hier die Infos zur geplanten Erweiterung des Industriegebietes Klause V

Mi

04

Dez

2019

Jahresendspurt Klimawanderung Klause V

Auf der letzten Veranstaltung zeigte man die Eingriffe der Planung in der Landschaft (NABU).
Auf der letzten Veranstaltung zeigte man die Eingriffe der Planung in der Landschaft (NABU).

Zu einer erneuten Wanderung unter sachkundiger Führung laden für Sonntag den 08. Dezember um 10:00 Uhr die Gegner der Erweiterung des geplanten interkommunalen Gewerbegebietes Klause V ein. Treffpunkt ist Ecke Klauser Str. / Sattlerstr. in Lindlar Klause.

Rainer Ufer und Michael Gerhard vom NABU Oberberg erläutern die klimatischen Auswirkungen sollte das Gewerbegebiet realisiert werden. Nach den vergangenen trocknen Sommern und der Borkenkäferplage sollten die Planer  spätestens zur Einsicht kommen und die Planung einstellen.

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Do

26

Sep

2019

Klimawanderung Klause Lindlar

R. Ufer vom NABU Lindlar auf einer vorherigen Wanderung (nabu).
R. Ufer vom NABU Lindlar auf einer vorherigen Wanderung (nabu).

Zu einer weiteren Wanderung "Zum Erhalt des Klauser Waldes" lädt der NABU Lindlar mit der Interkommunalen Interessengemeinschaft am Donnerstag, dem 03.10.2019 ab 10:00 Uhr ein. Treffpunkt: Ecke Sattlerweg/Klauser Straße im Industriepark Klause. Die Wanderung dauert ca. 2 Stunden und veranschaulicht den Eingriff ins Landschaftsbild durch das geplante Gewerbe- u. Industriegebiet Klause V. Auch die Plateauhöhen und die Gebäudeoberkanten werden verdeutlicht. Die Klimaproblematik, Kaltluftströme, Grundwasserspeicher und die Versorgungsleistung des Waldes für Quellen und Bachsysteme wird besonders im Focus stehen.

Wanderführer Rainer Ufer und Michael Gerhard verdeutlichen die komplexen Zusammenhänge

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So

08

Sep

2019

Waldwanderung erfuhr viel Zuspruch

R. Ufer betont die Umweltleistung des Mischwaldes in unserer Region (mg)
R. Ufer betont die Umweltleistung des Mischwaldes in unserer Region (mg)

Der Klimawandel ist am Zustand des Waldes erkennbar!

Über 40 Teilnehmer sind auch bei der September-Wanderung am Sonntag, dem 8.9.2019 dem Aufruf der interkommunalen Interessengemeinschaft zur Wanderung durch den Klauser Wald gefolgt. Michael Gerhard vom NABU Oberberg freut sich über diesen Zuspruch: „So viele Teilnehmer bei Exkursionen sind für uns nicht selbstverständlich. Dass immer wieder neue Menschen an den Klause-Wald-Begehungen teilnehmen, zeigt uns, wie wichtig die Menschen den Schutz dieses Waldes nehmen. Und das freut uns sehr!

 

Diesmal stand die Bedeutung des Mischwalds im Fokus. Rainer Ufer vom NABU Lindlar erläuterte, was Mischwälder für Biodiversität, Klima, Sauerstoffproduktion und Wasser-Haushalt leisten: „Mischwälder sind ein Gefüge aus Bäumen, Pflanzen im Unterwuchs, Tieren und Pilzen. Die unterirdischen Pilzgeflechte, die man nicht sieht, versorgen die Bäume mit Nährstoffen und halten zusammen mit den Baumwurzeln gewaltige Mengen Wasser im Boden. Dieses Netz beeinträchtigen wir Menschen immer stärker.

