Archiv 2013

Mo

16

Dez

2013

Stunde der Wintervögel 2014

Hausspatz ( Delpho)
Hausspatz ( Delpho)

Vögel zählen macht Spass! Vom 03. bis 06. Januar können Sie mitmachen!

Im Mittelpunkt der „Stunde der Wintervögel“ stehen die uns vertrauten und oft weit verbreiteten Vogelarten. Wo kommen Sie vor, wo sind sie häufig und wo selten geworden, wie wirkt sich der Klimawandel auf die Wintervögel aus? Je genauer wir über solche Fragen Bescheid wissen, desto besser können wir für den Schutz der Vögel arbeiten. Mitmachen lohnt sich also und man muss keine weiten Wege zurücklegen oder Experte sein: Interesse an der Vogelwelt und eine Stunde im eigenen Garten reichen aus!

Wacholderdrossel ( Jacobs)
Wacholderdrossel ( Jacobs)

Neben den „Standvögeln“, die das ganze Jahr über bei uns bleiben, lassen sich oft zusätzliche Wintergäste beobachten, die aus dem noch kälteren Norden und Osten nach Mitteleuropa ziehen. Bei Nahrungsengpässen tauchen in manchen Wintern in riesiger Zahl auch Invasionsvögel wie Seidenschwanz, Erlenzeisig oder Bergfink auf. Ob auch in diesem Winter solche Arten im Oberbergischen nachgewiesen werden? An der „Stunde der Wintervögel“ 2013 hatten im Oberbergischen rund 250 Teilnehmer über 7.500 Vögel bestimmt. Typische Vogelarten der Siedlungen waren naturgemäß dabei auch im Oberbergischen auf den vordersten Plätzen: Haussperling, Kohlmeise, Blaumeise und Amsel. Aber es wurden auch echte Seltenheiten entdeckt, wie Kolkrabe, Nebelkrähe und Mittelspecht! Für 2014 hofft der NABU Oberberg, dass mehr als 300 Menschen mitmachen. Je mehr, desto bessere Vergleiche erlaubt die Zählung!

Rotkehlchen ( R. Jacobs)
Rotkehlchen ( R. Jacobs)

Die Teilnahme ist auf verschiedenen Wegen möglich:

Unter den Teilnehmern im Oberbergischen Kreis verlost der NABU Oberberg 3 Buchpreise. Interesse? Dann schicken Sie uns eine Kopie Ihrer Zählergebnisse per eMail oder Post in unsere Geschäftsstelle (NABU Oberberg, Schulstr. 2, 51674 Wiehl / info@nabu-oberberg.de)

Mo

16

Dez

2013

Jahresbericht 2012/ 2013 online

Zum Abschluss des Jahres 2013 möchten wir Ihnen gern unseren Jahresbericht 2012/13 zur Verfügung stellen. Sie finden diesen hier.

Mo

09

Dez

2013

Weihnachtsmarkt Wiehl - Heusuppe, Nisthilfen und Apfelpunsch

NABU Stand in der Aufbauphase
NABU Stand in der Aufbauphase

Nach einem Auftakt mit Schneegestöber fand der obebergische Wettergott das Regenwetter doch angebrachter für den Wiehler Weihnachtsmarkt. Am Stand des NABU-Oberberg gab es einiges zu sehen und zu kosten.

Der Arbeitskreis Vogelschutz bot selbstgebaute Nisthilfen für diverse Vogelarten an. Hier konnte man vom Meisenkasten bis zum Fledermausquartier die ganze Vielfalt endecken. Highlight war sicher aber die Präsentation des NABU Kleintierheus.

Stand mit Besetzung
Stand mit Besetzung

Hier wurde das Heu erstmals in der Öffentlichkeit vorgestellt und fand guten Absatz.

Kosten konnten die Besucher des Marktes auch eine Heusuppe. Hier waren viele Besucher zunächst einmal doch recht irritiert, "Heusuppe, schmeckt die denn?" war eine vielgestellte Frage am Stand. Doch diejenigen die probierten, bescheinigten uns den guten Geschmack. Die Basis der Suppe war ein Sud aus abgekochtem Kräuterheu das der NABU im Sommer von ausgewählten Wiesen eingelagert hat.
Auch der Apfelpunsch mit und ohne "Umdrehungen" fand bei dem gemischten Wetter guten Anklang. Hier waren die Zutaten mit Bio Apfelsaft, gutem Weisswein und einem Schuss Calvados zuständig für die Geschmacksexplosion auf der Zunge.

Di

03

Dez

2013

Kleintierheu - Verpackungsarbeiten beginnen

Aufkleber anbringen (HU)
Aufkleber anbringen (HU)

Heute begannen die Verpackungsarbeiten für unser Heuprojekt! Am Standort Bomig der Behindertenwerkstätten Oberberg wurden die ersten Mitarbeiter mit dem neuen Produkt vertraut gemacht. Die ersten großen Rundballen wurden morgens angeliefert. Dann begannen die logistischen Feinheiten. Wer macht was? Bilden wir Stationen? Wer steht an welcher Station? All diese Fragen galt es zu klären. Auch die Aufkleber mussten erst angebracht werden.

dier ersten fertigen Verpackungen (HU)
dier ersten fertigen Verpackungen (HU)

Dann ging es weiter in der Logistikfrage.... Wo ist die Waage? Wieviel Heu muss denn eingepackt werden? "Wir packen mindestens 1000g Heu in die Verpackung, nicht weniger, eher ein wenig mehr" sagte Werner Utsch vom NABU Vorstand den Mitarbeitern. "Das riecht aber frisch, wie auf einer Wiese" kam seitens der Mitarbeiter der BWO. Aber nun weiter mit der Verpackung. Es wurden Stationen eingerichtet. Hier wird geklebt, hier abgewogen, hier verpacken wir dann das Heu in die Tüten. Gegen Mittag konnte man schon den Fortschritt deutlich erkennen, "hier wurde aber geklotzt und nicht gekleckert" freute sich Uwe Hoffmann von der NABU Geschäftsstelle als er in der Mittagszeit vorbei schaute.

Die ersten fertigen Heupackungen für Kleintiere kann man am kommenden Wochenende in Wiehl auf dem Weihnachtsmarkt am NABU Stand erwerben.

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So

01

Dez

2013

Oberberger Energiewendefreunde in Berlin

Aufruf zur Wende in Berlin
Aufruf zur Wende in Berlin

16.000 Demonstranten aus dem ganzen Bundesgebiet wandten sich bei einer bunten und fröhlichen Demonstration am Samstag, dem 30.11. in Berlin gegen die Energiepläne der Großen Koalition, die zum Abwürgen der Energiewende zugunsten von Kohle- und Atomkraftlobby führen würden.

Mit dabei waren auch über 30 Oberbergische Energiewende-Freunde, die sich schon am frühen Morgen (4 Uhr 30 !) per Bus auf den Weg nach Berlin gemacht hatten, um zu zeigen, dass auch dort, wo keine Atomkraftwerke und Kohlekraftwerke vor der Tür stehen, Protest gegen die Verzögerung der Energiewende und das Hätscheln der Energiekonzerne lebt. Und die Oberberger Demonstranten schafften es sogar kurz ins ZDF heute journal (bei 1'40'' der Sendung).

Klimabündnis Aktive ( M.Kaufmann)
Klimabündnis Aktive ( M.Kaufmann)

Eines ist an diesem Samstag ganz deutlich geworden: Die Bevölkerung will die Energiewende deutlich schneller als CDU und SPD. Und die Menschen wollen nicht, dass gefährliche Atomkraftwerke und Kohle-CO2-Schleudern subventioniert und vor der Konkurrenz der Erneuerbaren geschützt werden. Dass die großen Energieerzeuger sich ihr Geschäft mit Kohle und Atom nicht kaputt machen lassen wollen, damit war zu rechnen. Nicht aber mit dem Einknicken der großen Volksparteien vor dieser Lobby! Die Energiewendefreunde aus dem Oberbergischen wollen nun auch hier im Kreis ihre Arbeit für die Energiewende und gegen die fossilen Energieträger verstärken, damit CDU und SPD einsehen, dass die rückwärtsgewandten Energiepläne nicht durchsetzbar sind.

Fr

22

Nov

2013

Energiewende - Zeichen setzen in Berlin

Sonne und Wind statt Fracking, Kohle und Atom! Von Oberberg zur Demo am 30. 11.2013 in Berlin Die Energiewende ist eine riesige Chance, beim Klimaschutz ernst zu machen, Atomkraft abzuschalten und für eine Energieversorgung in Bürgerhand zu sorgen. - Damit die Energiewende auch unter einer großen Koalition weiter geht, - damit die trotz ständig steigender Stromexporte auf Hochtouren laufenden Atomkraftwerke Zug um Zug abgeschaltet werden,

Demo in Berlin
Demo in Berlin

- damit keine neuen Kohlekraftwerke gebaut werden, sondern B

raunkohle-Tagebaue beendet werden, - damit bei Energiesparen und Energieeffizienz endlich ernst gemacht wird und - damit die zukünftige Energieversorgung auf erneuerbare Füße gestellt wird, wollen auch Oberberger in der Bundeshauptstadt demonstrieren. Und zwar mit einem ganzen Bus voll Energiewende-Freunde. Das Bündnis "Oberberger gegen Atom" und das "Klimabündnis Oberberg" rufen auf zur Demonstration am 30.11. in Berlin. Wir müssen auf 100 Prozent Erneuerbare Energien umsteigen – dezentral und in Hand der Bürger/innen! Deshalb rufen fahren wir per Bus in die Bundeshauptstadt - fahr mit, etwa 25 Sitzplätze sind noch frei! Hinfahrt:

Bergneustadt Spk. Haupteingang Abfahrt: 4.00 Uhr

Dieringhausen Bhf Abfahrt: 4.30 Uhr

Gummersbach Bhf Abfahrt: 4.45 Uhr

Meinerzhagen Stadthalle Abfahrt: 5.15 Uhr

Lüdenscheid Mitte Pendlerparkplatz Abfahrt: 5.30 Uhr

 

Rückfahrt: Berlin Abfahrt: 17.00 Uhr

Bergneustadt Ankunft: etwa 24 Uhr

Die Zustiegsorte werden anschließend in umgekehrter Reihenfolge angefahren.

