkehlchen.

Grünspecht (R.Jacobs) auf Platz 42
Grünspecht (R.Jacobs) auf Platz 42

Auf dem elften Platz liegt der Grünfink, der mit durchschnittlich 1,05 Vögeln in 87 Gärten gezählt wurde – ein Sorgenkind des Vogelschutzes! Diese Zahl zeigt leider die immer noch anhaltende Schwächung des Grünfinkenbestandes. Durch verunreinigte Vogeltränken und Badestellen, besonders in der warmen Jahreszeit, sind vor allem Grünfinken durch Trichomonaden betroffen. Wir werden bei den nächsten Vogelzählungen im Winter und Sommer sehen, ob sich die Vögel langsam erholen und sie die Verluste der letzten Jahre durch eine steigende Geburtenraten wieder ausgleichen können. Der milde Winter und der zeitige Frühlingsbeginn kamen den Grünfinken sicher zugute. Mauersegler (9.), Mehlschwalbe (22.) und Rauchschwalbe (24.) waren in der ersten Maidekade noch gar nicht komplett aus dem Winterquartier wieder hier in ihren Brutgebiet eingetroffen. Wahrscheinlich deshalb vor allem bei den Schwalben nur die mittleren Platzierungen. Allerdings finden die Mehlschwalben auch immer schwerer geeignete Gebäude, an denen sie Ihre Nester bauen können, da die Wände aufgrund von Sanierungen immer glatter werden und für den Nestbau nur noch wenige offene Lehmflächen verfügbar sind. Und für die Rauchschwalben gibt es nicht mehr so viele offene Stallungen wie noch vor wenigen Jahrzehnten. Der Grünspecht, Vogel der Jahres 2014, belegt den 42. Platz. Er wurde nur sieben mal gesehen, oder eher gehört. Er verrät sich durch sein typisches „Lachen“ und ist dadurch weithin nicht zu überhören. Sehen kann man ihn gut während des wellenförmigen Fluges auf dem Weg zur nächsten Ameisenmahlzeit. Den 26. Platz belegt die Saatkrähe mit 25 Individuen, die vermutlich im Waldbröler Bereich gesichtet wurden. Dafür waren die Jahr für Jahr gemeldeten vermeintlichen Nebelkrähen, die sich auf Nachfrage als Dohlen heraus stellten, das erste Mal nicht dabei. Bei der „Stunde der Wintervögel 2015“ Anfang Januar nächsten Jahres haben Sie eine weitere Chance unsere gefiederten kleinen Freunde zu zählen und dem NABU zu melden. Der NABU Oberberg freut sich auf Ihre Teilnahme.

Fr

20

Jun

2014

NABU sorgt sich weiter um Insektizid-Versuch

Erdhummel auf Weissklee
Erdhummel auf Weissklee

Die Aufregung war groß, als Angelika Leistikow, Leiterin des NABU-Arbeitskreises Hornissenschutz, erfuhr, dass auf Grünlandflächen in der Nähe von Wipperfürth-Thier und Wipperfeld ein Insektizid zu Versuchszwecken ausgebracht werden sollte. Das Insektizid RELDAN 22, mit dem Wirkstoff Chlorpyrifos-methyl ist derzeit in Deutschland für die normale Anwendung in der Landwirtschaft offenbar nicht zugelassen. Das soll sich jetzt scheinbar ändern: Ein Forschungsinstitut aus Leverkusen sollte – im Auftrag eines global agierenden Pestizid-Unternehmens - im Oberbergischen testen, wie das Insektizid auf verschiedene Mäusearten wirkt.

Markierungsstäbe für Testflächen, manchmal einziges Indiz für laufende Versuche
Markierungsstäbe für Testflächen, manchmal einziges Indiz für laufende Versuche

RELDAN 22 soll zur Insektenvernichtung insbesondere im Obst- und Wein-Anbau zugelassen werden. Beides Kulturen, die im Oberbergischen nicht vorkommen. Das Insektizid soll im oberbergischen Grünland nur deshalb getestet werden, weil hier die Kleinsäuger regelmäßig auftreten. Aufmerksam auf den Versuch wurden örtliche Imker. Im Kontakt zwischen Imkern und dem NABU Arbeitskreis Hornissenschutz formierte sich Widerstand gegen den Giftversuch. Denn, so Angelika Leistikow: „Wir fürchten die Wirkung des Insektizids auf die hier vorkommenden Wildbienen!“ Bei einem Versuchs-Gifteinsatz ist davon auszugehen, dass das Gros aller Insekten-Arten auf den Flächen stirbt. Auch geschützte Hummeln und Wildbienen werden davon betroffen sein. Daneben Honigbienen, die im Klee in den Wiesen nach Nektar suchen. „Wir glauben nicht, dass man die Schädigung der Wild- und Honigbienen bei einem Insektizidtest vermeiden kann - auch durch Spezialdüsen und Nachtarbeit nicht!“ beschwert sich Leistikow, „Laut technischem Datenblatt für RELDAN 22 führt eine Dampfphase des Giftstoffes dazu, dass auch nicht bespritzte Randflächen kontaminiert werden.“

potentielles Versuchsobjekt (T.Rau)
potentielles Versuchsobjekt (T.Rau)

Im ursprünglich geplanten Testgebiet sind die Giftversuche nach jetzigem Stand gestoppt, denn im Wasserschutzgebiet ist Giftausbringung verboten. Der NABU befürchtet aber, dass das Forschungsinstitut mit seinem Insektizidversuch nun auf andere Grünlandflächen außerhalb der Wasserschutzgebiete ausweicht. Die Naturschützer zweifeln daran, dass der gesamte Versuch im Bergischen Land abgebrochen worden ist. „Wir trauen dem angeblichen Abbruch nicht und sind sehr besorgt wegen der Folgen solcher Gift-Versuche auf geschützte Tierarten und auf die Artenvielfalt allgemein. Insektizid-Ausbringung findet in der oberbergischen Landwirtschaft heute fast gar nicht statt. Das soll auch so bleiben! Wir wollen nicht, dass das Oberbergische zum Versuchslabor für Chemie-Multis wird. Dagegen werden wir kämpfen!“ sagt Michael Gerhard vom NABU Oberberg.

Sa

14

Jun

2014

NABU-Stiftung „Naturerbe NRW“ begeht ihr 10 jähriges Jubiläum am Schloß Homburg

v.l.n.r Dr. Anke Valentin, Stiftungsvorsitzende, Josef Tumbrinck, Landesvorsitzender NABU NRW, Stellvertr. Landrat Prof. Wilke, Schimrherrin Bärbel Höhn, Uwe Hoffmann, NABU-Obeberg
v.l.n.r Dr. Anke Valentin, Stiftungsvorsitzende, Josef Tumbrinck, Landesvorsitzender NABU NRW, Stellvertr. Landrat Prof. Wilke, Schimrherrin Bärbel Höhn, Uwe Hoffmann, NABU-Obeberg

Seit 10 Jahren hat der NABU in Nordrhein-Westfalen eine eigene Stiftung. Am 13.6. wurde das Jubiläum am „Roten Haus“ bei Schloß Homburg gefeiert. Wir freuen uns, das wir diesen Geburtstag mit gestalten konnten. Um so mehr, als die Stiftung unser Heu-Projekt erst möglich gemacht hat! Die Naturschutzarbeit in Nordrhein-Westfalen muss dauerhaft gesichert sein - finanziell und ideell. Daher gründete der NABU NRW im Jahr 2004 eine eigene Stiftung: die NABU-Stiftung „Naturerbe NRW“. Der Gründungsvorsitzende Prof. Wolfgang Gerß warb mit dem Motto „Ein schönes Land für unsere Enkel“ für den Erhalt des Naturerbes in Nordrhein-Westfalen. Seit 2011 lenkt die Vorstandsvorsitzende Dr. Anke Valentin mit einem insgesamt sechsköpfigen Vorstand die Geschicke der Stiftung. Valentin: „Die Bilanz der vergangenen 10 Jahre kann sich sehen lassen. Der NABU kann stolz auf die Entwicklung der Stiftung und die geförderten Projekte sein!

Exkursion auf Kräuterwiese
Exkursion auf Kräuterwiese

An vielen Orten hat die NABU-Stiftung Naturerbe NRW naturschutzwürdige Flächen übernommen, um diese mit Hilfe der NABU-Gruppen vor Ort langfristig zu sichern. Ein Beispiel sind die ehemaligen Überlaufbecken im Rhein-Erft-Kreis, mittlerweile ein Vogel- und Naturparadies! Unter dem Dach der Stiftung wurden bisher 24 regionale und thematische Stiftungsfonds gegründet, darunter auch das „Naturerbe Bergisches Land“, der Natur und Umwelt in der Region stärken will und um Zustiftungen von Naturfreunden aus dem ganzen Bergischen Land wirbt. Mit einem aktuellen Vermögen von rund 850.000 Euro kann die Stiftung „Naturerbe NRW“ heute aus den Erträgen regelmäßig Naturschutzprojekte fördern. 2013 wurden rund 16.000 Euro erwirtschaftet, die unter anderem dem Heuprojekt des NABU Oberberg zu Gute kamen. Förderwürdig war aus Sicht der Stiftung hier die Entwicklung von Vermarktungswegen für Heu von extensiv bewirtschafteten, artenreichen Wiesen. Damit hat das Projekt Pilotcharakter für den Naturschutz in NRW. „Dass Förderungen solch umfangreicher Projekte möglich sind, verdankt die Stiftung auch den zahlreichen Zustiftern und großzügigen Vermächtnissen von Privatpersonen, denen ein besonderer Dank gebührt“, so Valentin weiter. Am „Roten Haus“ wurde heute mit Grußworten von Bärbel Höhn, der Schirmherrin der Stiftung, vom stellvertretenden Landrat Prof. Wilke und dem Mundart-Gesang der „Deezekusener Schmettereulen“ gefeiert.