 

 

 

Die Folgen sind auch im Klauser Wald zu sehen. Nicht nur die Fichten sind durch die Trockenheit schwer geschädigt, auch Eichen und Buchen zeigen Schäden durch die Trockenheit der beiden letzten Sommer. Das ist kein Zufall, sondern eine Folge des menschengemachten Klimawandels. Rainer Ufer warnt: „Der Planet schlägt zurück. Wir müssen unsere Treibhausgase und Umweltgifte sofort einschränken und um jeden Quadratmeter Wald kämpfen!

 

 

Die nächste Wanderung in den Klauser Wald findet am Sonntag, dem 6. Oktober ab 10:00 statt – ab dem gewohnten Treffpunkt Klauser Str./Sattlerweg. Die Teilnehmer dürfen sich dann auf eine Überraschung freuen, die zeigen wird, was genau die Gemeinde Lindlar im Klauser Wald plant

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Di

03

Sep

2019

Demonstrationswanderung Lindlar Klause V

Eiche mit Trockenschaden verliert Belaubung im Juli (dh)
Eiche mit Trockenschaden verliert Belaubung im Juli (dh)

Die interkommunale Interessengemeinschaft lädt ein zu einer weiteren Waldwanderung in den Klauser Wald am Sonntag, den 08. September  um 10:00  Treffpunkt ist an der Ecke Klauser Straße/Sattlerweg im bestehenden Industriegebiet Lindlar - Klause.

Bei dieser Wanderung soll im Vordergrund stehen, welchen Wert Mischwälder, wie in Klause, für den Klimaschutz haben. Heute sterben im Oberbergischen viele Fichten-Wälder wegen der klimabedingten Borkenkäfer-Kalamitäten. Mischwälder sind umso wertvoller - insbesondere als Wasserspeicher, wegen der Artenvielfalt, zur Erholung und zur Kaltluftentstehung. Aber wie reagieren solche Mischwälder, wie in Klause, auf den Klimawandel? Welche Baumarten können die vorhergesagten Temperaturerhöhungen überhaupt aushalten? Und was zeichnet die Laub- und Nadelwälder im Klauser Wald aus?
Antworten auf diese und weitere Fragen geben bei der Wanderung am 08.09. Rainer Ufer und Michael Gerhard vom NABU Oberberg.

R. Ufer erklärt den Wanderern ökologische Zusammenhänge von Wasserspeicher und Klimaschutz (mg)
R. Ufer erklärt den Wanderern ökologische Zusammenhänge von Wasserspeicher und Klimaschutz (mg)

Rainer Ufer vom NABU Lindlar erklärt die Ökosystem-Leistungen solcher Wälder für Wasser, Boden, Luft und Klima insbesondere für die Menschen.

 

Daneben werden angesprochen: Welche Pflanzenarten sind typisch im Laubwald? Wie leben und wirken Borkenkäfer? Und was sagt die Forschung zur Geschichte und Zukunft der oberbergischen Wälder in den Zeiten des Klimawandels? Antworten darauf gibt es am 08.09 bei der geführten Waldwanderung durch den von der Industriegebiets-Erweiterung bedrohten Klauser Wald.

 

Dauer: von 10:00 bis etwa 12:00
Wir erinnern an witterungsangepasste Kleidung der Wanderer.

 

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Mo

08

Jul

2019

Demonstrationswanderung Lindlar Klause V

Eichenhain im geplanten Erweiterungsgebiet (mg)
Eichenhain im geplanten Erweiterungsgebiet (mg)

Die interkommunale Interessengemeinschaft lädt ein zu einer weiteren Waldwanderung in den Klauser Wald am Sonntag, dem 14.Juli. um 10:00  Treffpunkt ist an der Ecke Klauser Straße/Sattlerweg im bestehenden Industriegebiet Lindlar - Klause.