Anmeldung erbeten über: energiewende@klimabund-oberberg.de oder per Telefon: 0152/25984991

_____________________________________

Ablauf der Demonstration in Berlin:

13.00 Uhr Auftaktkundgebung Washingtonplatz am Hauptbahnhof

13.30 Uhr Demo & Umzingelung des Kanzleramts

15.00 Uhr Abschlusskundgebung Washingtonplatz

16.00 Uhr Ende der Veranstaltung

Di

19

Nov

2013

Energiewende retten - Demo in Berlin am 30.11

Am 30.11 findet in Berlin eine Großveranstaltung zur Rettung der Energiewende statt. in den laufenden Koaltionsgesprächen zeichnet sich wieder eine Tendenz zur Unterstützung der Energieriesen ab. Auch die Ankündigung von RWE jetzt massiv Stellen streichen zu wollen kommt ja gerade "rechtzeitig". Das Klimabündnis Oberberg ruft zur Teilnahme an der Veranstaltung auf. Ein Bus wird ab Bergneustadt / Gummersbach mit verschiedenen Haltepunkten fahren.

Die Zeiten:

Bergneustadt Spark. Haupteingang: 04.00 Uhr
Dieringhausen Bhf: 04.30 Uhr
Gummersbach Bhf: 04.45 Uhr
Meinerzhagen Stadthalle: 05.15 Uhr
Lüdenscheidt Mitte Pendlerparkplatz: 05.30 Uhr
Kosten 15/30 Euro im Bus bezahlen

Rückfahrt ab ca. 17:00 Uhr von Berlin, Ankunft Bergneustadt ca. 24:00 Uhr
Anmeldung:

Do

14

Nov

2013

Baumschutz in Gummersbach NABU bedauert Baumfällung

so sieht es heute aus (IK)
so sieht es heute aus (IK)

Der Naturschutzbund Oberberg ist enttäuscht, das die alte Eiche an der Von-Steinen-Straße in der Gummersbacher Altstadt gefällt wurde. Der Baum fiel Bauarbeiten für den Parkplatz eines Kindergartens zum Opfer. Offenbar wollten die politischen Gremien der Stadt Gummersbach - trotz mehrfacher Hinweise des NABU - keiner Änderung der Pläne zustimmen, um die Eiche, die für das Gummersbacher Ortsbild prägend war, zu erhalten.

alte Eiche vor Baubeginn (IK)
alte Eiche vor Baubeginn (IK)

Dirk Esser vom NABU ist enttäuscht: “Das zeigt, dass der Baumschutz immer noch zuwenig Lobby hat; der Baum hätte mit gutem Willen gerettet werden können!“ Die Naturschützer hoffen, dass der Vorfall Politiker und Planer in Gummersbach aufrüttelt und in Zukunft alte Bäume in den Gummersbacher Ortschaften mehr Gewicht bekommen.

Di

29

Okt

2013

Kartoffelaktion Gummersbach - gesunde Tradition

U. Gerß am NABU Stand( K. Werner )
U. Gerß am NABU Stand( K. Werner )

Seit nunmehr zwanzig Jahren verkauft der Naturlandhof Gut Lüpkesberg der Familie Bredtmann in Velbert seine Kartoffeln in Zusammenarbeit mit dem NABU Oberberg. Die Kartoffel-Aktion ist fast schon eine Tradition, die auch am letzten Samstag, den 26. Oktober 2013, in der Gummersbacher Innenstadt fortgeführt wurde. Die rund 100 Interessierten bestellten die Kartoffeln telefonisch vor, „das erleichtert uns die Planung, die bestellten Mengen steigen Jahr für Jahr an“ so Rudolf Hillen, einer der Organisatoren der Aktion.

Naturland Kartoffeln ( K.Werner)
Naturland Kartoffeln ( K.Werner)

Doch was macht die Kartoffeln eines Naturlandhofes so besonders? Im Fokus der Naturland-Richtlinien steht nachhaltiges und verbraucher- und umweltfreundliches Wirtschaften. So wird beim Anbau der Kartoffeln auf synthetische Düngemittel und Pestizide, zum Beispiel um die Pflanzen vor dem Befall schädlicher Insekten oder vor Pilzkrankheiten zu schützen, verzichtet (nachzulesen unter: www.naturland.de). Die Kartoffeln eines Naturlandhofes weisen demnach ein weit bessere Qualität auf, als Kartoffeln aus Supermärkten, und das Wichtigste: man schmeckt den Unterschied.

Landwirt und Aktive des Ortsvereins Gummersbach
Landwirt und Aktive des Ortsvereins Gummersbach

Zur Zeit der Lebensmittelskandale sollten sich Verbraucher viel besser informieren, woher ihre Lebensmittel stammen und wie sie produziert oder angebaut werden. Unterstützen Sie regionale Vermarktungswege und nachhaltiges Wirtschaften - Ihrer Gesundheit und der Umwelt zuliebe!

Text: L.H

Sa

26

Okt

2013

25 Jahre NABU Morsbach - 25 Jahre Engagement für den Naturschutz

Blick zurück: Franz Alt im Jahr 2005 zu Besuch beim NABU in Morsbach. Der bekannte Fernsehjournalist hielt damals im „Haus im Kurpark“ einen bemerkenswerten Vortrag über regenerative Energien unter dem Motto „Die Sonne schickt uns keine Rechnung“ ( C.Bu)
Blick zurück: Franz Alt im Jahr 2005 zu Besuch beim NABU in Morsbach. Der bekannte Fernsehjournalist hielt damals im „Haus im Kurpark“ einen bemerkenswerten Vortrag über regenerative Energien unter dem Motto „Die Sonne schickt uns keine Rechnung“ ( C.Bu)

25 Jahre „Anwalt“ der Natur Der Ortsverband Morsbach des Naturschutzbundes Deutschland (NABU), einer der größten Naturschutzverbände in der Bundesrepublik, besteht 2013 genau 25 Jahre. 1988 wurde der Ortsverband noch unter dem Namen Oberbergischen Naturschutzbundes (OBN) gegründet, um den Bezug zur Heimat herzustellen, war aber von Anfang an rechtlich dem Deutschen Bund für Vogelschutz, der sich später in NABU umbenannte, angegliedert. Vor einigen Jahren hat sich dann auch der Ortsverband von OBN in NABU Morsbach umbenannt.

Der NABU Morsbach pflanzte zur 1100-Jahr-Feier Morsbachs zusammen mit Bürgermeister Heinz Schlechtingen (l.) und Gemeindedirektor Horst Jütte einen Bergahorn hinter dem Rathaus. Vorsitzender Klaus Jung (r.) überreichte den Gemeindevertretern dabei ein his
Der NABU Morsbach pflanzte zur 1100-Jahr-Feier Morsbachs zusammen mit Bürgermeister Heinz Schlechtingen (l.) und Gemeindedirektor Horst Jütte einen Bergahorn hinter dem Rathaus. Vorsitzender Klaus Jung (r.) überreichte den Gemeindevertretern dabei ein his

Wie der Chronik zu entnehmen ist wurde der heutige NABU Morsbach am 5. Oktober 1988 gegründet. Vorher hatten sich nur Einzelpersonen intensiv für die Natur eingesetzt, so der Beauftragte der Landschaftswacht Klaus Jung, der sich ab 1969 als Ratsmitglied schon sehr früh für den Naturschutz engagierte, und der Vertrauensmann für Vogelschutz Christoph Buchen, der seit 1967 eine wissenschaftliche Bestandsaufnahme aller Tiere und Pflanzen sowie ihrer Lebensräume im Morsbacher Bergland vornahm. Auf ihre Initiative wurde vor 25 Jahren der OBN Morsbach gegründet. Heute ist der Verband eine feste Institution in der Gemeinde Morsbach geworden. Als „Träger öffentlicher Belange“ ist er von der Gemeinde bei Eingriffen in die Natur und Landschaft anzuhören. Kürzlich feierte der NABU Morsbach sein 25-jähriges Jubiläum im Hotel „Zur Post“ in Morsbach. Dabei gratulierte Bürgermeister Jörg Bukowski dem Verein, überreichte eine Spende und dankte den Aktiven für ihre jahrelange Naturschutzarbeit. Vorsitzender Klaus Jung ließ in einem Bildervortrag die Aktivitäten des Naturschutzvereins der letzten zweieinhalb Jahrzehnte Revue passieren. Danach lagen die Schwerpunkte der NABU-Aktivitäten in der Vergangenheit in der Öffentlichkeitsarbeit und in der Arbeit mit der Kinder- und Jugendgruppe. Wichtige Erfolge haben ihren Niederschlag im Landschaftsplan Nr. 5 Morsbach-Waldbröl gefunden, nämlich in Gestalt der Schutzgebiete, die unter Mitwirkung des NABU festgesetzt wurden.

Der Schwerpunkt der Naturschutzarbeit des NABU Morsbach liegt bei der Jugendförderung. Mit den Ellinger Teichen steht den Kindern und Jugendlichen ein ideales Forschungsgelände zur Verfügung (C.Bu)
Der Schwerpunkt der Naturschutzarbeit des NABU Morsbach liegt bei der Jugendförderung. Mit den Ellinger Teichen steht den Kindern und Jugendlichen ein ideales Forschungsgelände zur Verfügung (C.Bu)

Mit NABU-Unterstützung wurden in der Gemeinde Morsbach 7 Naturschutzgebiete mit zusammen rund 30 Hektar Fläche, 14 Landschaftsschutzgebiete, 14 Geschützte Landschaftsbestandteile (alte Bäume, Vogelschutzgehölze, Quellen und Fledermausstollen), 12 Naturdenkmale (Baumgruppen) sowie 41 Brachflächen ausgewiesen. An den Unterschutzstellungen dieser Gebiete und Einzelschöpfungen der Natur war der NABU Morsbach mit gründlichen und jahrelangen Untersuchungen, Gutachten sowie Stellungnahmen maßgeblich beteiligt. Zu den wichtigsten Aktivitäten zählen aber auch die Vortragsveranstaltungen, die der NABU Morsbach mit fachkundigen Referenten durchgeführt hat, so zum Beispiel mit dem Autor und „Erfinder“ der „Benjes-Hecke“ Hermann Benjes, Bestseller-Autorin Marie-Luise Kreuter („Der Bio-Garten“) und dem Journalisten Franz Alt („Die Sonne schickt uns keine Rechnung.“). An der 1100-Jahr-Feier der Gemeinde Morsbach beteiligte sich der NABU 1995 mit einer Baumpflanzaktion hinter dem Rathaus.