Mo

02

Jun

2014

Vogelkundliche Wanderung an der Lingesetalsperre

Mauersegler (hu)
Mauersegler (hu)

 

Der NABU Ortsverein Gummersbach/Marienheide lädt am Samstag den 07.06.2014 zu einer ca. 2 stündigen Wanderung an der Lingesetalsperre und dem angrenzenden Waldgebiet ein. Unter fachkundiger Anleitung bestimmen wir dabei die verschiedenen Vogelarten durch Sichtung und Stimmen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Wir würden uns über eine rege Teilnahme freuen.

 

Treffen ist um 10:00 Uhr am Parkplatz Wernscheid (Nahe Eingang Campingplatz)

 

Di

27

Mai

2014

Verheizte Heimat - Exkursion zum Tagebau

Hans Stenzel
Hans Stenzel

„Willkommen am größten Tagebauloch der Welt. Sie erleben hier Dinge, die es in der Welt noch nie gegeben hat, mit Folgen, die es so auch noch nie gegeben hat.“ So begrüßte Hans Stenzel, seit 25 Jahren Mitweltbeauftragter des Kirchenkreises Jülich, die große Besuchergruppe aus Oberberg am Aussichtspunkt des Braunkohlebaus Garzweiler II. Bis zum Jahr 2045 sollen hier 1,3 Milliarden Tonnen Braunkohle abgebaut und in den nahen Kraftwerken verstromt werden.

Obeberger am Tagebau Garzweiler
Obeberger am Tagebau Garzweiler

Das Klimabündnis Oberberg und die Bürgerinitiative Oberberg Süd für den Atomausstieg und die Energiewende hatten gemeinsam zu dieser Informationsfahrt ins rheinische Braunkohlerevier westlich von Köln eingeladen. „Wir wollen zeigen, dass unser Strom nicht einfach der Steckdose kommt. Die Verbraucher sollten wissen, was es für Menschen und Natur bedeutet, dass 30 Prozent unseres Stroms aus Braunkohle erzeugt werden“, so Manfred Fischer, Umweltbeauftragter des Kirchenkreises An der Agger. Mit Ausblick auf das bis zu 300 Meter tiefe Riesenloch, das sich weit über den Horizont hinaus erstreckt, erläuterte Bergbauingenieur i.R. Hans Stenzel die verheerenden ökologischen Folgen des Tagebaus. Irreparabel zerstört wird die Grundwasserlandschaft des Venloer Beckens bis zum Pariser Becken und ins Bergische. Das gefährdet die Wasserversorgung der niederländischen Nachbarn ebenso wie die Grundwasserversorgung und die Landwirtschaft. Pro Jahr werden 1 Milliarde Liter Trinkwasser abgepumpt – eine Menge, mit der Hamburg 12 Jahre versorgt werden könnte. Vor Ort entsteht zudem eine krank machend hohe Feinstaubbelastung. Dabei, so erläuterte Hans Stenzel, der den Widerstand gegen den Tagebau in den Gemeinden der angrenzenden Evangelischen Kirchenkreise seit Jahrzehnten koordiniert, ist die Stromerzeugung aus Braunkohle ein Klimakiller ersten Ranges: Pro Tonne Braunkohle werden 1,1 Tonnen CO2 freigesetzt. Zudem hat die Braunkohle eine ausgesprochen niedrige Energieeffizienz von nur 12 bis 20 Prozent. Die anschließende Fahrt durch gespenstisch leere Dörfer, die auf den Abrissbagger warten, zeigte neben der bereits begonnenen Verlegung der A4 und der bevorstehenden Zerstörung fruchtbarsten Ackerlandes auch die sozialen Folgen des Braunkohleabbaus: Trotz der unlängst von der Landesregierung beschlossenen Kappung von Garzweiler II werden fünf weitere Dörfer umgesiedelt. Verbunden sei das, so Stenzel, mit enormen finanziellen Verlusten und der Zerstörung gewachsener sozialer Strukturen. „Das ist ja ökologisch und menschlich gesehen purer Wahnsinn“, so der Kommentar einer Teilnehmerin.

Dass der Tagebau für den Betreiber auch wirtschaftlich keinen Gewinn bringt, erläuterte Hans Stenzel im weiteren Verlauf seiner von großer Fachkenntnis und Leidenschaft für die Bewahrung der Schöpfung geprägten Ausführungen. Aufgrund sinkender Strompreise und der wachsenden Konkurrenz der regenerativen Energie hat der Betreiber RWE nämlich enorme Absatzprobleme und ist erstmals in die roten Zahlen geraten. Zahlreiche Windräder, die zum großen Teil in Bürgerhand sind, sorgen zudem dafür, dass der Kreis Heinsberg, in dem der Tagebau Garzweiler II hauptsächlich liegt, sich inzwischen vollständig mit regenerativer Energie versorgen kann. Ein auch RWE vorliegendes Gutachten von Prof. Dr. Christian Hirschhausen besagt, dass ein Weiterbetrieb des Tagebaus spätestens in 5 Jahren zum Verlustgeschäft wird. Stenzel hofft darauf, dass die Konzernführung den Tagebau schneller als geplant einstellt und weitere Dörfer vom Abriss verschont werden. Aufgrund bisheriger Erfahrungen mit dem Konzern zeigte sich Stenzel aber skeptisch, dass eine Wende hin zu regenerativer Energieerzeugung schnell genug vollzogen wird. Dass mit dem Ende des Tagebaus die Langzeitfolgen keineswegs erledigt sind, erfuhren die Besucher aus Oberberg am bereits stillgelegten Tagebau Inden. Der soll sich laut RWE durch Flutung mit dem Wasser der Rur in einen der größten Seen NRWs verwandeln, im Volksmund „Inde‘scher Ozean“ genannt. Da die benachbarten Niederlande gerichtlich bestätigte Ansprüche auf Wasser aus der Rur haben, ist fraglich, ob das Riesenrestloch – wenn überhaupt – bis 2070 befüllt sein wird. Neben der Gefahr von großräumigen Bodenverwerfungen bleiben zudem die sogenannten „Ewigkeitskosten“. Sie entstehen durch die immerwährende Notwendigkeit zum Abpumpen des Grundwassers. Das nach dem Abbau der Kohle rekultivierte Umland liegt bis zu 12 m tiefer als früher und würde ansonsten unter Wasser stehen.

Gruppe am Tagebau Garzweiler
Gruppe am Tagebau Garzweiler

Beeindruckt zeigte sich die Besuchergruppe auch von der theologisch begründeten Position des Ev. Kirchenkreises Jülich zur Braunkohle als fossilem Energieträger, die bereits im Jahr 1988 formuliert wurde. Dass aus Grundsatzbeschlüssen Taten folgen können, zeigten die erfolgreichen Bemühungen um die Senkung des Energieverbrauchs in kirchlichen Gebäuden. Bundesweit einmalig ist die Energieeinsparung im Gemeindezentrum Heinsberg, wo durch konsequente Umrüstung 92 Prozent Energie gespart wurde. Laut einstimmigem Synodenbeschluss des Kirchenkreises Jülich sollen kirchenkreisweit 30 Prozent Energie eingespart werden. „Vorbildlich“, kommentierte Manfred Fischer. Auf der Rückfahrt mit kurzem Stopp im historischer Hambacher Forst, dessen wertvoller Baum- und Tierbestand dem geplanten Ausbau des Tagebaus zum Opfer fallen soll, stieß Manfred Fischers Appell zur Solidarität mit den betroffenen Menschen, zum Energiesparen und zum Einsatz für den Ausbau der regenerativen Energie auf offene Ohren. Denn welche Folgen es hat, wenn die Ressourcen der Erde ausgeplündert werden, war den Teilnehmenden der Fahrt eindrücklich vor Augen geführt worden.

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Mi

21

Mai

2014

Insektenhotel am Seniorenheim, Grundschüler arbeiten mit AK Vogelschutz

Treffen und Einweisung der Schüler (hu)
Treffen und Einweisung der Schüler (hu)

Nach einiger Vorbereitung war es dann soweit. Die Grundschüler aus der Klasse von Frau Sülzer, GGS Am Bernberg in Gummersbach trafen sich mit den Vogelschützern des NABU - Oberberg am Seniorenheim am Kohlberg.

Hier wollte man in einer Gemeinschaftsaktion ein Insektenhotel bauen und einweihen. Zunächst jedoch gab es eine kurze Einweisung durch den Sprecher des AK Vogelschutz, Wilfried Piepenbrink. Er wies auf die gemeinsamen Vorbereitungen in der Schule hin und erläuterte kurz das Vorgehen.