Bei dieser Wanderung soll im Vordergrund stehen, welchen Wert Mischwälder, wie in Klause, für den Klimaschutz haben. Heute sterben im Oberbergischen viele Fichten-Wälder wegen der klimabedingten Borkenkäfer-Kalamitäten. Mischwälder sind umso wertvoller - insbesondere als Wasserspeicher, wegen der Artenvielfalt, zur Erholung und zur Kaltluftentstehung. Aber wie reagieren solche Mischwälder, wie in Klause, auf den Klimawandel? Welche Baumarten können die vorhergesagten Temperaturerhöhungen überhaupt aushalten? Und was zeichnet die Laub- und Nadelwälder im Klauser Wald aus?
Antworten auf diese und weitere Fragen geben bei der Wanderung am 14.07. Rainer Ufer und Michael Gerhard vom NABU Oberberg.

R. Ufer erklärt den Wanderern ökologische Zusammenhänge von Wasserspeicher und Klimaschutz (mg)
R. Ufer erklärt den Wanderern ökologische Zusammenhänge von Wasserspeicher und Klimaschutz (mg)

Rainer Ufer vom NABU Lindlar erklärt die Ökosystem-Leistungen solcher Wälder für Wasser, Boden, Luft und Klima insbesondere für die Menschen.

 

Daneben werden angesprochen: Welche Pflanzenarten sind typisch im Laubwald? Wie leben und wirken Borkenkäfer? Und was sagt die Forschung zur Geschichte und Zukunft der oberbergischen Wälder in den Zeiten des Klimawandels? Antworten darauf gibt es am 14.07 bei der geführten Waldwanderung durch den von der Industriegebiets-Erweiterung bedrohten Klauser Wald.

 

Dauer: von 10:00 bis etwa 12:00
Wir erinnern an witterungsangepasste Kleidung der Wanderer.

 

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Mo

10

Jun

2019

Waldwanderung Lindlar Klause V

Eichenhain im geplanten Erweiterungsgebiet (mg)
Eichenhain im geplanten Erweiterungsgebiet (mg)

Die interkommunale Interessengemeinschaft lädt ein zu einer weiteren Waldwanderung in den Klauser Wald am Sonntag, dem 16.6. um 10:00  Treffpunkt ist an der Ecke Klauser Straße/Sattlerweg im bestehenden Industriegebiet Lindlar - Klause.

Bei dieser Wanderung soll im Vordergrund stehen, welchen Wert Mischwälder, wie in Klause, für den Klimaschutz haben. Heute sterben im Oberbergischen viele Fichten-Wälder wegen der klimabedingten Borkenkäfer-Kalamitäten. Mischwälder sind umso wertvoller - insbesondere als Wasserspeicher, wegen der Artenvielfalt, zur Erholung und zur Kaltluftentstehung. Aber wie reagieren solche Mischwälder, wie in Klause, auf den Klimawandel? Welche Baumarten können die vorhergesagten Temperaturerhöhungen überhaupt aushalten? Und was zeichnet die Laub- und Nadelwälder im Klauser Wald aus?
Antworten auf diese und weitere Fragen geben bei der Wanderung am 16.6. Rainer Ufer und Michael Gerhard vom NABU Oberberg.

R. Ufer erklärt den Wanderern ökologische Zusammenhänge von Wasserspeicher und Klimaschutz (mg)
R. Ufer erklärt den Wanderern ökologische Zusammenhänge von Wasserspeicher und Klimaschutz (mg)

Rainer Ufer vom NABU Lindlar erklärt die Ökosystem-Leistungen solcher Wälder für Wasser, Boden, Luft und Klima insbesondere für die Menschen.

 

Daneben werden angesprochen: Welche Pflanzenarten sind typisch im Laubwald? Wie leben und wirken Borkenkäfer? Und was sagt die Forschung zur Geschichte und Zukunft der oberbergischen Wälder in den Zeiten des Klimawandels? Antworten darauf gibt es am 16.6. bei der geführten Waldwanderung durch den von der Industriegebiets-Erweiterung bedrohten Klauser Wald.

 

Dauer: von 10:00 bis etwa 12:00
Wir erinnern an witterungsangepasste Kleidung der Wanderer.