Während der Feier zum 25-jährigen Bestehen des NABU Morsbach überreichte der Vorsitzende des NABU Waldbröl, Klaus Unger, seinem Morsbacher Kollegen Klaus Jung ein Insektenhotel.  (C.Bu)
Während der Feier zum 25-jährigen Bestehen des NABU Morsbach überreichte der Vorsitzende des NABU Waldbröl, Klaus Unger, seinem Morsbacher Kollegen Klaus Jung ein Insektenhotel. (C.Bu)

Bürgermeister Horst Jütte gratulierte dem NABU Morsbach 1998 zum 10. Geburtstag mit den Grußworten: „Seit seiner Gründung steht der NABU Bürgern und Gemeinde als Anwalt der Natur mit zahlreichen Anregungen und Vorschlägen zur Seite. Viele Aktionen zeigen deutlich, dass dem NABU der praktische Naturschutz besonders am Herzen liegt. Die ehrenamtliche Arbeit der NABU-Mitglieder darf ich an dieser Stelle besonders lobend erwähnen, aber auch das Engagement der NABU-Kindergruppe. Die Stimme des NABU als kompetenter Vertreter des Natur- und Umweltschutzes wird auch in Zukunft Beachtung finden.“ Die Geschicke des NABU Morsbach leitet seit seiner Gründung Klaus Jung als 1. Vorsitzender. Sein Stellvertreter ist Christoph Buchen. Der Ortsverband hat im Jubiläumsjahr rund 200 Mitglieder.

Di

22

Okt

2013

Wipperkids in Aktion

Schafe als Landschaftspfleger im Einsatz (hu)
Schafe als Landschaftspfleger im Einsatz (hu)

Am kommenden Samstag, den 26.10 von 13:00 bis 17:00 werden die Wipperkids Besuch von Kräuterfrau Marianne Frielingsdorf erhalten. Im Rahmen des Schafprokjektes der Wipperkids geht es um Lebensweise der Schafe aber auch die Nutzung der Wolle. Hier wird also gefilzt. Wer mitmachen will ( noch einige Plätze sind frei ) melde sich kurz per Mail an.

hier ist Kraft gefragt die Presse manuell zu bedienen (hu)
hier ist Kraft gefragt die Presse manuell zu bedienen (hu)

auch die Erntezeit der Äpfel soll genutzt werden. Darum werden die Wipperkids auch selber Saft pressen. Zu einer solchen Veranstaltung darf natürlich auch ein leckerer Apfelkuchen nicht fehlen, dieser wird ebenfalls im Angebot sein. Wer beim Filzen mitmachen möchte denke bitte daran eine geeignete Schale und ein Handtuch mitzubringen.

Mo

21

Okt

2013

Auszeichnung evangelischer Kirche in Denklingen

v.l.n.r. Ehepaar Tiedt, W. Piepenbrink, AK Vogelschutz; Frau Dissevelt, die Küsterin, Pfarrer Mielke
v.l.n.r. Ehepaar Tiedt, W. Piepenbrink, AK Vogelschutz; Frau Dissevelt, die Küsterin, Pfarrer Mielke

Im Verlauf der diesjährigen Brutzeiten beobachteten die Mitglieder des AK Vogelschutz ein buntes Treiben um den Kirchturm der ev. Kirche in Denklingen. Nach einer Kontaktaufnahme mit der Küsterin Frau Dissevelt und dem Pfarrer Herrn Mielke bekamen die Vogelschützer Zugang zum Kirchturm und konnten sich dort umsehen. Ein Gemeindehelfer unterstützte die Vogelschützer bei den notwendigen Reinigungsarbeiten im Bereich der Glocken.

Joachim Tiedt und Pfarrer Mielke mit Plakette und Urkunde
Joachim Tiedt und Pfarrer Mielke mit Plakette und Urkunde

Im Anschluss wurden in diesem Herbst dann 3 Nisthilfen für Dohlen eingebaut, nun hoffen alle gemeinsam das diese auch gut angenommen werden. Die Aktion Lebensraum Kirchturm ist eine Gemeinschaftsaktion vom Beratungsausschuss für das deutsche Glockenwesen, eine Institution beider Konfessionen und dem NABU. In Oberberg konnten bereits zahlreiche Kirchen beider Konfessionen mit dieser Plakette ausgezeichnet werden. Mit der Verleihung der Plakette soll auch nach außen der Dank an die Kirchengemeinden dokumentiert werden sich für die Schaffung von Ersatzbrutplätzen und damit auch Lebensräumen einzusetzen.

die montierte Plakette hängt im Eingangsbereich der Kirche in Denklingen
die montierte Plakette hängt im Eingangsbereich der Kirche in Denklingen

Der AK Vogelschutz des NABU-Oberberg dankt allen Helfern und Seelsorgern beider Kirchen für das Engagement zum Erhalt der Lebensräume für Dohlen, Turmfalken und Schleiereulen. Da die Vogelschützer meistens sehr gut vorbereitet sind konnte man die Plakette auch direkt im Eingangsbereich anbringen und damit auch den Kirchenbesuchern ein sichtbares Zeichen setzen.

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Fr

18

Okt

2013

Vogel des Jahres 2014

Grünspecht ( NABU)
Grünspecht ( NABU)

NABU und LBV haben den Vogel des Jahres 2014 bekannt gegeben. Es ist der Grünspecht, ein auch im Oberbergischen heimischer Vogel. Lebensraum sind unter anderem die hier noch verbliebenen Streuobstwiesen und  extensiv genutztes Grünland. Die letzten kühleren Winter haben den Beständen schon etwas zugesetzt, hatte sich die Population doch gerade in den eher milderen Wintern der Vorjahre leicht erholt. Wer mehr über den Europäer unter den Jahresvögeln wissen möchte, schaut auf der Seite Jahresvogel 2014 des NABU Bundesverbands vorbei.

So

06

Okt

2013

Obstwiesenfest Lindlar

Gravensteiner Apfel ( HU)
Gravensteiner Apfel ( HU)

Bei überraschend trockenem Wetter fanden heute sehr viele Menschen den Weg ins Bergische Freilichtmuseaum in Lindlar. Heute beging man das jährliche Obstwiesen- und Erntedankfest. Viele Stände lockten die Menschen an. So konnte man Obstsorten bestimmen lassen wenn man sich unsicher war welche Apfel- oder Birnensorte man im Garten oder auf der Streuobstwiese stehen hat.

NABU Aktive beim Aufbau des Stands
NABU Aktive beim Aufbau des Stands

Auch der NABU-Oberberg war mit einem Infostand vertreten. Hier konnte man sich über das Streuobstwiesenpflegeprogramm des NABU informieren und Nisthilfen des AK Vogelschutz ansehen und bestellen. Viele Leute kamen mit Fragen an den Stand und ließen sich beraten.

"Wie erkenne ich den richtigen Baum wenn ich pflanzen will?"

"Welche Unterlage ist die Richtige für guten Wuchs?"

Diese und andere Fragen wurden von den Fachleuten gern beantwortet.

Fr

04

Okt

2013

OV Homburger Land mit traditionellem Obstbaumverkauf

alte Obstsorten ( HU)
alte Obstsorten ( HU)

Am 26. Oktober von 11:00 bis 14:00 Uhr findet zum 16 Mal der traditionelle Obstbaumverkauf der Ortsgrupppe Homburger Land des NABU-Oberberg statt. Auf dem Gelände der Fruchtsaftkelterei Weber in Nümbrecht, Lindscheid kann man Hochstämmige Obstbäume altbewährter Sorten z.B. Luxemburger Triumph, Jakob Lebel, Bäumchensapfel und viele andere Sorten erwerben.
Apfelsorten-Probieren, Sortenbestimmung, Beratung zu Sortenwahl, Pflanzung, Schnitt & Pflege. Wer eine alte Obstsorte hat kann diese bei Olaf Schriever ( Mitgl. im deutschen Pomologenverein ) bestimmen lassen. Dazu bitte mindestens 5 reife Früchte samt Stiel mitbringen.

Ein erweitertes Angebot von Halbstämmen und Buschbäumen bietet Olaf Schriever, Bergische Obstsorten.

weitere Info über Elsbeth Joos Tel. (0 22 96) 99 99 298

Do

03

Okt

2013

Obstwiesenfest im Bergischen Freilichtmuseum Lindlar

Am kommenden Sonntag den 06. Oktober findet im Bergischen Freilichtmuseum in Lindlar wieder das traditionelle Obstwiesenfest statt. Von 10:00 bis 18:00 Uhr können Sie sich informieren und bummeln. Sie kennen die Sorte der Äpfel in Ihrem Garten nicht? Schlotterapfel oder Seidenhemdchen?  Dann lassen Sie die Sorte von den anwesenden Experten bestimmen. Der NABU - Oberberg ist mit einem Infostand vertreten.

Auch unser AK Vogelschutz ist mit von der Partie. Hier können Sie das Spektrum an Nisthilfen sehen, vom Meisenkasten bis zur Rauhfusskauzröhre bauen unsere Vogelschützer viele unterschiedliche Nisthilfen. Sie beraten und helfen bei Anbringung und Reinigung.  Auch über das seit 2008 laufende Streuobstwiesenpflegeprogramm können Sie sich hier informieren. Haben Sie auch eine Streuobstwiese. Sprechen Sie uns an. Kommen Sie vorbei - wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Mi

25

Sep

2013

Großer Schutz für kleine Tiere

Sieht bedrohlich aus, ist es aber nicht: Hornissen Drohne (Jürgen Kottmann)
Sieht bedrohlich aus, ist es aber nicht: Hornissen Drohne (Jürgen Kottmann)

Hornissen gehören zu einer besonders schützenswerten Tierart. Der Oberbergische Kreis und der Arbeitskreis Hornissenschutz des Naturschutzbundes (NABU) Oberberg setzen sich gemeinsam für die nützlichen Insekten ein

Hornissen Nest (A. Leistikow)
Hornissen Nest (A. Leistikow)

Oberbergischer Kreis. Aufklärung hilft gegen Angst und bekämpft Vorurteile - im Umgang mit Hornissen und Wespen sind viele Menschen unsicher. Doch bei den Inseken handelt es sich um eine besonders schützenswerte Tierart. Der Oberbergische Kreis und der Naturschutzbund Oberberg (NABU) informieren gemeinsam, wie man mit Hornissen und Wespen umgeht. Ein Faltblatt dazu enthält praktische Tipps. Interessenten können die Broschüre auch bei der Kreisverwaltung in Gummersbach und der NABU -Geschäftsstelle in Wiehl bestellen. „Ich freue mich, dass eine so gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Hornissenschutz besteht. Dadurch können wir betroffenen Bürgern im Oberbergischen kompetente persönliche Beratung und Unterstützung anbieten“, sagt Landrat Hagen Jobi.