Nun kommt Bewegung auf (hu)
Nun kommt Bewegung auf (hu)

Bereits an der Schule hatte man ja mit den Kindern zunächst einmal die Grundlagen erarbeitet. Die Kinder haben in der Schule ein Schutzengelprojekt ins Leben gerufen. Hier haben Sie nun auch ein Herz für die Senioren bewiesen. Diese nahmen großen Anteil an den Arbeiten und schauten interessiert zu und bohrten auch einige kleine Löcher in die Rundhölzer um Nistquartiere zu schaffen.

Wilfried Piepenbrink und seine Kollegen vom Vogelschutz freuten sich über die gute Zusammenarbeit mit Schule und Seniorenheim. Eine weitere Betreuung des Insektenhotels ist durch den AK sichergestellt.

Bald möchte man mit den Kindern noch die an der Aggerhalbinsel aufgestellten Vogelnistquartiere kontrollieren und reinigen. Eine Zusammenarbeit die für alle Seiten Früchte trägt.

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Mo

19

Mai

2014

Mitgliederwerbung für den NABU-Oberberg

Werbeteam für den NABU-Oberberg
Werbeteam für den NABU-Oberberg

In Marienheide und im Kreisgebiet sind im Moment junge Studenten unterwegs um Mitglieder für den NABU zu werben. Die Studenten können sich ausweisen und haben auch Unterlagen und Empfehlungsschreiben dabei.

Der NABU-Oberberg zählt zu den landesweit stärksten Kreis- und Stadtverbänden in NRW, dennoch brauchen wir weitere Mitglieder.

Bitte unterstützen Sie uns bei unseren Projekten und werden Sie aktiv im NABU.

Nur wenn wir Ihre Unterstützung erhalten können wir dem Naturschutz das entsprechende Gewicht verleihen.

Unterschiedliche Themen sind es die in den einzelnen Kommunen des Kreises im Fokus stehen. So ist in letzter Zeit der Baumschutz in Gummersbach vermehrt in den Brennpunkt gerückt. Hier haben wir nicht nur bei den Mammutbäumen in Hülsenbusch versucht den Schutz der heimischen Natur zu stärken.

Nur ein starker Verband kann auch in Politik und Verwaltung Gehör finden.

Wir bitten Sie um Ihre Unterstützung!

Vielen Dank!

Mo

12

Mai

2014

Fahrt in den Tagebau - eigene Ansichten

Braunkohlebagger
Braunkohlebagger

Das „Klimabündnis Oberberg“ und die „BürgerInneninitiative Oberberg Süd für den Atomausstieg und die Energiewende“ laden zu einer Tagesfahrt ins Rheinische Braunkohlerevier am Samstag, dem 24. Mai 2014 ein. Bei dieser Fahrt wollen wir erfahren, wo unser Strom herkommt. “Unser Strom kommt aus der Steckdose, oder?” So einfach scheint das zu sein. Ist es aber nicht.

Tagebau Hambach
Tagebau Hambach

30% des deutschen Stroms werden aus Braunkohle erzeugt, ein großer Teil davon westlich von Köln. Wir werden einen Blick in einen Tagebau werfen, etwas erfahren über den Braunkohleabbau, die Umsiedlung von tausenden Menschen, die Auswirkungen auf die Natur und die “Ewigkeitskosten”.

 

 

 

Denn die Folgen für Mensch und Umwelt sind beträchtlich:

 

  • Die Bagger brauchen frei geräumte Flächen
  • Die Bewohner werden, unter Verlust ihrer Heimat, umgesiedelt – ob sie wollen oder nicht!
  • Die gewachsene Natur wird vollständig “ausgeräumt”.
  • Wichtige Pflanzen- und Tiergesellschaften verschwinden auf immer.

 

Anmelden kann man sich auf der Webseite der Bürgerinitiative unter

www.bi-oberberg.de

 

 

 

Abfahrt mit dem Bus um 08:30 Uhr ab Wiehl-Busbahnhof

 

Route: Wiehl – Tagebau Garzweiler – Tagebau Hambach – Wiehl

 

Rückkehr spätestens 18:00 Uhr

Mo

05

Mai

2014

Einweihung Trafostation und Start der Mitgliederwerbung in Oberberg

Einweihung Trafo Station Gogarten (hu)
Einweihung Trafo Station Gogarten (hu)

Am heutigen Tage konnte der AK Vogelschutz des NABU Oberberg sich freuen, die Mühen wurden belohnt. In Anwesenheit von der stellvertretenden Bürgermeisterin Anke Vetter (SPD) und des CDU Bürgermeisterkandidaten Stefan Meisenberg brachten die Vogelschützer heute stolz das Banner an der ehemaligen Trafostation an. Die Kooperation von NABU und Biologischer Station Oberberg zeigt wie man aus einer alten Trafostation ein Heim für Vögel und Fledermäuse machen kann.

S. Penellis, Teamchefin der Werber im Gespräch mit Heinz Kowalski, stellvertr. NABU Landesvorsitzender
S. Penellis, Teamchefin der Werber im Gespräch mit Heinz Kowalski, stellvertr. NABU Landesvorsitzender

Wilfried Piepenbrink berichtete von einem jungen Star den er gestern bei den Vorbereitungen als Nestfflüchtling aufhob und der sich dann auf seiner Schulter niederlies bevor er wieder ins Nest gesetzt wurde. Ingo Koße, Mitglied im Kreisvorstand und Ansprechpartner des NABU in Marienheide begrüßte die Gäste und freute sich über die Einweihung. „Ich bin froh heute hier sein zu können, gleichzeitig mit der Eröffnung starten wir ja heute auch eine kreisweite Mitgliederwerbung. Wir brauchen weitere Mitglieder um dem Naturschutz mehr Gewicht zu verleihen. Hier auf diesen angrenzenden Flächen ist noch viel Potential um im Zuge der Wipperrenaturierung ein wertvolles Biotop anzulegen.“ Anke Vetter zeigte sich erfreut über das Engagement der ehrenamtlichen Naturschützer und wünschte der Chefin des Werbeteams, Frau Sonja Penellis viel Erfolg.

Besichtigung der Nisthilfen von innen (hu)
Besichtigung der Nisthilfen von innen (hu)

Auch Stefan Meisenberg war von der Arbeit des AK Vogelschutz angetan und beeindruckt. Heinz Kowalski, stellvertretender Landesvorsitzender des NABU aus dem nahen Bergneustadt angereist erkärte der Wupperverband habe in ersten Gesprächen schon ein durchaus positives Signal für eine weitere Biotopentwicklung gegeben. Er betonte noch einmal das der NABU Oberberg ein starker Kreisverband in NRW ist, „dennoch brauchen wir weitere Mitglieder, auch aktive Helfer die sich wie hier der AK Vogelschutz engagieren“ so Kowalski. Die Werber nehmen nun ihre Arbeit zunächst in Marienheide und Umgebung auf, werden dann aber auch die anderen Kommunen in Oberberg besuchen. Sie können sich ausweisen und werden besonders auf die Schwerpunktthemen in Oberberg geschult. Für weitere Fragen zum Thema Mitgliederwerbung steht die Geschäftsstelle des NABU in Wiehl zur Verfügung.

So

04

Mai

2014

Stunde der Gartenvögel 2014

Rauchschwalbe ( Mühlmann)
Rauchschwalbe ( Mühlmann)

Forschung für Jedermann – im eigenen Garten

Vom 9. bis 11. Mai ruft der NABU Oberberg alle Naturfreunde zur „Stunde der Gartenvögel“ auf. Nur eine Stunde muss man mitbringen, um bei einem faszinierenden Mitmach-Wissenschafts-Projekt dabei zu sein. Bei der „Stunde der Gartenvögel“ gilt das Prinzip der „Citizen Science“, einer Forschung für Jedermann: Je mehr Menschen ihre Beobachtungen zusammentragen, desto aussagekräftiger sind die Ergebnisse, die wichtige Daten über den Zustand der Umwelt, den Klimawandel und die Entwicklung der Artenvielfalt liefern können. Übrigens: Die „Stunde der Gartenvögel“ feiert dieses Jahr ihr 10 jähriges Jubiläum!

Amselhahn (R. Jacobs)
Amselhahn (R. Jacobs)

Und so wird's gemacht: Von einem ruhigen Plätzchen aus wird von jeder Vogelart die höchste Anzahl notiert, die im Laufe einer Stunde im Garten oder im Park entdeckt werden kann. Die Beobachtungen können per Post (NABU - Stunde der Gartenvögel, 10469 Berlin), Telefon (kostenlose Rufnummer am 10. und 11. Mai 2010 von 10 bis 18 Uhr: 0800-1157115) oder einfach im Internet unter www.stunde-der-gartenvoegel.de gemeldet werden. Für Smartphone-Besitzer gibt’s sogar eine App mit Vogelführer unter: www.NABU.de/vogelfuehrer. In den vergangenen Jahren ist auf diese Weise eine enorme Datenmenge zusammengekommen. Im Mai 2013 zählten über 46.000 Vogelfreunde, darunter auch 180 Oberberger, über eine Million Vögel! Das hat interessante Ergebnisse erbracht und Insider sind schon gespannt auf die Ergebnisse diesen Jahres: Wie wird sich der milde Winter auf Meisen, Finken und Sperlinge, die im Winter nicht wegziehen, auswirken? Werden sich Mäusejäger, wie Rotmilan, Turmfalke und Mäusebussard von ihrem Bestandstief im letzten Jahr wegen der geringen Feldmaus-Bestände erholen? Konnte die Abnahme von Rauch- und Mehlschwalbe gestoppt werden?

