Aktuelles vom NABU Oberberg

Di

07

Aug

2018

Stellenausschreibung LeiterIn BSO und BSRB

Die Stelle der Leiterin/des Leiters der Biologischen Station Oberberg (BSO) und der Biologischen Station Rhein-Berg (BSRB) ist vakant und wird neu besetzt.

 

Der NABU Oberberg ist Mitglied im Trägerverein der BSO und möchte in dieser Funktion die Veröffentlichung der Stellenausschreibung unterstützen!

 

Sie finden die Stellenausschreibung im unten stehenden Download Feld.

Stellenausschreibung Leiterin/Leiter BSO und BSRB
Stellenausschreibung_Geschäftsführung_
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Der frühere Leiter der Biologischen Stationen, Frank Herhaus, widmet sich jetzt in der Kreisverwaltung neuen Aufgaben. Einen umfassenden Artikel hat Frau Rechenberger hier veröffentlicht: Artikel im Lokalanzeiger

Sa

04

Aug

2018

Hitze und Trockenheit gefährden die Bewohner der oberbergischen Bäche

Schalen vom Edelkrebs (hu)
Schalen vom Edelkrebs (hu)

Vor kurzem erreichte uns ein Hilferuf aus der Gemeinde Engelskirchen. Kinder hatten im fast ausgetrockneten Bachbett des Kaltenbaches tote Fische und Krebse gefunden. Kann man etwas tun? war die Frage an uns.

In einem gemeinsamen Termin mit Anglern und der Biostation Oberberg haben wir uns ein Bild gemacht. So dramatisch wie befürchtet war die Lage nicht. Dennoch sind bei der aktuellen Trockenheit und Hitze die Fische und Edelkrebse in den Bächen gefährdet.

nahezu ausgetrocknetes Bachbett (hu)
nahezu ausgetrocknetes Bachbett (hu)

Aus diesem Grund möchten wir dringend bitten, Entnahmen aus Gewässern zu vermeinden. Hier kann der Verzicht helfen, die Bäche fließfähig zu halten.

Derzeit werden die Edelkrebse ja schon von invasiven Arten und der Krebspest bedroht. Hier kümmert sich das Edelkrebsprojekt NRW schon sehr. Die Belastungen durch Hitze und ausbleibenden Regen werden ja hoffentlich bald gemildert.

Mi

01

Aug

2018

NABU lobt Denkansätze zu Klause 5

Wasserspeicher, Klimaregulierer, Erholungsgebiet,der Wald (Bild: Ufer)
Wasserspeicher, Klimaregulierer, Erholungsgebiet,der Wald (Bild: Ufer)

Allerdings halten wir die Ökologisierungsvorschläge die derzeit gemacht werden für unzureichend! Das erscheint uns eher als Kosmetik!

Die Lindlarer CDU hat die ökologischen Risiken des geplanten Industrieparks Klause 5 im Waldgebiet "Auf der Platte" erkannt. Dafür gebührt ihr zunächst Zustimmung und Dank. Die Vorschläge der CDU Lindlar sind auch die erste Anerkennung und Reaktion auf die Kritik des NABU an dieser Planung aus der Politik. "Bisher haben wir da wenig gehört. Dass man auf unsere Kritik jetzt mit neuen Denkansätzen reagiert, ist ja schon mal was." sagt Michael Gerhard, Vorstandsmitglied des NABU Oberberg.

 

Aber die angedachten Verbesserungs-Maßnahmen wie Mini-Windräder, Dach- und Fassadenbegrünung, neues Regenwasser-Konzept mit Verrieselung ändern nichts an dem großen und weitreichenden ökologischen Schaden, den das Baugebiet mitten im Wald hervorrufen würde, wenn es realisiert wäre.

Auch ein noch so begrüntes und verrieseltes Gewerbegebiet kann ökologisch, zur Wasser-Rückhaltung und für das Klein-Klima bei Weitem nie so wertvoll werden, wie der Wald, den es vernichtet hat, schon lange ist. Denn: Begrünung und Verrieselung auf Randflächen fallen gegenüber dem Verlust vieler Hektar lebendiger und wasserspeichernder Waldflächen nicht ins Gewicht. "Das ist Grün-Kosmetik" sagt Michael Gerhard "Ein richtiger Ansatz, aber es bleibt Kosmetik, wenn dafür vorher ein ganzer Wald geopfert wird."

 

Das Waldgebiet "Auf der Platte" leistet heute um Dimensionen mehr zur Regenwasser-Rückhaltung, als es auch ein noch so ausgeklügeltes Kanalsystem leisten könnte! Ebenso hoch sind die weiteren "Ökosystemleistungen" dieses Waldes für Artenvielfalt, Kleinklima und Erholung einzuschätzen. Rainer Ufer vom NABU Lindlar: "Was der Wald heute schon leistet, sieht niemand. Windschutz, Klimaschutz, Wandergebiet - das wird alles als selbstverständlich hingenommen. Aber sobald der Wald erst weg ist, wird sich vieles ändern. Begrünung und neues Kanalsystem können dann nicht mehr viel ändern."