Nach der erfolgreichen Umsiedlung laben sich die ersten Tiere an Zuckerwasser und akzeptieren die neue Heimat
Nach der erfolgreichen Umsiedlung laben sich die ersten Tiere an Zuckerwasser und akzeptieren die neue Heimat

Jeden Sommer und Herbst haben die Mitglieder des Arbeitskreises Hornissenschutz des NABU Oberberg Hochkonjunktur. "Im Spätsommer erreichen die Hornissen und Wespen ihre höchste Populationsgröße und fallen entsprechend auf. Dann häufen sich die Anrufe", sagt Angelika Leistikow, die Leiterin des Arbeitskreises mit 10 fachkundigen Insektenschützern. Die meisten Ratsuchenden können per Telefon beraten und durch Aufklärung von der Ungefährlichkeit der Tiere überzeugt werden. "Und fast alle dulden die Insekten dann auch noch bis zum Ende des Sommerhalbjahrs. Aber in ein paar Fällen müssen wir handeln und Mensch und Insekt voneinander trennen - mit einer Umsiedlung", sagt Angelika Leistikow. Arbeitskreis Hornissenschutz hat Hornissenvolk in Nümbrecht erfolgreich umgesiedelt Solch ein Fall lag kürzlich in Nümbrecht an. In dem 17- Familienhaus im Zentrum von Mümbrecht hatten viele Bewohner Angst wegen der Hornissen. So entschloss sich Angelika Leistikow die Tiere umzusiedeln - in Absprache mit der Kreisverwaltung, die eine solche Maßnahme bei den geschützten Hornissen genehmigen muss. Nach 2,5 Stunden Arbeit im Schutzanzug konnten die Experten alle Hornissen-Arbeiterinnen und die Königin einfangen. Das Nest wurde sorgfältig ausgebaut und in einem neuen Domizil wieder zusammengebaut. Nach kurzer Eingewöhnungszeit hatten sich die Hornissen an ihr neues Zuhause gewöhnt. Sie wurden mit Zuckerwasser als Energiespender versorgt. Die Umsiedlung war gelungen, als die ersten Arbeiterinnen mit Beute zum Nest zurückkehrten. "Eine gute Aktion!" sagt Angelika Leistikow. Panik ist genau die falsche Reaktion auf Hornissen und Wespen "Wenn die Menschen ein wenig auf die Insekten achten, kann eigentlich kaum ein Stich passieren. Hornissen sind erstaunlich friedliche Tiere, die sich nur verteidigen, wenn sie in unmittelbarer Nähe des Nestes gestört werden oder in die Enge getrieben. Auf keinen Fall sollte man das Nest berühren oder nach den Tieren schlagen“, rät Dr. Christian Dickschen, Umweltdezernent des Oberbergischen Kreises. „Im Ernstfall ist entgegen der landläufigen Meinung ein Hornissenstich nicht gefährlicher als der Stich einer Biene. Panik ist also genau die falsche Reaktion auf Hornissen & Co. Mit Ruhe und Gelassenheit ist ein Zusammenleben meist ohne Probleme möglich!" "Panik ist unbegründet" sagt auch Angelika Leistikow, "denn Hornissen sind fast immer friedlich." Wissen muß man um die Nachtaktivität und deshalb offene Fenster mit Fliegennetzen schützen, da Hornissen durch das Licht wie Motten angezogen werden. Hornissen kommen nicht zum Naschen zum Pflaumenkuchen. Im Gegenteil, wer gerne zum Frühstück in seinem Garten sitzt, kann sich über ein Hornissennest freuen, sorgt es doch dafür, dass man weitgehend von anderen lästigeren Wespen-Arten verschont bleibt. Ein Hornissenvolk kann pro Tag bis zu einem halben Kilogramm Insekten erbeuten und erfüllt damit eine wichtige ökologische Funktion.

Mo

16

Sep

2013

Planänderung zum Schutz von alter Eiche in GM möglich?

Blick vor Ort, noch steht die Eiche (I.Kosse)
Blick vor Ort, noch steht die Eiche (I.Kosse)

NABU hofft aus Planänderung zum Schutz einer über hundertjährigen Eiche im Innenstadtbereich Gummersbach Im Zuge des Neubaus des evangelischer Kindergarten „Von Steinen Straße“ hat der Bauherr, die Evangelischen Kirchengemeinde Gummersbach, die Auflage bekommen weitere Parkplätze anzulegen. Dazu soll eine Fläche unter dem alten Eichenkamp, zur Zeit Kindergartenspielgelände bebaut werden.

Alte Eiche in der Region
Alte Eiche in der Region

Dass unter dem alten Baumbestand im Altstadtbereich ein Parkplatz angelegt werden soll, hält der NABU schon an sich nicht mehr für zeitgemäß. Für die Anlage der Autoabstellfläche soll zudem eine der alten Eichen gefällt werden. Begründet wird dieses mit der geforderten Zahl der Stellflächen und einer zweispurigen Zufahrt. Die Spielfläche unter den alten Bäumen (alle in einem guten Zustand) wird damit zum großen Teil dem Autoverkehr geopfert. Viele Gummersbacher Kinder haben unter diesen Baumveteranen ihre Kindergartenzeit verbracht! Neben dem ökologischen Wert ist solch ein alter Baum auch für das Ortsbild an einem der ältesten Straßenzüge im Altstadtbereich wichtig. Eine Parkplatznutzung unter den alten Bäumen könnte ohne Baumfällung erfolgen. Zwei Entscheidungen würden den Baum retten können. die Zufahrt zum Parkplatz erfolgt nur einspurig, statt zweispurig und auf maximal zwei Abstellflächen wird verzichtet. Der NABU Gummersbach begrüßt ausdrücklich das soziale Engagement der Evangelischen Kirchengemeinde Gummersbach für den Neubau eines Kindergartens. Aber darunter sollten die alten Bäume nicht leiden müssen. Der NABU hofft daher auf ein Einlenken der Stadtverwaltung, um der evangelischen Gemeinde einen leicht verkleinerten Parkplatz möglich zu machen. „Gummersbach sollte stolz sein auf seine alten Bäume.“ sagt Dirk Esser – Freude vom NABU „Wenn mit wenigen Planänderungen ein alter Baum erhalten werden kann, dann sollte man das ohne langes Nachdenken machen!“

Fr

13

Sep

2013

Kühe auf die Weide

Kühe gehören auf die Weide
Kühe gehören auf die Weide

NABU fordert Maßnahmen zum Erhalt grünlandgebundener Milchviehwirtschaft

Seit einigen Jahren ist in NRW eine zunehmende Intensivierung der Milchviehhaltung zu beobachten. Nachdem in den 1960er Jahren zuerst die Geflügelhaltung und dann in den 1980er Jahren die Schweinehaltung industrialisiert wurde, steht nun die Milchviehhaltung vor einem tiefgreifenden Umbruch. In der Folge kommen Kühe nicht mehr auf die Weide, sondern werden in riesigen Boxenlaufställen von bis zu 1.000 Tieren ganzjährig im Stall gehalten. Der NABU NRW fordert von Bund und Land diese Fehlentwicklung und den damit drohenden weiteren Verlust artenreichen Grünlandes frühzeitig zu stoppen.

Uferschnepfe, Brachvogel und Weißstorch kommen im Obebergischen zwar nicht vor - aber unsere Weiden sind Lebensraum für zahllose Arten, wie hier den Kleinen Feuerfalter
Uferschnepfe, Brachvogel und Weißstorch kommen im Obebergischen zwar nicht vor - aber unsere Weiden sind Lebensraum für zahllose Arten, wie hier den Kleinen Feuerfalter

„Mit dem fehlenden Auslauf der Tiere wird der Grünlandbewirtschaftung in NRW eine wesentliche Grundlage entzogen – Wiesen und Weiden in der uns bisher bekannten Form werden immer mehr zu Grasäckern verkommen“, erklärt Josef Tumbrinck, Vorsitzender des NABU NRW. Dies hätte gravierende Auswirkungen auf den Erhalt unserer Kulturlandschaft. Wolle man diese in ihrer auch heute noch teilweise kleinteiligen Struktur bewahren, sei dies vor allem über den flächendeckenden Erhalt von milchviehhaltenden Betrieben in Weidewirtschaft zu erreichen. Die Intensivierung der Milchviehwirtschaft sei zudem aus Tierschutzgründen problematisch, da die Hochleistungsmilchkühe nur noch eine kurze Lebensdauer hätten und häufig krank würden. Deshalb appelliere der NABU an die milchverarbeitende Industrie, sich ebenfalls für eine grünlandgebundene Milchviehwirtschaft mit Weidegangmöglichkeiten einzusetzen.
„Wiesen und Weiden sind Lebensraum zahlreicher bedrohter Tier und Pflanzenarten“, so der NABU-Landesvorsitzende weiter. Wiesenvögel wie Uferschnepfe, Großer Brachvogel und Weißstorch seien auf Grünland angewiesen, ebenso wie Braunkehlchen oder eine Vielzahl von Pflanzen und Schmetterlingen. Außerdem leiste das Grünland einen wichtigen Beitrag zum Klima- und Bodenschutz, da das tief ins Bodenreich ragende Wurzelwerk viel CO2 speichere und die dauerhafte Grasnarbe einen effektiven Schutz vor Bodenerosion biete.

so sollten Kühe gehalten werden
so sollten Kühe gehalten werden

Deshalb sei eine flächengebundene Tierhaltung, eine Begrenzung der Gülle- und Düngeraufbringung sowie eine teilweise Beweidung wichtige Voraussetzungen zum langfristigen Grünlanderhalt und neben den NABU-Forderungen zu EU-Agrarpolitik wichtige Kernbotschaften des NABU. „Es kann nicht sein, dass wir die zweifelhaften Kämpfe der Molkereikonzerne um Absatzmärkte in Fernost mit Steuergeldern subventionieren und eine Ruinierung unserer Umwelt in Kauf nehmen“, so Tumbrinck.