Haussperling  (Kning , NABU)
Haussperling (Kning , NABU)

Auf der NABU-Webseite www.stunde-der-gartenvoegel.de kann man unter „Ergebnisse“ spannende Analysen der Daten seit 2006 anstellen. Eben „Wissenschaft zum Mitmachen“! Wer sich noch nicht fit für die Gartenvogel-Stunde im eigenen Garten fühlt, kann beim NABU Bergneustadt (11.5. um 11:00 Uhr im Stadtwald Bergneustadt) oder beim NABU Gummersbach (11.5. 10:00 Uhr am Rathaus Gummersbach) beim gemeinsamen Vogelzählen mitgehen. Bringen Sie, soweit vorhanden, Ferngläser und Bestimmungsbücher mit. Ansonsten gilt bei der Stunde der Gartenvögel: Mut zur Lücke. Je mehr Menschen mitmachen, desto bessere Ergebnisse!

So

27

Apr

2014

Pflanzentauschbörse wieder gut besucht

NABU Stand (hu)
NABU Stand (hu)

Viel Interesse an bewährten Garten-Pflanzen, Nisthilfen und Kräuterheu

Zahlreich kamen die Gärtnerinnen und Gärtner zur alljährlichen Pflanzentauschbörse am vergangenen Samstag zum Schloss Homburg. Bereits nach kurzer Zeit zählten die Veranstalter 700 Teilnehmer.

Am Stand des NABU Oberberg informierten Mitglieder des Arbeitskreises Vogelschutz über die Vielfalt der künstlichen Nisthilfen. Ob für Höhlen- oder Halbhöhlenbrüter, Schwalben, Eulen oder Fledermäuse – für viele verschiedene Quartieransprüche hat der Arbeitskreis einen passenden, selbstgebauten Nistkasten im Angebot. Die Mitglieder des Arbeitskreises informierten über mögliche Standorte für die künstlichen Quartiere und warum es überhaupt notwendig ist, künstliche Bruthilfen immer noch anzubieten. Denn nach wie vor sind natürliche Baumhöhlen Mangelware in unseren meist zu aufgeräumten Gärten.

Preisübergabe v.l.n.r C.Meyer-Cords, NABU, K. Wopfner, Gewinnerin, S.Hövel, NABU(lh)
Preisübergabe v.l.n.r C.Meyer-Cords, NABU, K. Wopfner, Gewinnerin, S.Hövel, NABU(lh)

Ein besonderes Highlight war die Preisübergabe für den ersten Preis im Rahmen der „Stunde der Wintervögel“, den der NABU Oberberg im Rahmen einer Verlosung zu vergeben hatte: Die Gewinnerin war Frau Katja Wopfner aus Lindlar. Frau Wopfner freute sich sehr über das professionelle Vogel-Bestimmungsbuch. Eine Auswertung zur „Stunde der Wintervögel 2014“ finden Sie Hier Den zweiten und dritten Preis gewannen Frau Birkelbach aus Jennecken und Frau Lanetzki aus Gummersbach.

Heuballen (hu)
Heuballen (hu)

Ohne die Bergische Gartenarche - bekannter Arbeitskreis des NABU Oberberg – wäre die Pflanzentauschbörse gar nicht denkbar. Im Vorfeld waren bereits über 110 Bestellungen für Patenpflanzen aus den bewährten oberbergischen Sorten der Gartenarche in der Geschäftsstelle des NABU eingegangen. Hier hatten die Archedamen vor der Abgabe reichlich zu tun, um den Paten ihre Sortenwünsche nach Möglichkeit erfüllen zu können und für die Qualitäten der heimischen Sorten zu werben. Neben den künstlichen Nisthilfen war das große Heuangebot am NABU Stand ein absoluter Hingucker. Interessierte Pferdehalter und Keintierbesitzer ließen sich über das NABU Heuprojekt informieren und kauften das wohlriechende Kräuterheu, das in ein-Kilo Tüten, 3,5 kg Kartons oder als Klein-Ballen verkauft wurde.

Do

17

Apr

2014

NAJU Morsbach pflanzt Baum des Jahres 2014

NAJU Morsbach (cb)
NAJU Morsbach (cb)

„Was ist denn, wenn der Kurpark voll mit Bäumen des Jahres ist?“, fragte der 11-jährige Luka die NABU-Gruppenleiterin Lisa Bauer. Diese antwortete: „Oh, das dauert noch viele Jahre, hier ist noch sooo viel Platz!“ Und sie stellte sofort eine Gegenfrage: „Wie alt mag die Traubeneiche sein, die wir heute pflanzen?“ Nach einigem Hin- und Herraten gab Landschaftsgärtner Felix Buchen die Antwort: „Die ist in eurem Alter, so 10-12 Jahre.“

Die Kindergruppe des NABU Morsbach hatte sich vor Kurzem im Kurpark getroffen, um wieder einmal den „Baum des Jahres“ zu pflanzen. 2014 ist die Traubeneiche an der Reihe. Unter fachkundiger Anleitung von Felix Buchen hoben die jungen Naturschützer das Pflanzloch aus und setzten den Baum in die Erde. Tatkräftige Unterstützung erhielten sie von Bürgermeister Jörg Bukowski. Anschließend wurde noch der Kurpark von allerlei Abfällen gesäubert, und nach getaner Arbeit gab es als Belohnung ein Eis vom Bürgermeister.

Mi

16

Apr

2014

Osterfeuer - Brauchtum bewahren, aber Kleintiere und Vögel schützen

Osterfeuer
Osterfeuer

Ostern steht vor der Tür und hier und dort sieht man bereits wieder aufgeschichtete Holzhaufen für die Osterfeuer. Nicht nur traditionelle „Brauchtumsfeuer“, auch andere Feuer werden im Frühjahr entzündet. Nichts gegen das angestammte Osterfeuer: Freude am Feiern und das Ende des Winters sind sicher ein Grund.Osterfeuer sind aber nicht nur eitel Freude; sie haben auch negative Wirkungen. Und zwar für Kleintiere und über ihren Feinstaubausstoß auch auf die Gesundheit!

Feinstaubübersicht (Quelle UBA)
Feinstaubübersicht (Quelle UBA)

Feinstaub ist keine Lappalie: Er gelangt bis in die Lungenbläschen und kann sogar in die Blutbahn eindringen. Feinstaub wird mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, besonders aber auch mit Lungenkrebs in Verbindung gebracht. In ganz Deutschland sterben nach Schätzungen der Fachleute jährlich 80.000 Menschen an Feinstaubbelastung. Osterfeuer sind zwar nur eine von etlichen Feinstaubquellen (neben Kraftwerken, Heizungen und Kraftfahrzeugen). Aber sie sind eine Feinstaubquelle, auf die man leicht verzichten könnte. Der NABU Oberberg ruft alle Veranstalter von traditionellen Osterfeuern auf, ihre Verantwortung wahrzunehmen: Zum Gesundheitsschutz nur sehr trockenes, unbehandeltes Holz, keine feuchten Äste etc. verwenden, möglichst kleine Feuer anlegen und verhindern, dass Teilnehmer in der Rauchfahne stehen. Zum Schutz von Igeln oder Brutvögeln das trocken gelagerte Brennmaterial erst am Tag des Abbrennens aufschichten. Und wer zur Abfallbeseitigung oder einfach nur so ein Feuer abbrennen will, sollte eine andere Entsorgungsmöglichkeit nutzen: Solche Verbrennungen sind gesetzlich verboten – und zwar aus gutem Grund!

Do

10

Apr

2014

Amphibienwanderung in GM

Frösche, Molche und Co. sehen wollten Anfang April etwa 35 Teilnehmer einer Amphibienführung in Gummersbach. Besonders die vielen Kinder freuten sich über Kaulquappen in Becherlupen, eine hüpfenden Frosch, sowie eine Erdkröte und Molche, die sie auch in die Hand nehmen durften. Außerdem wurde ein Krötenzaun gezeigt der Aufbau und die Kontrollen erklärt. Hier konnte Fachmann Marko Prietz nicht nur viele Fragen beantworten, sondern freute sich auch über die große Resonanz der Teilnehmer.