 

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Mo

06

Mai

2019

Wanderung durch Klause V

Rainer Ufer erläuterte die vielfältigen "Ökosystem-Leistungen" des Waldes (NABU O)
Rainer Ufer erläuterte die vielfältigen "Ökosystem-Leistungen" des Waldes (NABU O)

Trotz regnerischem und kühlen Wetter – fast 50 Teilnehmer versammelten sich am 5. Mai um 10:00 zu einer Wanderung durch den Klauser Wald, der von der Gewerbegebietserweiterung bedroht ist.

Eingeladen hatte die „Interkommunale Interessengemeinschaft für den Erhalt des Waldgebiets Klause V“, um deutlich zu machen, welchen Wert solch ein Waldgebiet für den Wasserhaushalt, das Landschaftsbild, die Ökologie und den Klimaschutz hat. Auf die Leistungen eines Waldes einmal mehr hinzuweisen scheint nötig: Denn die Politik plant Enteignungen, die nur zulässig sind zur Durchsetzung von Allgemeinwohlinteressen. Bei der „Wanderung für das Allgemeinwohl“ wollte die Interessengemeinschaft zeigen, was dem Allgemeinwohl wirklich dient, nämlich ein intaktes Waldgebiet!

Steinbrüche sind vielfältige Lebensräume für spezialisierte Arten ( NABU TMC)
Steinbrüche sind vielfältige Lebensräume für spezialisierte Arten ( NABU TMC)

Rainer Ufer und Michael Gerhard vom NABU zeigten der Wandergruppe u.a. die artenreichen Laubwälder und den Steinbruchbereich, mit seinen spezialisierten Pflanzen. „Wälder sind die größte Photovoltaik-Anlage der Welt – wir alle hängen von ihren Produkten ab – besonders vom Sauerstoff!“ verdeutlichte R. Ufer eine der „Ökosystem-Leistungen“ des Waldökosystems.

Im Steinbruch inmitten des Waldgebietes liegen nasse und extrem trockene Lebensräume nur wenige Meter voneinander entfernt – eine Folge der kaum vorhersagbaren Grundwasser-Ströme. Und über die Folgen des geplanten Baugebiets für Grundwasser und Bäche wurde intensiv diskutiert. Anwohner berichteten über versiegte Brunnen schon wegen kleiner Bauarbeiten. Da drängt sich auf, dass das geplante große Baugebiet massiv in den Wasserhaushalt eingreifen wird, mit Austrocknung des Horpebaches einerseits und viel zuviel Wasser im Weyerbach. Ohne Wasserspeicherung durch den Wald und bei den zukünftig allgemein erwarteten Extrem-Regen waren sich viele Wanderer sicher: Die Gewerbegebietsplanung wird früher oder später zu Überschwemmungen bis ins Zentrum von Lindlar führen.

Insekten zeigten sich am 5. Mai (bei weniger als 10°C) nicht, aber die artenreiche Schmetterlings-Fauna des Klauser Waldes war dennoch Thema bei der Wanderung. Deutlich über 50 Schmetterlingsarten der Roten Listen und Vorwarnliste kommen im Klauser Wald vor, was die Erwartungen der Fachleute erheblich übertrifft. Die bisherige Gewerbegebietsplanung unterschätzt die ökologische Bedeutung dieses Waldgebietes deutlich.

Am Ende der 2-stündigen Wanderung war eines klar: Artenvielfalt, Landschaftsbild, Wasserhaushalt und Klima-Schutz: Der Klauser Wald liefert heute sehr viel für das Allgemeinwohl. Leistungen, die unterschätzt werden. Sonst würde im Lindlarer Gemeinderat über das Gewerbegebietsprojekt sicher ganz anders diskutiert!

 

 

 

 

 

Die nächste Wanderung durch den Klauser Wald soll im Juni 2019 stattfinden – dann hoffentlich bei angenehmerem Wetter.