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Sa

24

Aug

2013

Internationale Fledermausnacht, Exkursion an Aggertalsperre

Ch. Meyer-Cords gibt Tipps und informiert (NABU)
Ch. Meyer-Cords gibt Tipps und informiert (NABU)

Gestern Abend fanden sich zur Dämmerung rund 70 Interessierte aller Altersschichten ein um einigen der 25 heimischen Fledermausarten auf den "Leib" zu rücken. Christine Meyer - Cords, eine Fledermausexpertin des NABU-Oberberg gab noch einige Tipps und Informationen im Vorfeld bekannt. Sie berichtete über Lebensraum und Verhalten einiger der bei uns heimischen 25 Arten an Fledermäusen. "Zwergfledermäuse gibt es in ganz Deutschland, viele von Ihnen haben sicher die ein oder andere schon an Ihrem Haus gesehen."

Die Gruppe vor der Exkursion zum Wasser (NABU)
Die Gruppe vor der Exkursion zum Wasser (NABU)

Fledermäuse leben unter uns und wir bemerken sie kaum. So leben sie in Ritzen und Spalten an Alt- und Neubauten, ihre Ausscheidungen sind zumeist relativ trocken, so bemerkt man die Mitbewohner nur selten, meistens eher gar nicht. Von Seiten der Teilnehmer kamen noch interessierte Fragen wie: "Können Wasserfledermäuse auf dem Wasser landen und dann wieder starten?" Diese Frage mußte die Fachfrau verneinen, "Wasserfledermäuse jagen zwar mitunter auch kleinere Fische, überwiegend jedoch Insekten auf oder über der Wasseroberfläche. Fällt die Fledermaus ins Wasser kann sie allein nicht so einfach wieder hinaus", so die Fachfrau.

Dann ging es mit Taschenlampen und Strahlern ein Stück über den Weg Richtung Wasser. Hier konnten mithilfe der Detektoren die ersten Zwerge geortet und dank der Lichter auch angestrahlt werden. Am Wasser konnte man an diesem schönen Abend relativ viele Wasserfledermäuse auf der Oberfläche sehen. Die Expertin: "Heute haben wir Glück, die Bedingungen stimmen und es ist doch relativ viel los hier".

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Mi

14

Aug

2013

Batnight 2013 den stillen Jägern auf der Spur

Wasserfledermaus (J. van der Kooj)
Wasserfledermaus (J. van der Kooj)

Auf besonderes Interesse dürfte in diesem Jahr in der Region die alljährliche Batnight in Oberberg stoßen. Ist es doch gerade im Hinblick auf den geplanten Bau der Forensik das Thema Fledermäuse welches hier dem Naturschutz ein besonderes Gewicht verleiht. Rund um das Gelände des ehemaligen Munitionsdepots laufen die Untersuchungen der Gutachter zum Thema Fledermäuse. Der NABU-Oberberg hat ja bereits mehrfach beantragt diese Flächen unter Schutz zu stellen. Bei unseren Führungen ergibt sich nun die Gelegenheit mehr über die stillen Jäger zu erfahren.

Langohrfledermaus
Langohrfledermaus

Am 23. und 24. August ist es wieder soweit. Überall in Europa findet wieder die traditionelle Batnight (Fledermausnacht) statt. In Deutschland ist der NABU der Partner in Sachen Fledermäusen. Auch im Oberbergischen wird der NABU-Oberberg wieder Führungen mit dem Bat Detektor anbieten. Die stillen Jäger gehören zu einer sehr alten Säugetiergruppe. Es gibt 23 verschiedene Arten Fledermäuse in Deutschland. Unsere Experten wollen informieren und aufklären, denn nur was man kennt kann man auch schützen. Mit den Detektoren kann man die für den Menschen nicht hörbaren Ultraschalltöne mit denen sich die Jäger orientieren, hörbar machen. Mit ein wenig Glück und der Hilfe starker Leuchtstrahler kann man die Tiere dann auch im Flug beobachten. Unsere Führer Christine Meyer-Cords und Walter Breuer werden viele Informationen und spannende Geschichten bereit halten die für die Kleinen und Großen interessant sein dürften

Abendsegler (P. Boye)
Abendsegler (P. Boye)

Die Termine:

23. August 20:00 Uhr Gummersbach ab Parkplatz Aggerstaumauer Führung durch Christine Meyer-Cords, NABU-Oberberg

24.August 20:00 Uhr Gummersbach, Grotenbachteich, Führer: Prof. Walter Breuer vom NABU Ortsverein Gummersbach

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, um witterungsangepasste Kleidung wird gebeten. Bitte Taschenlampen, soweit vorhanden mitbringen!

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Di

13

Aug

2013

Stratmann wandert (auch in Morsbach)

An den Ellinger Teichen traf Ludger Stratmann (mitte) und sein Kamerateam auf die Naturschutzjugend des NABU Morsbach. (Foto: C.Buchen)
An den Ellinger Teichen traf Ludger Stratmann (mitte) und sein Kamerateam auf die Naturschutzjugend des NABU Morsbach. (Foto: C.Buchen)

Morsbach. Die WDR-Fernsehreihe „Stratmann wandert“ ist eine Mischung von Wandertipps mit interessanten Sehenswürdigkeiten am Wegesrand, amüsanten Dialogen und Portraits von Personen, Landschaften und Naturschönheiten Nordrhein-Westfalens. Die Reihe hat hohe Einschaltquoten. Der Arzt für Allgemeinmedizin und von Funk und Fernsehen bekannte Kabarettist Ludger Stratmann wanderte kürzlich mit seinem Dackel „Fidel“ durch die Gemeinde Morsbach und traf am Wegesrand, wie es stets der Charakter dieser Sendereihe ist, auf außergewöhnliche Menschen der Region und ihre besonderen Vorlieben und Kenntnisse.

Die NAJU Gruppe des NABU Morsbach mit Ludger Stratmann (rechts) und Dackel „Fidel“.(Foto C.Buchen)
Die NAJU Gruppe des NABU Morsbach mit Ludger Stratmann (rechts) und Dackel „Fidel“.(Foto C.Buchen)

Soviel sei verraten: Anlaufpunkte für „Doktor Stratmann“, wie er überall genannt wird, waren in der Gemeinde Morsbach unter anderem der Aussichtsturm, die Basilika, das Örtchen Rom und die Ellinger Teiche. In Ellingen traf Stratmann auf die Jugendgruppe des NABU Morsbach um Lisa Bauer und schaute ihr beim Freilassen eines seltenen Nashornkäfers und Bestimmen von Amphibien und Libellen über die Schultern. Zu sehen ist dieser Reisebericht der anderen Art unter dem Thema „Vom Oberbergischen ins Wildenburger Land“ am Freitag, 23. August 2013 um 21.00 Uhr im WDR-Fernsehen. Dr. Ludger Stratmann praktiziert nicht mehr als Arzt, sondern unterhält in Essen ein eigenes Theater, tritt dort mit seinen kabarettistischen Programmen auf („Doktor Stratmanns Heiteres Medizinisches Kabarett“) und wird oft mit Tegtmeier verglichen. Auch im WDR-Fernsehen ist er regelmäßig zu sehen, wenn er die Menschen und Marotten des Ruhrgebiets aufs Korn nimmt. Stratmann zählt zu den erfolgreichsten Kabarettisten und Livekomikern Deutschlands.

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Sa

27

Jul

2013

Klimabund Oberberg: Auch Unternehmen aus der Region nehmen EEG Befreiung in Anspruch

Die Befreiung energieintensiver Firmen von der EEG-Umlage ist in aller Munde. Auch im Oberbergischen gibt es solche Firmen. Das Klimabündnis Oberberg hat die amtlichen Listen des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle seit 2010 ausgewertet. Die Zahl der EEG-befreiten Oberbergischen Unternehmen steigt. 2010 und 2011 war noch keine oberbergische Firma von der Umlage befreit, 2012 findet sich GIZEH Verpackungen GmbH & Co KG aus Bergneustadt in der Liste des Bundesamtes und 2013 machten bereits 5 Firmen von der „besonderen Ausgleichsregelung des § 40 ff. EEG“, wie es im Beamtendeutsch heißt, Gebrauch.

Die 5 Unternehmen kommen aus der Kunststoff-, aus der Metall- und der Steine- und Erden-Industrie:

  • Werhahn & Nauen OHG, Gummersbach
  • Schmalenbach Kunststoffverarbeitung GmbH & Co. KG, Wiehl
  • GIZEH Verpackungen GmbH & Co. KG, Bergneustadt
  • Dörrenberg Edelstahl GmbH, Engelskirchen
  • Gordopack GmbH, Lindlar

„Es ist legitim, dass Unternehmen, die sehr viel Strom verbrauchen, Vergünstigungsmöglichkeiten nutzen, die der Gesetzgeber geschaffen hat. Die 5 Oberberger Unternehmen sollte man deswegen nicht kritisieren.“ sagt Klaus Schweim von NOVE e.V. Ob die Befreiungen von der EEG-Umlage noch in einem vernünftigen Rahmen stehen, muss auf Bundesebene intensiv überdacht werden. „Die Zeche zahlen schließlich Kleinunternehmer und Haushalte.“ erläutert Manfred Blumberg von NOVE e.V „Denn nicht nur große Unternehmen sparen gerne Geld. Es sollte schon ein ausgewogenes Verhältnis zwischen der Förderung der Großen und der Kostenverteilung auf andere sein!“ Das Klimabündnis Oberberg überlässt diese Fachdebatte der Bundespolitik, wo das Thema sicher nach der Bundestagswahl erneut ansteht – hoffentlich dann mit klugen Entscheidungen! Für 2014 ist jedenfalls ein weiterer Anstieg der Befreiungen auch für das Oberbergische zu erwarten. Ende des Jahres wissen wir mehr. Was die Oberberger Klimaschützer jedoch enorm stört, ist das öffentliche Klagen von zwei betroffenen Unternehmen über die hohen Stromkosten. Anfang 2013 veröffentlichte die OVZ einen Artikel, in denen die Geschäftsführer der Firmen Dörrenberg und Gizeh Verpackungen sich über die hohen Stromkosten beschwerten und die EEG-Umlage als Ursache dafür ausmachten (siehe Dateianlage). Ob die Geschäftsführung von Dörrenberg beim Interview schon wusste, dass sie die „besondere Ausgleichsregelung“ für 2013 in Anspruch nimmt? Gizeh Verpackungen hatte Anfang 2013 sogar schon ein Jahr lang Erfahrungen mit der „besonderen Ausgleichsregelung“ des EEG. Dass dennoch Kritik am EEG von dessen Profiteuren aufgekommen war, ärgert die Klimaschützer noch im Nachhinein: „Wahrhaftigkeit im Umgang mit der Öffentlichkeit sieht aus meiner Sicht anders aus!“ meint Michael Gerhard vom NABU Oberberg und Manfred Fischer –Umweltbeauftragter des Evangelischen Kirchenkreises An der Agger ergänzt: „Es wäre besser wenn die Unternehmen, die von der Gesellschaft unterstützt werden, dafür schlicht Danke sagen würden!“ Zum Download: Listen des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle http://www.bafa.de/bafa/de/energie/besondere_ausgleichsregelung_eeg/publikationen/statistische_auswertungen/index.html

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Fr

05

Jul

2013

Klimabündnis Oberberg kritisiert den Wiehler Rat

Windkraftanlage ( NABU)
Windkraftanlage ( NABU)

Wiehl hat zusammen mit Bergneustadt, Reichshof und Morsbach ein Klimaschutzkonzept beantragt und vom Bundesumweltministerium bewilligt bekommen. Der Öffentlichkeit gegenüber wurde dies als Musterbeispiel für Klimaschutz und kommunale Zusammenarbeit angepriesen – und zwar zu Recht! Soweit ersichtlich wurde der Start dieses Konzept auch im Wiehler Rat mit deutlicher Mehrheit beschlossen.