So

23

Mär

2014

Energiewende retten - Oberberg auch in Düsseldorf vertreten

Oberberg startet vom Hbf Düsseldorf (M.Kaufmann)
Oberberg startet vom Hbf Düsseldorf (M.Kaufmann)

Energiewende retten! - 40 Oberberger demonstrierten in Düsseldorf

Die Energiewende, die die weit überwiegende Mehrzahl der Deutschen will, ist bedroht. Die Bundesregierung plant Einschnitte bei der Planung und Finanzierung der erneuerbaren Energien, offenbar um wirtschaftlichen Druck von den angeschlagenen Energieriesen, wie E.ON und RWE, zu nehmen. Dass solch ein Ausbremsen der Energiewende nicht in ihrem Sinne ist, zeigten gestern bundesweit zehntausende Menschen in mehreren Landeshauptstädten.

unterwegs in Düsseldorf (M. Kaufmann)
unterwegs in Düsseldorf (M. Kaufmann)

Zusammen mit 3.000 anderen Menschen demonstrierten auch 40 per Bahn angereiste Oberberger in Düsseldorf für die Energiewende. Klaus Schweim von NOVE e.V: „Wir brauchen eine Energieversorgung, die langfristig sicher und umweltverträglich ist. Jede Region, auch das Oberbergische, kann daran mitwirken und wird davon profitieren. Aber Hannelore Kraft muss endlich aufhören, die unbeweglichen Energieriesen zu hätscheln!“ Manfred Fischer – Umweltbeauftragter des Evangelischen Kirchenkreises 'An der Agger' ergänzt: „Wohin energiepolitische Abhängigkeiten führen, zeigt sich ja gerade in der Ukraine. Auf je mehr Schultern die Energieversorgung verteilt ist, desto besser und deshalb wollen wir dezentrale und erneuerbare Energieerzeugung möglichst in Bürgerhand!“ Die Energiewendefreunde wollen auch zukünftig weiter für erneuerbare Energie und gegen Atom- und Kohlestrom kämpfen. „Bei der nächsten bundesweiten Demonstration in Berlin am 10. Mai sind wir wieder dabei!“ sagt Manfred Blumberg von NOVE e.V..

Fr

21

Mär

2014

Stunde der Wintervögel - kleine Auswertung Oberberg

Kohlmeise (R.Jacobs)
Kohlmeise (R.Jacobs)

Kohlmeise ist die erneute Gewinnerin, Blaumeise und Haussperling tauschen die Plätze

Vom 03. – 06.01.2014 wurde auch in Oberberg erfasst, gezählt und beobachtet. Am ersten Wochenende des neuen Jahres fand zum vierten Mal in Folge die deutschlandweite „Stunde der Wintervögel“ statt. Dabei wurden alle innerhalb von einer Stunde auftauchenden Vögel in Garten, Park und Stadt erfasst. Es wird immer die gleichzeitig höchste auftretende Zahl der Gartenbesucher einer Art vermerkt und am Ende an den NABU gemeldet. Dies ging wie in den Jahren zuvor bereits entweder per Meldung im Internet, per App oder per Brief an den NABU Oberberg, der über doppelt so viele Zuschriften wie im letzten Jahr sehr begeistert war. Unter allen Einsendungen die im Wiehler Briefkasten lagen, wurden 3 Sachpreise verlost - Bestimmungsbüchern für die gefiederten Sympathieträger.

Hausspatz (Delpho)
Hausspatz (Delpho)

Die Beteiligung an der „Stunde der Wintervögel“ war im Oberbergischen Kreis wieder erfreulich hoch. In 257 Gärten wurden von 346 Beobachtern 10638 Vögel in 66 Arten gezählt. Die erneute Gewinnerin ist die Kohlmeise, die in Oberberg mit 1575 Vögeln in 93% der Gärten vorkommt. Das sind durchschnittlich etwa 6 gesichtete Kohlmeisen pro Garten. Auf Platz zwei folgt 2014 die Blaumeise mit 1380 Vögeln in ebenfalls 93% der Gärten und den dritten Platz belegt der Haussperling mit 1364 Vögeln in 56% der Gärten. Dieses Jahr sind die Plätze zwei und drei zahlenmäßig sehr nah aneinander, so dass man von einer zurzeit etwa gleich starken Blaumeisen- und Haussperlingspopulation in Oberberg ausgehen kann. Letztes Jahr lagen die Plätze zwei und drei mehrere tausend Vögel auseinander, was einen deutlichen zweiten Platz für den Haussperling in 2013 bedeutete. Auf den Plätzen folgen Amsel, Buchfink, Elster und Gimpel. Der Feldsperling belegt dieses Jahr den achten Platz. Letztes Jahr lag er auf Platz fünf, was darauf schließen lässt, dass der letzte Winter Anfang Januar strenger war und die Feldsperlinge dieses Jahr wohl mehr Nahrung außerhalb von Gärten und Fütterungen gefunden haben.

Weidenmeise (R. Jacobs)
Weidenmeise (R. Jacobs)

Den elften Platz belegt der Grünfink. In den Jahren 2012 und 2013 findet man den Vogel jeweils auf dem achten Rang. Dies ist eventuell ein Indiz dafür, dass die Grünfinkenpopulation seit mehreren Jahren durch Trichomonaden-verseuchte sommerliche Vogeltränken und Badestellen geschwächt wird. Diese Finkenart scheint besonders anfällig für einen Befall der Erreger zu sein, die bei sommerlichen Temperaturen und unzureichender Hygiene bis zu 24 Stunden im Wasser überleben können und auch unter den Vögeln selber verbreitet werden. Positiv ist, dass alle hier vorkommenden Spechtarten beobachtet worden sind. Mit 22 Sichtungen liegt der Grünspecht, „Vogel des Jahres 2014“, auf Platz 35 der Tabelle. Erfreulich ist auch, dass diverse Arten an Greifvögeln und Eulen bestimmt worden sind. Kritisch zu Hinterfragen sind Meldungen von Vogelarten, die normalerweise erst im Laufe des Frühjahrs wieder in Oberberg zu erwarten wären. Dazu zählen die Sichtungen von Mönchsgrasmücke, Zilpzalp, Girlitz, Hausrotschwanz und Gartenrotschwanz. Es ist aufgrund des milden Winters absolut nicht auszuschließen, dass diese Arten tatsächlich nicht nach Süden gezogen sind oder teilweise schon wieder versucht haben, in ihr (oberbergisches) Brutgebiet zu gelangen. Nach Meinungen von Experten ist es aber wahrscheinlicher, dass bei diesen genannten Arten Verwechslungen mit anderen Vögeln vorliegen. Im Falle der Mönchsgrasmücke ist es möglich, diese mit Sumpf- oder Weidenmeise zu verwechseln, da alle drei Arten eine schwarze Kappe auf dem Kopf tragen und auch sonst in der Färbung relativ ähnlich sind. Der gemeldete Girlitz könnte sich eventuell als Erlenzeisig oder Goldammer herausstellen. In jedem Jahr werden bei der „Stunde der Wintervögel“ im Oberbergischen Kreis Nebelkrähen gesichtet. Und in jedem Jahr wundern sich die oberbergischen Naturschützer und Ornithologen darüber, weil hierfür so gut wie keine aktuellen oder historischen offiziellen und glaubwürdigen Meldungen vorliegen.

Nebelkrähe (Mühlmann)
Nebelkrähe (Mühlmann)

In einem Fall hat sich 2013 durch Belegfotos herausgestellt, dass die vermeintlichen Nebelkrähen in Wirklichkeit die Dohlen aus dem Wiehler Stadtgebiet waren. Diese Verwechslungen beruhen vermutlich auf dem gräulich schimmernden Halsbereich der Dohlen, die dann entfernt wie Nebelkrähen wirken könnten. Allerdings sind Nebelkrähen die östliche Schwesternart unserer Rabenkrähe, und somit wesentlich größer als eine Dohle und durch ihr hellgrau-schwarzes Gefieder unverwechselbar. Aber völlig auszuschließen ist keine der gemeldeten Vogelarten. Die Beobachter der oben beschriebenen strittigen Arten können sich gerne unter info@nabu-oberberg.de melden und ihre Sichtungen detailliert beschreiben bzw. falls vorhanden ein Foto schicken. Es wäre wirklich toll, wenn sich die vermeintlichen Verwechslungen als korrekt herausstellen und zur Bereicherung der Oberbergischen Vogelwelt beitragen könnten.

Sa

15

Mär

2014

Vogelschützer freuen sich über neue Werkzeuge

Vogelschützer und Vorstandsmitglieder (hu)
Vogelschützer und Vorstandsmitglieder (hu)

"Heute freuen wir uns und können noch besser arbeiten" begrüßte Wilfried Piepenbrink heute die Mitglieder des AK Vogelschutz und die anwesenden Vorstandsmitglieder des NABU Oberberg. Nach der Stabübergabe in der Leitung des Arbeitskreises, von Urgestein Walter Breuer an Wilfried Piepenbrink, bauen die Aktiven weiterhin Nisthilfen und untertützen die Bürger und Firmen des Kreises bei deren Anbringung. Auch viele Beratungen in diesem Bereich führen immer wieder zu interessanten Kontakten, so kam vor kurzem eine Anfrage zur Unterstützung aus Niedersachsen. Leider war das Werkzeug der Vogelschützer doch sehr in die Jahre gekommen und bedurfte dringend des Ersatzes.

Werkzeugausstattung (hu)
Werkzeugausstattung (hu)

Durch Fördermittel des Kreises konnte den Vogelschützern geholfen werden. Akkubohrschrauber, Stichsäge, Handkreissäge und andere Werkzeuge in Profiqualität ermöglichen nun den fleißigen Nisthilfenbauern ein akkurates Arbeiten. Hier muss nun keiner mehr seine eigenen Maschinen mitbringen. Rudolf Hillen vom Vorstand: " Wir sind froh einen so aktiven Arbeitskreis im NABU - Oberberg zu haben, hier kann man sehen wie etwas entsteht und praktischer Naturschutz betrieben wird. Auch die Bildungsarbeit kommt hier nicht zu kurz. Die Kooperationen mit Schulen und Seniorenheimen tragen Früchte, weiter so und vielen Dank!"