Der NABU ist sehr für Photovoltaik auf Gewerbe- und Industrie-Gebäuden, aber auch jeder Gewerbetreibende sollte PV-Anlagen auf seinen Dachflächen einplanen - insbesondere aus betriebswirtschaftlichen Gründen, denn das rechnet sich sehr gut! Klein-Windkraftanlagen sind aber vom Kosten-Nutzen-Faktor ungünstig - damit kann man in Deutschland keinen ökologisch denkenden Menschen hinterm Ofen hervorlocken!

Dennoch lobt der NABU die Lindlarer CDU für ihre Vorschläge zur erneuerbaren Energiegewinnung in Gewerbegebieten. Michael Gerhard: "Das hätten wir uns alles für die schon bestehenden Baugebiete in Klause gewünscht! Das wäre eine Aufgabe für die Lokalpolitik! Aber im Waldgebiet ist das alles kein Argument!"

 

Rainer Ufer bringt die Position der Naturschützer auf den Punkt: "Gut gemeint, aber bei einem ökologischen Totalschaden, der sich auch noch weit im Umkreis auswirkt, bringen kleine Reparaturen daher nichts. Die Natur und die Menschen brauchen Schutz und Vorsorge für die ökologischen Leistungsträger, die heute schon da sind und wirken, wie den Wald "auf der Platte"! Hilfsweise Reparaturen im Klein-Klein, wenn alles weg ist, das brauchen wir nicht!"

 

Für den NABU Oberberg ist nach wie vor klar, dass das geplante Baugebiet "Klause 5" der größte Eingriff in Oberbergs Natur seit 20 Jahren wäre. Der großflächige Waldverlust, die Vernichtung von Wasserspeicher-Flächen, von Erholungsraum für die Menschen und von Lebensraum für seltene Tierarten sind für diese Wertung Beweis genug!

Sa

21

Jul

2018

Heu 2018 erste Rundballen verlassen das NABU Lager

DIe Heuwerbung 2018 ist nahezu abgeschlossen. Die ersten Pferdehalter haben zum Teil schon Ballen direkt von den Heuwiesen abgeholt. Nun haben die ersten Rundballen das NABU Lager verlassen und treten ihre Reise durch das Bergische Land an. Wie erwartet ist auch in diesem Jahr die Nachfrage nach gutem Magerwiesenheu größer als das Angebot.

So

15

Jul

2018

Wanderung durch Klause 5, Artenvielfalt in Gefahr

Viele interessierte Bürger nutzten die Gelegenheit, sich vor Ort ein Bild zu machen, wo die Natur dem Gewerbe weichen soll (Bild NABU).
Viele interessierte Bürger nutzten die Gelegenheit, sich vor Ort ein Bild zu machen, wo die Natur dem Gewerbe weichen soll (Bild NABU).

 

NABU zeigte, was verloren gehen soll: Wald, Artenvielfalt, Landschaft!

 

Fast 2 Stunden dauerte die Wanderung durch das geplante Gewerbegebiet, um aufzuzeigen, wie wertvoll die ökologischen Gesamtzusammenhänge für Menschen sowie für Flora und Fauna im Besonderen sind. Etwa 80 Bürger wanderten mit – viele mit ihren Kindern.

 

 

 

Alter, lichter Eichenbestand im Planungsgebiet Lindlar (Bild: R. Ufer).
Alter, lichter Eichenbestand im Planungsgebiet Lindlar (Bild: R. Ufer).

Der NABU wollte mit dieser Wanderung zeigen, dass der Verlust eines solchen Waldgebietes nicht ohne Folgen bleiben wird. Artenvielfalt, Boden, Wasserhaushalt, Lokalklima und Erholungssuchende werden Nachteile haben, wenn das geplante Baugebiet umgesetzt würde. Aber der NABU hofft nach wie vor auf ein Einsehen des Lindlarer Rates!

 

Rainer Ufer konnte den Wanderern erklären, dass selbst ein Fichtenforst wertvoll ist für die Speicherung von Niederschlägen und damit für die Rückhaltung von Extrem-Hochwässern, wie sie kürzlich unterhalb des schon bestehenden Gewerbegebietes auftraten. Wer heute diese Rückhaltefunktionen leichtfertig übergeht, wird den von Überschwemmungen betroffenen Bürgern morgen einmal mehr versprechen müssen „sich Gedanken zu machen“!

Auch der Fichtenbestand sorgt für einen ausgeglicheneren Grund- und Oberflächenwasserhaushalt (Bild: NABU).
Auch der Fichtenbestand sorgt für einen ausgeglicheneren Grund- und Oberflächenwasserhaushalt (Bild: NABU).

Die artenreichen Laubwälder „Auf der Platte“ sind zudem ökologisch wertvoll für zahlreiche Artengruppen. Die Schmetterlinge, die der NABU Oberberg untersucht hatte, sind nur ein Beispiel für die „Biodiversität vor der Haustür“!

 

Solche Naturgebiete sind wertvoll für die Menschen, für die Erholung und für die Besinnung!

 

Ob die Fahrradfahrer, die der Wander-Gruppe im geplanten Baugebiet am Sonntag-Vormittag begegnet sind, das wohl auch so sehen?

 

Wir glauben ja! Und auch deswegen kämpfen wir weiter für den Erhalt dieses Waldgebietes!

(UH)

 

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