Bestandsteil dieses Konzeptes war aber auch die interkommunale Suche nach Standorten für Windkraftanlagen – genau für die „Wind-Monster“, die jetzt in der Kritik stehen.

 

Die Wiehler Ratsmitglieder müssen sich jetzt fragen lassen, ob sie das Klimakonzept nur wollten, weil sie damals schon ahnten, dass Wiehler Stadtgebiet nicht von Windrädern betroffen sein wird!

 

In der Politik – gleich welcher Partei – besteht Konsens, dass eine Energiewende ohne Windkraft nicht möglich ist. Und überall – auch in Wiehl – wurde nach Windkraftstandorten gesucht – und zwar von ein und demselben Planungsbüro. Es hätte der Wiehler Politik gut angestanden den Bürgern die tatsächlichen Vorgänge zu erklären!

 

Dass der Wiehler Rat schon auf die Planungsideen aus Nümbrecht mit seiner Resolution einschlägt, ist wie mit Kanonen auf Spatzen zu schießen. Sachliche Kritik und die Wahrung der Drabenderhöher-Bürgerinteressen ist völlig legitim. Aber dann sollten auch bitte konkrete Bedenken auf den Tisch! Bislang gemahnt die Wiehler Kritik eher an den nächstes Frühjahr bevorstehenden Kommunalwahlkampf.

 

Wahlkampfgetöse ist aber fehl am Platz, sonst endet die Energiewende in Oberberg schon bevor sie überhaupt begonnen hat!

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Mi

26

Jun

2013

Wildkamerabeobachtungen in Morsbach

Kanadagans vor Wildkamera
Kanadagans vor Wildkamera

Bemerkenswerte Aufnahmen konnten die Morsbacher Naturschützer mit einer Wildkamera an den Ellinger Teichen aufnehmen. Auf dem Flöötscherfest am letzten Wochenende waren diese Aufnahmen auf einenm mobilen TV zu sehen. Wir zeigen diese Aufnahmen auch hier

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So

23

Jun

2013

Lebensraum Kirchturm - Kirche in Wiedenest ausgezeichnet

Stefan Heitmann
Stefan Heitmann

"Die Kirchengemeinde in Bergneustadt Wiedenest feiert heute nicht nur ihr Gemeindefest sondern wird auch zusätzlich heute noch geehrt", mit diesen Worten begann Stefan Heitmann heute im Anschluss an den Gottesdienst seine Rede zu Gemeinde und Pfarrer Kaulisch. "Wir wurden sehr herzlich empfangen und konnten zu unserer Freude feststellen, dass hier noch Raum ist nicht nur für Kirchgänger, sondern auch für Eule, Turmfalke, Dohle & Co., Die Bedingungen sind so gut hier in WIedenest das wir nicht einmal künstliche Nisthilfen anbringen müssen" sagte der Dipl. Biologe vom AK Vogelschutz.

Übergabe von Plakette und Urkunde (links Stefan Heitmann, rechts Pfarrer Kaulisch)
Übergabe von Plakette und Urkunde (links Stefan Heitmann, rechts Pfarrer Kaulisch)

Der Arbeitskreis Vogelschutz hat schon viele Kirchenauszeichnungen in Oberberg vorgenommen, dies ist eine Gemeinschaftsaktion vom Bund für das deutsche Glockenwesen und dem NABU. Selten waren die Bedingungen für den Vogelschutz von vornherein so gut wie in Wiedenest. "Im Rahmen des Gemeindefestes freuen wir uns ganz besonders hier diese Auszeichnung vornehmen zu dürfen, erläuterte Heitmann. Wir wünschen der Gemeinde weiterhin einen guten Zusammenhalt untereinander, geniessen Sie ihr schönes Gotteshaus und erfreuen sich an den Mitbewohnern die ebenfalls Gottes Geschöpfe sind" schloss Heitmann. Im Anschluss an den Gottesdienst erfreuten wir uns noch an der Gastfreundschaft auf dem Gemeindefest.

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Sa

22

Jun

2013

Fotowettbewerb Platzierte auf der Agger unterwegs

Guide David bei der Einweisung
Guide David bei der Einweisung

Mit dem Thema Gewässer konnten sich die Platzierten des Fotowettbewerbs des NABU-Oberberg nun in anderer Weise beschäftigen. Nach einer Einweisung begaben sich die Platzierten unter kundiger Führung mit den Kanus auf das nasse Element. Gestartet wurde vom Jugendzeltplatz an der Aggertalsperre.

Die Seefahrer
Die Seefahrer

Dann ging es Richtung Staumauer weiter, bis dahin hatten sich die Paddler mit Boot und Technik angefreundet und genossen die Fahrt. An den Klippen vorbei und mit Aussicht auf eine kleine  Pause legten sich alle noch mal ins Zeug. Das Wetter war optimal für das Event, trocken, leichter WInd und ein Sonne - Wolken Mix waren ideale Bedingungen für die Tour. Nachdem der erste Termin leider verschoben werden musste ( hier war es zu kalt und zu nass ) war der Wettergott gnädig gestimmt. Zum Schluss der Tour die lockerer Atmosphäre ablief waren alle Paddler einig: Das hat Spass gemacht!

Wer weiß ob der ein oder andere nicht demnächst noch einmal zum Ruder greift und noch einmal auf große Fahrt geht. Besonderer Dank an Markus Wimmer von Outdoorstation die uns hier sehr unterstützt haben!

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So

09

Jun

2013

100Jahre Bruchertalsperre - Wipperkids und NABU-Oberberg

Stand direkt am Wasser
Stand direkt am Wasser

Bei strahlendem Sonneschein waren viele Menschen gestern unterwegs an der Bruchertalsperre in Marienheide. Der Wupperverband feierte 100 Jahre Bruchertalsperre. Dies nahmen die Wipperkids und NABU-Oberberg zum Anlass mit einem gemeinsamen Stand direkt am Wasser über ihre Aktivitäten zu informieren.

mobile Solarmodule
mobile Solarmodule

Besonderes Interesse bei den jungen und älteren Besuchern fand die mobile Photovoltaikanlage der Wipperkids. Hier konnte man sein Handy laden lassen oder sehen wie eine elektrische Schabe in einem Behälter vibrierte. Die Biologische Station war ebenfalls vertreten und bot die Entnahme von Wasserproben und deren Auswertung am Mikroskop an. Am Infostand des NABU fanden sich viele Menschen ein und informierten sich über aktuelle Themen wie Vogelschutz, Gärtnern ohne Torf, Amphibien und anderes.

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Fr

07

Jun

2013

Ratgeber: Jungvögel am Boden nicht aufnehmen

Blaumeise ( R.Jacobs )
Blaumeise ( R.Jacobs )

Jungvögel am Boden sind nicht in Not! NABU: Vermeintlich hilflose Vogelkinder nicht mit nach Hause nehmen Düsseldorf – Zurzeit tschirpt und piept es in Nistkästen, Hecken und Gebüschen besonders laut. Der fast flügge Vogelnachwuchs bettelt vehement um Futter. Der NABU appelliert deshalb an die Bevölkerung, vermeintlich hilflose Vogelkinder auf jeden Fall in der freien Natur zu belassen. „Nur ganz selten handelt es sich bei gefundenen Jungvögeln am Boden um verlassene, verletzte oder geschwächte Tiere, die Hilfe benötigen“, erklärt Bernd Jellinghaus, Sprecher des Landesfachausschusses für Ornithologie und Vogelschutz des NABU NRW.

„Einige Vogelarten – beispielsweise Amseln oder Kohlmeisen – verlassen die drangvolle Enge des Nestes bereits, bevor sie fliegen können“, so Jellinghaus weiter. Wer etwas Geduld aufbringe und die unbeholfenen Jungvögel beobachte, könne meist feststellen, dass sie weiterhin von ihren Eltern betreut und gefüttert werden. Damit sie nicht verloren gingen, ließen die Jungvögel fast unablässig so genannte 'Standortlaute' hören. In diesem Stadium fielen sie deshalb nicht selten natürlichen Feinden zum Opfer. Bei Gefahr durch Katzen oder an vielbefahrenen Straßen, sollte man eingreifen, die Jungtiere wegtragen und an einem geschützten Ort, aber nicht zu weit vom Fundort entfernt, wieder absetzen. Noch nackte Jungvögel sollten möglichst vorsichtig ins Nest zurückgesetzt werden. „Vögel stören sich im Gegensatz zu manchen Säugetieren nicht am menschlichen Geruch. Jungvögel werden daher auch nach dem Umsetzen wieder von den Alttieren angenommen und versorgt“, so der NABU-Vogelexperte. Auch junge Greifvögel und Eulen durchliefen ein so genanntes 'Ästlingsstadium', in dem sie noch im Dunenkleid im Geäst umherturnten. Auch sie würden im Normalfall von ihren Eltern betreut. Doch was kann man tun, wenn ein Jungvogel tatsächlich verletzt, krank oder verlassen ist? „Wer keine Erfahrung mit der Aufzucht solcher Findelkinder hat, sollte das unbedingt Fachleuten überlassen“, empfiehlt Jellinghaus. Um eine artgerechte Aufzucht zu gewährleisten sollten solche Jungvögel nach Möglichkeit in eine anerkannte Auffangstation oder Vogelpflegestation gebracht werden. Diese könnten bei den Gruppen des NABU, den Naturschutzbehörden der Landkreise und kreisfreien Städte, Zoologischen Gärten oder auch bei Tierärzten oder Tierschutzvereinen erfragt werden. Bedenken sollte man auch: Vogelkinder, die mit nach Hause genommen werden – sofern diese tatsächlich hilfsbedürftig sind erlaubt das Bundesnaturschutzgesetz dies vorübergehend – haben selbst bei fachgerechter Pflege deutlich schlechtere Überlebenschancen als in der Natur. Die elterliche Fürsorge in der Naturaufzucht kann niemals ersetzt werden, so dass die Handaufzucht immer nur die zweitbeste Lösung ist. Die beste Hilfe für vermeintliche Waisenkinder im Garten ist immer noch eine naturnahe Bepflanzung mit Hecken, Büschen und Sträuchern, die Unterschlupf bieten und Grundlage für ein reiches Nahrungsangebot sind.