Di

11

Mär

2014

Pflanzentauschbörse im April

Pflanzentauschbörse (HU)
Pflanzentauschbörse (HU)

Am Samstag den 26. April ist es wieder soweit. Die beliebte Pflanzentauschbörse am Roten Haus, Schloss Homburg in Nümbrecht wird wieder viele Garteninteressierte anlocken. Die Möglichkeiten zum Tausch von Gartenpflanzen werden seit vielen Jahren intensiv genutzt. Die Bergische Gartenarche ist natürlich auch wieder mit dabei. Hier können Sie Patenschaften über Garten- und Nutzpflanzen übernehmen. Bei Interesse laden Sie sich bitte die PDF Datei mit der Sortenliste herunter. Bis zu 5 Pflanzen können übernommen werden. Alle Details finden Sie in der Sortenliste und auch die Pflegehinweise für Patenpflanzen stehen zum Donload zur Verfügung.

 

Auch der NABU-Oberberg als Mitveranstalter der Tauschbörse ist wieder mit einem Stand vertreten. Wir stellen unser Projekt zum Erhalt der Kräuterwiesen vor, unser AK Vogelschutz ist mit Nisthilfen vertreten, die gegen Kostenbeitrag erstanden werden können.

Tragen Sie sich Samstag den 26.April in Ihrem Kalender ein!

Sortenliste Bergische Gartenarche 2014
BGA-Sortenliste 2014-download-nabu.pdf
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Pflegehinweise Paten Bergische Gartenarche
Pflegehinweise für Paten 2014.pdf
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Mo

10

Mär

2014

Wipperkids - Naturschutzarbeiten im Biotop, Bildung erwünscht

Wipperkids vor der Lehrtalfel (MS)
Wipperkids vor der Lehrtalfel (MS)

Dass die Wipperkids eine fleissige Truppe sind hat sich ja schon länger herumgesprochen. Ihre Arbeiten im Biotop Grennebach zeigen ja seit langem Erfolg. Nun konnten die jungen Naturschützer auch noch eine Infotafel aufstellen. Hier präsentieren sie sich vor der Tafel.

Do

06

Mär

2014

Erfolgreiche Anleger mit Engagement für die Region

Freude über sinnvolle Zuwendungen v.l.nr. D. Gross, BWO,T. Koop, Voba Oberberg, C. Meyer-Cords, NABU,G. Wölfer, Voba, M. Weispfennig, Nina u. Nico, sowie I. Stockhausen, Voba (hu)
Freude über sinnvolle Zuwendungen v.l.nr. D. Gross, BWO,T. Koop, Voba Oberberg, C. Meyer-Cords, NABU,G. Wölfer, Voba, M. Weispfennig, Nina u. Nico, sowie I. Stockhausen, Voba (hu)

Ingo Stockhausen von der Volksbank Oberberg freute sich: "heute kann ich mal wieder Gutes im Namen unserer Kunden tun". Im Jahr 2009 entstand auf Initiative des Ausbildungsleiters der Volksbank und des damaligen AZUBI Jahrgangs das Projekt EOG ( ethisch - ökologische Geldanlage). Hier können Kunden einen Teil der Anlagerendite in verschiedene Projekte spenden. So sind Nina und Nico, die Behindertenwerkstätten Oberberg und der NABU-Oberberg in den vergangenen Jahren mit grosszügigen Mitteln versorgt worden.

So konnten heute die Vertreter der Institutionen insgesamt 41481,08€ entgegennehmen. Christine Meyer-Cords, Schatzmeisterin des NABU-Oberberg, freute sich: "Das Geld können wir gut brauchen, wir unterstützen unsere Kinder- und Jugendgruppen, aber auch für Flächenankäufe benötigen wir immer wieder Mittel." So sucht der NABU derzeit nach einer Streuobstwiese mit altem Bestand und weiterem Entwicklungspotential für Jungbäume. Diese soll entweder gekauft oder langfirstig gepachtet werden. So können die knapp 4800€ sinnvoll gebraucht werden. Unser Dank gilt den Anlegern und Sparern der Volksbank Oberberg die sich für diese so nachhaltige und sinnvolle Anlageform entschieden haben. Immerhin kann der Sparkunde sich für eins der drei Projekte entscheiden und die Volksbank führt derzeit in diesem Projekt fast 900 Konten mit einem Gesamtguthaben über 16 Millionen Euro.

Mi

26

Feb

2014

Energiewende retten - Klimabündnis Oberberg unterstützt Demo in Düsseldorf

Energiewende retten! Das Aktionsbündnis „Oberberg gegen Atomkraft“ ruft auf, gemeinsam am 22.März 2014 nach Düsseldorf zu fahren.

Die neue Bundesregierung plant einen Frontalangriff auf die Energiewende. Nach der Photovoltaik soll es jetzt der Windkraft an den Kragen gehen. Der Zubau der Erneuerbaren Energien droht mit einem Ausbaudeckel und massiven Förderkürzungen abgewürgt zu werden. Stattdessen setzt Schwarz-Rot auf Kohlekraft – etwa mit neuen Subventionen, die verhindern, dass alte Kohlemeiler eingemottet werden. Doch noch steht dies alles nur im Koalitionsvertrag und nicht im Gesetz. Viele Bürger stehen diesen kritisch gegenüber – jetzt müssen und können wir uns wehren!

 

Das Klimabündnis Oberberg zählt zu den Unterstützern der Veranstaltung

Am 22. März gehen wir daher mit vielen Menschen in sieben Landeshauptstädten auf die Straße. Gemeinsam fordern wir:

  • Abschaltung von Atom- und Kohlekraftwerken Stilllegung der Kohle-Tagebaue
  • Kein Fracking
  • Keine Ausbremsung der Energiewende
  • Wir wollen die Energieversorgung dezentralisieren, demokratisieren und in die Hand der Bürger/innen legen.

Noch besteht die Möglichkeit Einfluss zu nehmen! Bist Du dabei?

 

 

Die Anreise ist per Bahn geplant:

Koordination der Anreise und Fahrkarten, Konrad Gerards oder Mobil: 0152/25984991) Bitte bei der Anmeldung Bescheid geben wer wo zusteigt um das NRW-Ticket zu koordinieren. Kosten Hin- und Rückfahrt p. Pers. etwa 8 €

Die RB 25 fährt in Meinerzhagen um 11.03 Uhr ab, über Marienheide (11.12 Uhr), Gummersbach (11.24 Uhr), Dieringhausen (11.29 Uhr), Ründeroth (11.38 Uhr), Engelskirchen (11.46 Uhr) und Overath (12.01 Uhr), sodass wir um 13.09 Uhr in Düsseldorf am Hbf sind. Die Demo beginnt um 13:30 Uhr am DGB-Haus (5 min. Fußweg)

Wer sich weiter informieren möchte klickt hier

Fr

21

Feb

2014

Milde Temperaturen - Krötenwanderung steht bevor

Achtung Krötenwanderung (C Buchen)
Achtung Krötenwanderung (C Buchen)

Die milden Temperaturen setzen sich fort. Aus diesem Grunde steht zu erwarten das die Krötenwanderungen in diesem Jahr zeitig einsetzen werden. Die Wipperkids beginnen am kommenden Samstag um 10:00 Uhr mit dem Aufstellen der Krötenzäune. Hier kann jedermann mitmachen. Das Aufstellen der Zaunanlage ist nur der erste Teil der Aktion. Das Hinübertragen der Kröten der weitere.

Amphibienzaun GM (MP)
Amphibienzaun GM (MP)

Es gibt an vielen Straßen im Oberbergischen Kreis Konzentrationspunkte wandernder Frösche und Kröten. Wenn es in den nächsten Tagen wärmer wird, gehen die Massenwanderungen zu den Paarungs- und Laichgewässern los. Dabei reichen Temperaturen ab 5°C aus, ein bisschen Regen und die Tiere verlassen die Winterquartiere und machen sich auf den Weg. Wird es noch milder, mag mancher Autofahrer nicht mehr gerne über Straßen fahren, die nach der Passage von Leichen bedeckt sind. Daher werden vielerorts Krötenzäune aufgestellt. Flexible Plastikzäune werden mit Stöcken errichtet und am Zaun werden in regelmäßigen Abständen ebenerdig Eimer eingegraben. In diese Eimer fallen die Kröten und Frösche auf dem Weg zum nahegelegenen Wasser. Entfernungen zwischen 400 Metern und 2 Kilometern werden von den Tieren zurückgelegt. Die Wanderungen setzen in der Dämmerung ein und finden nur nachts statt – tagsüber sind die Tiere nicht auf der Straße und Autofahrer können sich entspannen. Aus den Eimern werden die gefangenen Tiere abends und morgens befreit und auf die andere Straßenseite getragen. Wenn dabei gezählt wird ergibt sich mancherorts ein erstaunliches Ergebnis: in Merkhausen oder Marienheide wurden schon bis zu zehntausend Tiere über die Straße getragen – in eine Richtung. Nach der Paarung und dem Ablaichen wandern die Tiere zurück Richtung Sommerlebensraum und die Eimer bleiben in dieser Zeit noch eingegraben und werden weiterhin regelmäßig geleert. Kann die regelmäßige Leerung der Eimer nicht gewährleistet werden, würden die Tiere innerhalb weniger Stunden in den Eimern sterben.