 

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Fr

28

Dez

2018

Klause V - NABU Oberberg nimmt Stellung

Mischwald im geplanten Baugebiet Klause 5 – wieso muss er nur zur Hälfte ausgeglichen werden? Foto: NABU Oberberg
Mischwald im geplanten Baugebiet Klause 5 – wieso muss er nur zur Hälfte ausgeglichen werden? Foto: NABU Oberberg

 

NABU Oberberg nimmt ausführlich Stellung und übt Kritik an der Planung für Klause 5

 

Am Donnerstag dem 20.12. endete die Frist für Stellungnahmen zur Bauleitplanung für das Industrie- und Gewerbegebiet Klause 5. Sicher hätten viele Lindlarer Bürger kurz vor dem Weihnachtsfest lieber besinnlicheres gemacht. Aber angesichts der Frist für Stellungnahmen zu Klause 5 haben sicher etliche Einwender erst spät am Donnerstag ihre Stellungnahme in den Briefkasten am Lindlarer Rathaus-Eingang geworfen. So wie auch der NABU Oberberg.

 In seiner 19seitigen Stellungnahme bringt der NABU etliche Bedenken gegen die Pläne vor und fordert deren Einstellung. Die Hauptargumente sind:

 

  • eine Vielzahl von seltenen Arten zeigt, dass das Waldgebiet ökologisch viel wertvoller ist, als dies die Planunterlagen annehmen. Dass der NABU im Klauser Wald schon im Herbst 2017 seltene Schmetterlinge nachwies, hat die Planer nicht beeindruckt. Für die in der Erstuntersuchung des NABU gefundenen Rote Liste-Arten hat man einen Ausgleich beschrieben, wo immer der auch konkret geplant sein mag. Aber das geht an der NABU-Forderung völlig vorbei: „Wir wollen nicht für 'Jedes Tierchen sein Pläsierchen' – wir wollen endlich eine ehrliche ökologische Gesamtbewertung!“ sagt Michael Gerhard vom NABU Oberberg-Kreisvorstand. Genau das wurde bislang verweigert. Der ökologische Wert des Waldgebietes wurde in der neuen Planfassung sogar noch geringer eingestuft, als in den Entwürfen von 2017!
    In seiner Stellungnahme legt der NABU Oberberg weitere Daten zur Schmetterlingsfauna vor: Insgesamt 50 Schmetterlingsarten der Roten Listen und Vorwarnlisten kommen im Klauser Wald vor, was die Erwartungen der Erstuntersuchung aus den Herbst 2017-Erfassungen erheblich übertrifft. Das zeigt, dass das Waldgebiet ökologisch deutlich unterschätzt wird.
Der Eichenbusch-Ringelfleckspanner - im Bergischen Land 'vom Aussterben bedroht' – kommt im Klauser Wald vor. Foto: Heidrun Melzer
Der Eichenbusch-Ringelfleckspanner - im Bergischen Land 'vom Aussterben bedroht' – kommt im Klauser Wald vor. Foto: Heidrun Melzer

 

  • durch die geplante Kanalisierung aller Niederschläge aus dem heutigen Waldgebiet heraus verliert der Horpebach etwa 20 % seines Einzugsgebietes. Das wird der kleine Bach ebensowenig verkraften können, wie der Weyerbach, der nach den Plänen zusätzlich etwa 100.000 m³ pro Jahr aufnehmen müsste, die ihm künstlich zugeführt werden sollen. In den Planunterlagen findet sich weder zum Wasserschwund im Horpebach, noch zum Wasserüberschuss im Weyerbach eine Aussage. Der Weyerbach fließt in den Lennefer Bach, der im Lindlarer Ortszentrum verrohrt ist. Kann diese Verrohrung große Starkregen im künstlich vergrößertem Einzugsgebiet überstehen? Auch dazu kein Wort in den Plänen!