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Do

06

Jun

2013

Auszeichnung Schwalbenfreundliches Haus, XXL Ostfriese dabei

v.l.nr. Th. Dannenberg, T. Hanken, N. Pütz
v.l.nr. Th. Dannenberg, T. Hanken, N. Pütz

Nicole Pütz und Thomas Bannenberg von Gut Hahnenseifen in Reichshof freuen sich. Mit der Auszeichnung des NABU sehen viele unserer Besucher nicht nur auf die Pferde auf unserem Hof, sondern erfreuen sich auch viel bewusster über die vielen Schwalben die hier herumflitzen und ihre Bruten aufziehen. „Wenn das kein Zeichen für den Frühling ist, dann weiß ich es auch nicht“, sagt Tamme Hanken der XXL Ostfriese der zufällig heute zu Gast auf Gut Hahnenseifen ist und dort Pferden und Hunden zu mehr Gesundheit verhilft. „Auf meinem Hof freue ich mich auch über Schwalben und Co. Mit dem Aufhängen von diversen Nisthilfen ist dort noch mehr Leben eingekehrt, das Bisschen Dreck nehmen wir da gern in Kauf“.

Schwalben am Nest
Schwalben am Nest

Schon seit drei Jahren zeichnet der NABU Oberberg Häuser und Höfe aus die sich um den Schutz der Schwalben bemühen. „Wir haben schon einige ganz besondere Dinge erlebt im Rahmen dieser Aktion“, sagt Uwe Hoffmann von der NABU Geschäftsstelle, „das reicht vom KFZ Lackierer wo die Schwalben in der Fahrzeughalle nisten bis zum Einsatz einer Hubarbeitsbühne um künstliche Nisthilfen anzubringen“. Wer sich auch noch um eine Plakette für sein Haus bewerben möchte, meldet sich einfach bei der Geschäftsstelle des NABU – Oberberg in Wiehl Tel. 02262- 712728 oder per Mail an info@nabu-oberberg.de , dort nimmt man die Daten auf und stimmt das weitere Vorgehen mit dem Arbeitskreis Vogelschutz ab. „Wir hoffen noch in diesem Jahr die 100e Plakette vergeben zu dürfen“, meint Wilfried Piepenbrink vom AK Vogelschutz. Dieser setzt sich im Übrigen nicht nur für den Schutz der Mehl- und Rauchschwalben ein, sondern hat auch schon im Rahmen der Aktion Kirchturm viele Kirchengemeinden ausgezeichnet und baut und betreut seit vielen Jahren Nisthilfen für viele verschiedene Vogelarten im ganzen Oberbergischen Land.

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Fr

31

Mai

2013

Bird Race - "knusprige Sommergoldhähnchen" starten zum ersten Mal

Amsel (R.Jacobs)
Amsel (R.Jacobs)

Die meisten Menschen mögen Vögel und viele erfreuen sich auch an ihrer Beobachtung und Bestimmung. Für den NABU ist die Vogelkunde ein wichtiges Feld, denn Vögel sind ein Frühwarnsystem für viele Umweltschäden. Es ist also wichtig, dass wir Fachleute für Vögel in unseren Reihen haben. Um gerade auch jüngere Vogelfreunde anzusprechen gibt es den Birdrace. Und so hat nun ein Team von Vogelfachleuten aus dem Oberbergischen an diesem bundesweiten Wettbewerb teilgenommen. Sandra Hövel und Björn Maaß berichten ...

Die "knusprigen Sommergoldhähnchen"
Die "knusprigen Sommergoldhähnchen"

Birdrace 2013 – Die knusprigen Sommergoldhähnchen Am 04. Mai 2013 fand das 10. deutschlandweite Birdrace des Dachverband Deutscher Avifaunisten statt, an dem sich auch drei wagemutige Oberberger beteiligten. Das Birdrace ist eine Art Rennen unter Ornithologen, das seit 10 Jahren immer am ersten Maiwochenende stattfindet. Die Birdrace-Teams haben 24 Stunden Zeit, um möglichst viele verschiedene Vogelarten in einem bestimmten Gebiet, meist innerhalb der eigenen Stadt- oder Kreisgrenzen, zu finden und zu bestimmen. Das oberbergische Team „Die knusprigen Sommergoldhähnchen“, bestehend aus Sandra Hövel, Björn Maaß und Martin Erdmann, haben beim diesjährigen Birdrace 63 Vogelarten beobachtet. Das Team war im Bereich Gummersbach bis Ründeroth umweltfreundlich per Fahrrad unterwegs, wie über die Hälfte der 190 teilnehmenden Teams in Deutschland. Das ist eine erfreuliche Entwicklung und Überlegungen seitens des DDA wert, komplett auf ein umweltfreundliches Birdrace per Fuß, Rad oder ÖPNV umzusteigen.

Eisvogel ( K.Mühlmann)
Eisvogel ( K.Mühlmann)

Für das Dreierteam fing der Tag schon früh an. Um vier Uhr war Aufstehen angesagt, damit das morgendliche Vogelkonzert um fünf Uhr auf dem Bernberg nicht verpasst wird. Dort konnten schon viele Singvögel „sichergestellt“ werden, um die man sich dann im Laufe des Tages nicht mehr kümmern musste. Auch Bunt-, Mittel- und Schwarzspecht wurden direkt morgens vermerkt. Gegen sieben Uhr gab es erst mal ein gemütliches und ausgiebiges Frühstück um genug Reserven und Verpflegung für den übrigen Tag zu haben. Frisch gestärkt ging es bei Sonnenschein und angenehmen Temperaturen per Rad zur Aggertalsperre. Richtung Erlenhagen fanden die drei Birder die erste Dorngrasmücke und es folgten Waldvögel wie Sommer- und Wintergoldhähnchen, Waldbaumläufer, Kleiber und Eichelhäher. An den Pferdeställen in Erlenhagen wurden Mauersegler, Rauchschwalben und ein Turmfalke gesichtet, später eine Klappergrasmücke. Am Bruch fand die Mittagspause statt, in Gesellschaft von Haubentaucher, Blässhuhn und Höckerschwan. Über Lantenbach und Frömmersbach fuhr das Team Richtung Gummersbach City. Auf diesem Weg wurden Reiherenten, Mandarinenten, Mehlschwalben und ein Gartenbaumläufer gefunden. Es war mittlerweile Nachmittag und eine Kaffeepause am Bahnhof in Gummersbach nötig, während auf den Zug nach Dieringhausen gewartet wurde. Dort am Bahnhof genoss das Team die Gesellschaft der zweiten Dorngrasmücke des Tages. Vom Dieringhausener Bahnhof aus fuhren „Die knusprigen Sommergoldhähnchen“ mit den Fahrrädern weiter aggerabwärts Richtung Aggerstau Brunohl. Dort wurden weitere Wasservögel vermerkt wie Kanada- und Nilgans, Teichhuhn, Zwergtaucher sowie Gebirgsstelzen und die seit Jahren standorttreue seltene Moorente, die in diesem Falle beringt ist und ein Gefangenschaftsflüchtling zu sein scheint. Weiter ging die Fahrt zum Aggerstau Wiehlmünden. Dort konnte die Gruppe erfreulicherweise einen Grauschnäpper in einem nahe an der Agger liegenden Garten entdecken und am Stau selbst einen auf dem Zug in den Norden befindlichen Flussuferläufer. Auf dem Schotterweg hinter der Agger fuhren die drei Birder weiter nach Ründeroth. Auf dem Weg machte die vierte Spechtart lautstark auf sich aufmerksam, endlich ein Grünspecht mit seinem charakteristischen „Lachen“. Entlang der Agger konnten auch erstaunlich viele Wasseramsel Reviere festgestellt werden, eine positive Entwicklung. Von Ründeroth aus ging es gegen 21 Uhr mit dem Zug zurück nach Gummersbach, wo es ein gemeinsames Abendessen gab und die Ergebnisse des Tages auf der Seite des Dachverband Deutscher Avifaunisten eingetragen wurden. Gegen 23 Uhr lauschte das Team als letzte Amtshandlung noch nach dem Bernberger Waldkauz, der allerdings leider schweigsam blieb an diesem Abend. Neben dem Waldkauz blieben auch nachweislich vorhandene Arten wie Eisvogel, Gimpel, Heckenbraunelle und Graugans vor den Augen und Ohren der drei ambitionierten Birder verborgen. Leider blieben früher häufige, mittlerweile jedoch seltene Arten wie der Feldsperling und die Feldlerche ebenfalls unentdeckt. Nach etwa 40 Kilometern auf dem Rad und runden 18 Stunden Vogelbeobachtung hatten „Die knusprigen Sommergoldhähnchen“ für den Oberbergischen Kreis an diesem Tag 63 Vogelarten finden können. Im deutschlandweiten Vergleich kann man hier im Mittelgebirge gegen die Küstenregionen nicht bestehen, was das Gewinnerteam „Cuxland“ aus Cuxhaven mit 162 Arten eindrucksvoll beweist. Für die Oberberger galt das Motto: Dabei sein, das Beste geben und Spaß haben in unserer schönen buckligen Welt! Ein besonderer Dank gilt dem NABU Oberberg, der das Team mit einer Spende zugunsten des Vogelbeobachtungsportals Ornitho.de unterstützt hat! Das Team „Die knusprigen Sommergoldhähnchen“ würde sich freuen, im nächsten Jahr oberbergische Konkurrenz zu bekommen! Nähere Infos gibt es unter www.dda-web.de oder bei den Teammitgliedern. Text: Sandra Hövel, Björn Maaß

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Mo

06

Mai

2013

Neue EU-Saatgutverordnung bedroht Vielfalt der Nutzpflanzen

Blaue Bohne (S.Fröhling)
Blaue Bohne (S.Fröhling)

Seit Bekanntwerden der Pläne des Verbraucherschutzkommissars Tonio Borg für eine neue EU-Saatgutverordnung laufen Natur- und Gartenfreunde Sturm. Die Eu-Kommission will mit der neuen Verordnung Qualitätsstandards für Saatgut zum Nutzen der Verbraucher festlegen. Die Gegner der Neuregelung werfen ihr dagegen schlicht einen Kotau vor den multinationalen Saatgutkonzernen vor, die ihre marktbeherrschende Stellung zementieren wollen. Der Verordnungsentwurf fordert für alles Saatgut ein Zulassungsverfahren: Kein Problem für große Konzerne, sondern eher ein Vorteil für die großen Konzerne, aber ein unüberwindbares Hindernis für alte oder nur lokal verbreitete Pflanzensorten. Betroffen sind auch oberbergische Sorten.