Hier appellieren die Amphibienschützer des NABU an Ihre Hilfsbereitschaft:

Falls Sie ihre Hilfe anbieten möchten wenden Sie sich an Marko Prietz Tel. 02261 / 76274 oder Sibylle Rottmann unter 02261-4795001

Gerade im Bereich Wiehl Merkausen werden noch dringend weitere Helfer gesucht.

Mi

12

Feb

2014

Stellungnahme der Naturschutzverbände zum Landesentwicklungsplan im Bereich Oberberg

schützenswerte Streuobstwiesen als wichtiger Bestandteil unserer Kulturlandschaft (HU)
schützenswerte Streuobstwiesen als wichtiger Bestandteil unserer Kulturlandschaft (HU)

Am Donnerstag, dem 13.2. tagt ab 15:00 im Gummersbacher Hohenzollernbad der Kreisentwicklungsausschuss. Auf der Tagesordnung (http://session.obk.de/bi/to0040.php?__ksinr=1604 ) steht auch die Stellungnahme des Oberbergischen Kreises zum Entwurf des Landesentwicklungsplanes NRW (LEP). BUND und NABU haben zum Entwurf der Kreis-Stellungnahme schon vor einem Monat eine umfangreiche Stellungnahme abgegeben, über die am Donnerstag beraten werden soll. Der LEP wird viele Bereiche der Entwicklung im Oberbergischen für Jahrzehnte regeln – bei Weitem nicht nur die Bauleitplanung. Die Naturschutzverbände kritisieren, dass die Kreisverwaltung in ihrem Stellungnahmen-Entwurf hauptsächlich auf leichtere Bauland-Ausweisung abhebt, aber die Zukunftsherausforderungen, vor denen das Oberbergische steht, kaum behandelt. In der Sitzung des Kreisentwicklungsausschusses werden die Naturschutzverbände die Kritik, aber auch ihre Verbesserungsvorschläge zum Stellungnahmen-Entwurf des Kreises erläutern.

gemeinsame Stellungnahme der Naturschutzverbände zum LEP
hier können Sie die Stellungnahme herunterladen
Stellungnahme_Naturschutzverbände_Kreise
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Mi

12

Feb

2014

Aus für zweiten Mammutbaum - droht die Fällung?

verbliebener Baumriese ( Bild privat)
verbliebener Baumriese ( Bild privat)

Der letzte Mammutbaum in Hülsenbusch hat Aufschub verdient -

Das zweite Baumgutachten hat deutlich gemacht, dass an der mangelnden Standfestigkeit des Baumes Zweifel bestehen. Welches der beiden Baum-Gutachten Recht hat, können wir nicht entscheiden. Dass das Baumgutachten im Auftrag des Bürgervereins bis heute nicht öffentlich gemacht und den Gummersbachern vermittelt wurde, heisst nichts Gutes. Wenn die fehlende Standsicherheit der Mammutbäume wirklich belegt worden wäre, hätte niemand eine Fällung angezweifelt. „Gerade die Sprachlosigkeit nach dem Vorliegen der Gutachten macht stutzig!“ so Dirk Esser – Freude vom NABU Gummersbach.

gefallener Riese (Bild: privat)
gefallener Riese (Bild: privat)

Der NABU fordert jetzt Transparenz. Wir verstehen bei zwei gegensätzlichen Gutachten nur noch Bahnhof. Jetzt muss ein neutrales drittes Gutachten die Sachlage klären. Der NABU schlägt als Gutachter Prof. Dr. Claus Mattheck vor ( http://de.wikipedia.org/wiki/Claus_Mattheck ), Träger des renommierten Deutschen Umweltpreises der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), einer vom Bund getragenen Stiftung

( http://www.dbu.de/402.html ).

 

Prof Claus Mattheck hat sich um die Erforschung der Mechanik der Bäume verdient gemacht und diese Erkenntnisse in die allgemeine Mechanik einfließen lassen ( http://www.dbu.de/123artikel2224_555.html ). Er ist Begründer des Visual Tree Assessment (VTA). Gerade Prof. Mattheck - als enfant terrible - der Baummechanik halten wir für fähig den letzten Hülsenbüscher Mammutbaum zu begutachten.

 

Blick auf den gefallenen Stamm (privat)
Blick auf den gefallenen Stamm (privat)

Dem Besitzer des verbliebenen Mammutbaus gebührt zunächst Dank für die lange Hege des Baumes. Kritik am Eigentümer hält der NABU - wegen dessen Verkehrssicherungspflicht - nicht für angebracht. „Aber jetzt - nachdem auch beruhigende Gutachten vorliegen - erwarten wir zunächst ein Stillhalten,“ so Christine Meyer - Cords vom NABU Oberberg. Vor einer öffentlichen Diskussion über die Gesundheit des Baumes darf es keine Fällung geben!  Vom Gummersbacher Bürgermeister erhofft sich der NABU eine Vermittlung. Gründe für eine rasche Fällung gibt es nicht. Artenschutzrechtliche Bedenken, die eine Fällung vor Ende Februar nötig machen würden, sieht der NABU auch nicht.

Bürgermeister Helmenstein hat also Zeit sich für eine neutrale Baumbegutachtung durch einen international anerkannten Fachmann einzusetzen.

So

02

Feb

2014

Forensik Reichshof, Veröffentlichung Artenschutzgutachten - Reaktionen

Eingangsbereich ehem. Depot (HU)
Eingangsbereich ehem. Depot (HU)

Am 31. Januar veröffentlichte das Ministerium für Gesundheit die Ergebnisse der Untersuchung der Fledermausvorkommen und deren Bedeutung für den Bau der geplanten Forensik-Klinik im ehemaligen Munitionsdepot Reichshof. Zunächst einmal ist der NABU-Oberberg erfreut über die transparente Veröffentlichung des Gutachtens. Überhaupt war die Gutachten-Erstellung von guter fachlicher Kooperation gekennzeichnet, das erleben wir nicht oft.

geplanter Standort Forensik
geplanter Standort Forensik

Die Datenerhebung und deren Auswertung hält der NABU im Großen und Ganzen für ausreichend und korrekt. Die hohe Bedeutung der Laubwälder für Fledermäuse und damit unsere Erkenntnisse werden bestätigt. Die technischen Probleme (Stromversorgung und Lücken im Betrieb der Dauerhorchboxen) und weitere kleine Schwächen der Erhebung sind bedauerlich, ändern aber an der Gesamteinschätzung der Wertigkeit des Gebietes für Fledermäuse nichts: Der Bereich ist unstrittig wertvoll, weist etliche Fledermausarten auf und wird von Mai bis Oktober durchgehend von Fledermäusen genutzt (siehe Tabelle 4 auf S. 24 des Gutachtens). Eine an sich wünschenswerte durchgängige Dauererfassung würde an dieser Einschätzung nichts ändern. „Für Grundsatzkritik und Gutachter-Schelte sehen wir keinen Grund.“ so Christine Meyer-Cords vom NABU - Oberberg.

Gr. Mausohr ( Kolodzie)
Gr. Mausohr ( Kolodzie)

Bei der Bewertung der Folgen, die ein möglicher Bau der forensischen Klinik auf die besonders wichtigen Waldfledermäuse hätte, scheint uns aber noch erheblicher Klärungsbedarf zu bestehen. Dass Zwergfledermäuse an den alten Militärgebäuden bei guter Planung umgesiedelt werden können, können wir unterstreichen. Für die empfindlichen Waldfledermäuse sieht das ganz anders aus. Derzeit liegen keine Detail-Planunterlagen vor. Aber allein der Bau der Mauer und der Gebäude würde enorme Erdbewegungen verursachen; der Hinweis auf möglichst schonende Bauzeiten reicht hier keineswegs aus. Ein umfangreiches Bauvorhaben inmitten der Fledermauswälder wird schwere Beeinträchtigungen für die empfindlichen Arten nach sich ziehen; auch darin stimmen Gutachter und NABU überein. Dass solche Beeinträchtigung kurzfristig mit Umsiedlungsmaßnahmen und Ersatzquartieren zu bewältigen sind, hält der NABU für falsch. „Das würde viele Jahre dauern. Einen raschen Forensikbau und gleichzeitig eine Bewahrung der Wald-Fledermäuse wird es nicht geben können!“ so Michael Gerhard vom NABU.

ehemalige Wartungshallen
ehemalige Wartungshallen

Der am 06.02. tagende Umweltausschuss des Kreises soll über die Unterschutzstellung über den Landschaftsplan `Wiehltalsperre´ beraten. Der NABU hatte gemeinsam mit dem BUND die Ausweisung der Fledermaus-Laubwälder als Naturschutzgebiet beantragt. Die versiegelten Flächen dazwischen halten wir jedoch nicht für Naturschutz-würdig. Der Kreis-Umweltausschuss sollte eine ehrliche und sachorientierte Entscheidung über diese „Betonflächen“ fassen, im Gegenzug aber die wirklich wertvollen Laubwälder auch strikt schützen – z.B. mit einem Verbot der forstlichen Nutzung, damit die Höhlenbäume erhalten bleiben. Statt die „Betonflächen“ als Naturschutzgebiet zu sichern, sollte der Kreis diese Bereiche im Landschaftsplan mit einem für alle Behörden verbindlichen Entwicklungsziel für die Landschaft belegen (§ 18 und 33 Landschaftsgesetz NRW). Die Naturschutzverbände hatten schon in ihrer Stellungnahme zum Landschaftsplan vom 20.9.2013 als Entwicklungsziel vorgeschlagen: „Entwicklung von standortheimischen Laubwaldflächen mit eingestreuten Kleingewässern auf ehemals militärisch genutzten Flächen“. Damit wäre zukünftig eine Renaturierung der Betonflächen behördenverbindlich ins Auge gefasst. „Und das würde eine schädliche Nutzung der Flächen zwischen den Fledermaus-Laubwäldern besser ausschliessen, als ein fragliches NSG.“ erläutert Uwe Hoffmann von der Geschäftsstelle des NABU – Oberberg. Fazit: Das Fledermausgutachten hat die ökologische Bedeutung der Laubwälder bestätigt und weist auf die Probleme einer Bebauung hin. Das hatten wir erwartet. Dass diese Beeinträchtigungen für die Wald-Fledermäuse mit neuen Nistkästen umgangen werden können, glauben wir nicht. Schon angesichts der jahrelangen Bauarbeiten bleibt der NABU dabei: Eine Bebauung der Betonfläche und deren Nutzung – egal wofür – ist mit dem Schutz der Fledermäuse nicht vereinbar!