  • durch die geplante Bauleitplanung sollen über 23 ha Wald vernichtet werden. Es wurden aber nur etwa 11 ha neuer Wald aufgeforstet – und dabei soll es auch bleiben! Lindlar will eine Regelung nutzen, die nur für besonders waldreiche Gemeinden gilt, was Lindlar gar nicht ist. In einer besonders waldreichen Gemeinde reicht bei Waldverlusten eine Aufwertung von vorhandenem Wald oft als Ausgleich aus, in anderen Gemeinden muss aber Wald neu aufgeforstet werden - im gleichen Umfang wie er verloren geht. Lindlar will sich diesen Bonus über die interkommunale Zusammenarbeit mit dem besonders waldreichen Engelskirchen verschaffen aufgrund eines Vertrages von 2009 mit dem Forstamt, den sonst niemand kennt. Dabei ist diese Zusammenarbeit derzeit weder in der Engelskirchener, noch in der Lindlarer Politik beliebt. Doch dieser Trick ist für die Planer nützlich: Auf Lindlarer Gemeindegebiet gehen etwa 23 ha Wald verloren, aber nur etwa 11 ha wurden neu aufgeforstet - unter dem Strich gehen also etwa 11 ha Wald in Lindlar verloren, aber in Engelskirchen wird kein Quadratmeter Wald aufgewertet.
    Nochmal zur Verdeutlichung: Wenn statt des geplanten 23 ha „interkommunalen“ Waldverlustes in Lindlar sowohl die Gemeinde Lindlar, als auch die Gemeinde Engelskirchen je 11,5 ha Waldverlust auf ihren Gemeindegebieten planen würden, müsste Lindlar mindestens 11,5 ha Wald neu aufforsten (eher 15 ha) und Engelskirchen müsste mindestens 11,5 ha (eher 15 bis 20 ha) schon vorhandenen Wald ökologisch aufwerten. So bleibt es bei nur etwa 11 ha Neu-Aufforstung für etwa 23 ha Waldverlust!
    Merke: Wenigstens bei der forstrechtlichen Kompensation lohnt sich also die interkommunale Zusammenarbeit! Michael Gerhard vom NABU Oberberg „
    Ein mieser Taschenspielertrick auf Kosten des Lindlarer Waldes! Wir können nicht verstehen, dass das Forstamt in Gummersbach solche Tricks mitmacht.

  • und schließlich fehlt es angesichts des ökologischen Schadens von 23 ha Waldverlust an einem hinreichenden Bedarf: Für die Firmen, die wirklich nach Bauland suchen, lassen sich auch andere, weniger empfindliche Flächen finden. Rainer Ufer vom NABU Lindlar: „Einen so großen und für Natur, Klima, Wasser und Erholung wichtigen Wald zu zerstören, nur damit Firmen aus den Ballungsräumen angelockt werden können – das können wir als Naturschutzverein nicht akzeptieren!

 

Der NABU Oberberg hofft jetzt auf ein Einsehen des Lindlarer Rates.

Stellungnahme des NABU Oberberg zu Klause 5
NABU_Stellungnahme_Klause5_fin.pdf
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Di

18

Dez

2018

Naturschutzbeirat für Erhalt des Waldgebietes Klause

Eichenwald soll erhalten werden statt neuer Gewerbeflächenerschließung (r.ufer)
Eichenwald soll erhalten werden statt neuer Gewerbeflächenerschließung (r.ufer)

In seiner letzten Sitzung im Jahr 2018 appelliert der Naturschutzbeirat im Oberbergischen Kreis für den Erhalt des Waldgebietes statt Gewerbeflächen Klause V in Lindlar.

Der Beschluss:

"Der Naturschutzbeirat weist im Zusammenhang mit der Auseinandersetzung um die Erhaltung des Waldes Klause V in Lindlar auf seinen „Appell gegen den Landschaftsverbrauch im Oberbergischen Kreis“ vom 22. 12. 2012" hin:

"Flächen und Böden im Oberbergischen Kreis sind eine wertvolle, begrenzte und nicht vermehrbare Ressource. Mit einem sorgsamen Umgang mit den freien Flächen und Böden nehmen wir unsere Verantwortung wahr, dass die zukünftigen Generationen als natürliche Lebensgrundlage, als Raum für Natur, Landwirtschaft und als Chance für Gestaltungsideen in der Zukunft erhalten bleiben."

 

Das geplante Industrie- und Gewerbegebiet Klause V, besteht im Wesentlichen aus dem etwa 25 ha großen geschlossenen Waldgebiet „Auf der Platte“. Der Naturschutzbeirat spricht sich wegen der ökologischen Wertigkeit, seiner Trittstein – Funktion zum benachbarten Naturschutzgebiet „Felsental“, sowie seinen Ökodienstleistungen wie Wasser- und CO2 Speicher und seiner Bedeutung für eine nachhaltige Forstwirtschaft für den Erhalt des Waldes aus"

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So

07

Okt

2018

Viele Teilnehmer bei Ökologischer Waldwanderung in Lindlar

R. Ufer vom NABU erläutert die ökologischen Zusammenhänge ( NABU hs)
R. Ufer vom NABU erläutert die ökologischen Zusammenhänge ( NABU hs)

Über 30 Teilnehmer trotz mittelmäßigem Wetter – die Wald-Wanderung durch das geplante Gewerbegebiet „Klause 5“ am Sonntag morgen war gut besucht. Rainer Ufer vom NABU Lindlar konnte sogar Teilnehmer aus Köln begrüßen; offenbar interessiert die geplante Vernichtung von etwa 25 ha Wald auch Menschen aus der Domstadt.

Rainer Ufer erklärte den Interessierten die Funktionen der unterschiedlichen Stockwerke des Waldes: vom Wurzelraum mit seiner Wasserspeicher-Funktion bis zur Wipfel-Region. „Jede Etage spielt eine Rolle für das Ökosystem!“ so R. Ufer. „Und erst wenn ein Wald weg ist, wird deutlich, was er bisher geleistet hat – z.B. zur Wasser-Rückhaltung.“

Gruene Eicheneule Griposia_aprilina (Foto: Dr Joachim Rutschke )
Gruene Eicheneule Griposia_aprilina (Foto: Dr Joachim Rutschke )

Auch Fichtenforste spielen gerade bei der Niederschlags-Rückhaltung, aber auch als Biotop für einige Brutvögel eine Rolle. Dass es viele Fichten-Forste im Klauser Wald gibt, die Naturschützer zwiespältig sehen, machte die Wald-Wanderung ebenso deutlich, wie die Existenz ökologisch wertvoller Laubwälder dort: „Inzwischen wurden über 25 Schmetterlingsarten der Roten Liste nachgewiesen in diesen 25 ha Wald. Das ist ein wertvolles Gebiet für den Naturschutz – natürlich insbesondere wegen der vielfältigen Laubwälder. Und das muss auch die Lokalpolitik bald einsehen!“ so Rainer Ufer.

 

 

 

Der Sommer 2018 mit seinen extrem geringen Niederschlägen hat den oberbergischen Wäldern schwer zugesetzt. Heute ist es an der Zeit, um jedes Waldgebiet zu kämpfen. Weil unsere Wälder wertvoll und unverzichtbar sind für den Klimaschutz, den Wasser-Rückhalt, für Erholung und die Erhaltung der Artenvielfalt. Der Klauser Wald, der jetzt durch die Gewerbegebietsplanung bedroht wird, ist dafür das beste Beispiel. 

 

 

 

Viele Teilnehmer der Wanderung waren verblüfft, was solch ein Wald alles leistet. Der NABU wird weiter ähnliche Exkursionen durchführen, um den Wert der Wälder - nicht nur des Klauser Waldgebietes - zu verdeutlichen.  

 

 

 

Der NABU ist Mitglied bei der 'Interkommunalen Interessengemeinschaft zum Erhalt des Waldgebiets Klause'. Auch viele Bürger lehnen die Waldvernichtung ab. Am Freitag konnte die Interessengemeinschaft fast 2.000 Unterschriften gegen die Planung an Lindlars Bürgermeister übergeben. Etwa 90 % der von uns angesprochenen Bürger lehnen die Rodung des Waldes und damit das Gewerbegebiet Klause 5 ab.

 

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Brennnessel 2019

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