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Fr

31

Jan

2014

Ministerium erklärt Standort Reichshof für Forensik geeignet

Grosses Mausohr
Grosses Mausohr

Heute erklärte das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes NRW in einer Pressemitteilung, der Standort Reichshof sei laut Gutachten, für den Bau der Forensik in Reichshof geeignet. Der Text der Pressemitteilung ist hier abrufbar.

Aus Sicht des NABU -  Oberberg ist es derzeit zu früh eine fundierte Stellungnahme abzugeben. Nun müssen wir die Informationen erst einmal auswerten und prüfen. Nach einer Sichtung und Prüfung der uns vorliegenden Informationen werden wir sicher in den nächsten Tagen eine erste Einschätzung abgeben können. Auch in diesem Fall halten wir uns dazu verpflichtet mit der notwendigen Sorgfalt die Informationen zu bewerten. Das Gutachten umfasst über 50 Seiten und ist auf der Seite des NRW Gesundheitsmnisteriums veröffentlicht.

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Fr

31

Jan

2014

Oberberberg darf kein Dorado für halblegale Sportarten werden

Offroad Parcours im Schutzgebiet
Offroad Parcours im Schutzgebiet

Kein Offroad Rummel im Engelskirchener Schutzgebiet

Stift Ehreshoven hat in seinen Wäldern in Engelskirchen seit Jahren und fast unbemerkt einen Offroad–Parcours mit allen Schikanen eingerichtet, der Extrem-Fahrspaß garantieren soll „Bis die Scheibe riss“ (OVZ 7.8.2013). Egal ob VW hier seine Offroad-Modelle vorführt oder die Profis von Schalke 04 ihre Grenzerfahrung verlebten – die Veranstaltungen waren im Landschaftsschutzgebiet, das Natur und Erholungssuchenden gewidmet ist, schlicht illegal.

Schlammdurchfahrt
Schlammdurchfahrt

Jahrelang ist die „motorisierte Grenzerfahrung“ im Landschaftsschutzgebiet unbemerkt geblieben oder wurde stillschweigend geduldet. Nachdem der kommerzielle Betrieb der Offroadstrecke um die Jahreswende allgemein bekannt wurde, hat der Oberbergische Kreis eine Ordnungsverfügung gegen das Stift Ehreshoven verhängt, das darauf einen Antrag auf Befreiung von den Verboten des Landschaftsplans beantragte und mit langen Gutachten den angeblich unkritischen Standort ohne Belästigungen von Natur und Landschaft beweisen wollte. Wanderer sowie Natur- und Landschaftsschützer sehen das ganz anders: Der für das oberbergische zuständige Wanderverein wies auf mehrere Wanderrouten hin, die das Gebiet der Offroadstrecke queren und zukünftig faktisch unbrauchbar würden. Landschaftsschützer kritisieren die Vereinnahmung der Landschaft für kommerzielle Erlebnis-Events. Im Landschaftsbeirat des oberbergischen Kreises wurde der Befreiungsantrag des Stifts Ehreshoven sehr kontrovers diskutiert, aber zu einem Ergebnis kam es nicht, weil die Offroadstrecke als Baumaßnahme eingestuft wurde, die heute (und auch in der Vergangenheit) nicht den baurechtlichen Vorschriften entsprach, also schlicht eingestellt werden müsste! So der Stand Mitte Januar 2014.

Auszug aus dem LANUV Infosystem
Auszug aus dem LANUV Infosystem

Nun beschäftigt sich der Planungs- und Umweltausschuss der Gemeinde Engelskirchen in seiner nächsten Sitzung am 4.2. mit der Aufstellung einer Flächennutzungsplanänderung für die Offroadstrecke. Es geht darum, das Waldgebiet als Motorsport-Strecke per Bebauungsplan zu widmen. Der „Offroad-Spaß“ im Wandergebiet würde dann weiter gehen sollte die Umwidmung erfolgen. So ganz ohne ökologische Wert ist das angedachte Offroad-Gebiet aber gar nicht: Das Landesamt für Naturschutz (LANUV) weist 3 Flächen des Biotopkatasters aus, die von der Strecke berührt oder zerschnitten werden und zudem grenzt das Naturschutzgebiet „Aggeraue Ehreshoven mit Weierberg“ unmittelbar an

"Wanderweg"?
"Wanderweg"?

Der NABU Oberberg ist wegen der Beratungen des Engelskirchener Ausschusses besorgt: „Keiner behauptet, dass diese Waldflächen das ökologische Kleinod schlechthin sind.“ so Michael Gerhard vom Vorstand des NABU Oberberg. „Aber auch normale Wälder und Siefen verdienen Schutz vor Lärm und Allradfahrzeugen!“ Für besonders kritisch hält der NABU Oberberg die Vorbildfunktion dieser Planungsidee. „Wenn in Engelskirchen ganz offiziell Offroad in oder in Nachbarschaft von Schutzgebieten gefahren werden darf, dann ist auch im Rest des Kreises kein Wanderer und kein Wildtier mehr vor weiteren illegalen oder halblegalen Offroad-Fahrern sicher. Die können dann alle auf das Engelskirchener Beispiel zeigen, das ja auch halblegal angefangen hat. Das werden wir nicht mittragen!“ sagt Michael Gerhard. Der NABU fordert vom Engelskirchener Rat und seinem Planungs- und Umweltausschuss dem Vorhaben jetzt endlich nach Jahren des Wegsehens und der Duldung eine Abfuhr zu erteilen – gleich in der Sitzung am 4.2.! Und das Stift Ehreshoven ist gut beraten die Offroad-Strecke als „eigentlich unerwartete Nebeneinnahme“ zu verbuchen und sich seinen eigentlichen Aufgaben zu widmen. Oberbergs Landschaft ist nicht geeignet für Motorsport-Strecken, sondern sollte Wanderern und Natur-Erholungssuchenden vorbehalten bleiben – auch wenn mit Motorlärm und entsprechender „Action“ Geld zu verdienen ist!

Mo

13

Jan

2014

Helferherzen gesucht - ehrenamtliches Engagement soll ausgezeichnet werden

Bienenschützer (PB DM)
Bienenschützer (PB DM)

noch bis zum 15. März können Menschen benannt werden die sich durch ehrenamtliches Engagement auszeichnen. Im Rahmen der Initiative Helferherzen von DM Markt in Kooperation mit UNESCO, Deutschem Kinderschutzbund und dem NABU kann man Vorschläge einreichen um verdiente Personen zu ehren. Auch der NABU-Oberberg ist in der Jury in dieser Region vertreten. "Wir werden uns bemühen aus der Vielzahl an Vorschlägen die "Richtigen" auszusuchen" betont Jurymitglied Sibylle Rottmann vom NABU - Oberberg.

Mehr als 1000 Preise werden vergeben, auch der Naturschutz kann nicht ohne ehrenamtliches Engagement und die vielen Helfer. Machen Sie mit und schlagen verdiente Personen vor. Weitere Infos und Teilnahmebedingungen finden Sie auf Helferherzen.de

Do

09

Jan

2014

Workshop Naturfotografie

Eisvogel (MS)
Eisvogel (MS)

Wer gerne mit der Kamera in der Natur unterwegs ist, um Tiere und Pflanzen zu fotografieren, der ist bei diesem Workshop richtig aufgehoben. Wir hoffen Schnee zu haben, so dass wir Pflanzen/Natur im Winter und unseren Eisvogel auf der Agenda haben werden. Wir werden sehen, was uns das Biotop an dem Tag bieten wird. Den ersten Termin bieten wir am Sonntag, den 16. Februar 2014 (9.00 - 16.00 Uhr) im Grennebacher Biotop an. Kosten 35,-- EUR Outdoor-Verpflegung inclusive. Ein genaues Briefing gibt es nach der Anmeldung bzw. noch in Kürze als PDF zum Download.

Eine verbindliche Anmeldung ist notwendig. Bitte schreiben Sie an info@nabu-oberberg.de mit dem Betreff Fotoworkshop. Anmeldeschluss ist Freitag der 14. Februar


Weitere Infos folgen.

NABU Oberberg Kurznachrichten

Kitzrettung 2017

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Wechseln Sie zu regenerativen Energieträgern!
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