Archegarten mit alten Nutzpflanzen
Archegarten mit alten Nutzpflanzen

Obstbaumexperte Olaf Schriever hat bei einem vom LVR geförderten Projekt lokale Obstsorten gefunden, aber bisher noch nicht bestimmen können. „Wir haben Sorten gefunden, die nur mit ein oder zwei Bäumen vorkamen. Wenn die umfallen, ist die Obstsorte für immer verloren.“ Weil diese lokalen Obstsorten noch keiner altbekannten Sorte zugeordnet werden konnten, fallen sie nicht unter die Regelung für alte Sorten, sondern treffen auf die volle Härte der Neuregelung. „Die Sorten dürften wir nicht vermehren. Das würde das Ende vieler Apfel- und vor allem Birnen-, Kirsch- und Pflaumensorten bedeuten, kaum dass sie entdeckt oder wiederentdeckt wurden.“ so der Obstbaumfachmann. Betroffen wären auch Gemüsesorten, wie sie die Bergische Gartenarche sammelt, erhält und vermehrt. Ziel der Bergischen Gartenarche ist es bewährte Sorten unter Gartenfreunden im Bergischen Land zu verbreiten. Damit wäre Schluss, wenn das neue EU-Recht in Kraft träte, denn keine dieser Sorten hat eine Zulassung oder kann sich auf die Ausnahmeklauseln für alte Sorten stützen. Sigrid Fröhling von der Bergischen Gartenarche ist sauer: "Es kann doch nicht sein, dass es internationale Kongresse gibt, die den Rückgang der Artenvielfalt beklagen und Kampagnen gestartet werden, um die Vielfalt zu erhalten und dann unser EU-Recht ausgerechnet bei den Nutzpflanzen genau auf das Gegenteil abzielt!“ Kritiker stellen inzwischen den Nutzen des EU-Sortenrechts generell in Frage, denn es hat in der Vergangenheit Monokulturen, anfällige und nicht an die Region angepasste Sorten, die gefährliche Gentechnik und vor allem die Marktmacht weniger Konzerne nicht verhindern können. Statt noch mehr Regulierung wäre eine Öffnung des Sortenrechts nötig. „Wenn das EU-Recht zugunsten der Saatgut-Industrie geändert wird - und das scheint der einzige Grund für diese Gesetzesänderung zu sein - bleiben kleine Händler, Baumschulen und Gärtnereien auf der Strecke. Wir alle würden abhängig von der Agrarindustrie.“ sagt Gartenfachfrau Sigrid Fröhling. Der Verordnungsentwurf soll am 6.5. von der EU-Kommission beschlossen werden und wird danach dem EU-Ministerrat und dem EU-Parlament vorgelegt. Die oberbergischen Natur- und Gartenfreunde sind zuversichtlich, dass die Verordnung im politischen Prozess noch aufgehalten werden kann. Sie rufen dazu an der Beteiligung an einer Petition an den EU-Gesetzgeber auf: https://www.openpetition.de/petition/online/saatgutvielfalt-in-gefahr-gegen-eine-eu-saatgutverordnung-zum-nutzen-der-saatgut-industrie

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Do

02

Mai

2013

Stunde der Gartenvögel, auch in Oberberg

Der Vogel des Jahres 2013, die Bekassine
Der Vogel des Jahres 2013, die Bekassine

Mitmachen und gewinnen! So ist das Motto der Stunde der Gartenvögel Mitmachen können Sie in jedem Garten, auf jedem Balkon oder auch im Park. Wenn Sie die heimische Vogelwelt nicht allein, sondern in einer Gruppe von Vogelliebhabern und unter fachkundiger Führung eines NABU-Experten kennen lernen möchten, können Sie an einer der Gartenvogelführungen teilnehmen, schauen Sie in unsere Termine. Die „Stunde der Gartenvögel“ 2013 findet vom 9. bis 12. Mai statt, aufgrund des Feiertags Christi Himmelfahrt am Donnerstag dem 9. Mai also ausnahmsweise über vier Tage.. Die alljährlich stattfindende Aktion hat auch in Oberberg viele Freunde gefunden. Nehmen Sie sich die Stunde und machen mit! Hier finden Sie den online Meldebogen und hier den Flyer zum ausdrucken und einsenden per Post. Werden Sie auch Vogelfreund bei Facebook oder machen SIe mit beim Vogelstimmenquiz.

Nutzen Sie die Smartphone App zur Bestimmung der Vogelstimmen. Die App finden Sie hier. Es gibt sie für Iphone und Android. Versenden Sie doch mal eine Online Postkarte an Freunde und Bekannte, diese werden sich freuen von Ihnen zu hören.

Mo

29

Apr

2013

Siegerehrung und Präsentation Fotowettbewerb

Die Siegerehrung in der Volksbank
Die Siegerehrung in der Volksbank

Am heutigen Abend freuten sich die Teilnehmer des Fotowettbewerbs auf die Prämierung Ihrer Bilder. Ingo Stockhausen von der Volksbank Obeberg eG freute sich den ersten Preis, eine Ballonfahrt an Frank Herhaus aus Wiehl zu übergeben. Prof. Lothar Scheuer vom Aggerverband zeigte sich erfreut über die hohe Qualität der eingegangenen Bilder. Michael Gerhard vom NABU freute sich ebenfalls, wies aber auch auf die kritische Sicht des NABU gegenüber dem Bau neuer Wasserkraftanlagen in der Region hin. Wir halten die Effizienz solcher Neuanlagen nicht annähernd ausreichend um den Eingriff in den Lebensraum Gewässer zu rechtfertigen. Altanlagen weiter zu führen macht Sinn. Hier hat sich der Lebensraum angepasst.

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Sa

27

Apr

2013

Jahreshauptversammlung NABU Oberberg 2013

Anke Vetter, stellvertr. Bürgermeisterin Marienheide ( NABU)
Anke Vetter, stellvertr. Bürgermeisterin Marienheide ( NABU)

Der NABU-Oberberg veranstaltete gestern Abend in Marienheide seine Jahreshauptversammlung. Nach einem Grußwort durch Frau Anke Vetter, stellvertretende Bürgermeisterin der Gemeinde Marienheide stieg man gleich in die Themen ein. "Wir wollen nicht nur Rückblicke halten, sondern uns in erster Linie auf die Zukunft konzentrieren", so Gleichberechtigtes Vorstandsmitglied Michael Gerhard an die Runde.

Blick in die Runde
Blick in die Runde

So gab es Informationen zum Stand der Artenschutzprüfung betreffend den Forensik Standort Reichshof, kritische Töne zur Verabschiedung der Gewerbeflächencharta des OBK, aber auch positive Dinge wurden genannt. So gestaltet der AK Vogelschutz gerade ein ehemaliges Trafohäuschen zum vielseitigen Nistquartier für Vögel und Fledermäuse um. Hier haben wir angrenzend eine Feuchtwiese entdeckt die großes Entwicklungspotenzial für den Erhalt der Artenvielfalt in unserer Region bietet. Der Streuobstwiesenschutz ist weiterhin ein wichtiges Anliegen im Nabu, auch die Unterstützung der Landwirtschaft zur weiteren Extensivierung von Flächennutzung soll ausgebaut werden. "Hier haben wir ein besonderes Projekt in der Planung", so Gerhard weiter. Auch die aktuelle Diskussion um die geplanten Einschnitte in der Saatgutvermehrung durch die EU, vorangetrieben durch die Saatgutkonzerne, kam zur Sprache.

R. Vogt und Michael Gerhard
R. Vogt und Michael Gerhard

Rudolf Hillen, Chefredakteur des Mitgliedermagazins "Brennnessel" dankte Autoren und Zuliefern für ihre Beiträge. "Rita Vogt, langjährige Mitarbeiterin des NABU, hat einen Großteil der Schwerpunktthematik Landwirtschaft in dieser Ausgabe für den Leser gut und verständlich aufbereitet" lobte Hillen die Diplom Biologin. Gleichzeitig verabschiedete sich der Vorstand von Frau Vogt, die im Rheinland ihren Lebensmittelpunkt mit Kindern und Ehemann hat. Der Bericht der Finanzen durch Christine Meyer - Cords unterstrich das Engagement des NABU in seinem Kernbereich dem Naturschutz. "Unsere Ausgaben für den Schutz und Erhalt der Natur steigen kontinuierlich, gleichzeitig aber auch unsere Einnahmen durch Mitgliedsbeiträge, Spenden und Förderungen. Daher stehen wir auf solidem Fundament" so Meyer-Cords in ihren Ausführungen. Ein spannender Vortrag von Reiner Jacobs, mit hervorragenden Bildern untermalt, bildete einen Ausgleich zu Finanzen und Berichten. Hier zeigte der Fachmann Gewinner und Verlierer im Lebensraum Oberberg auf. "Die fallenden zahlen an Feldlerchen sind geschuldet der Flurbereinigung und immer intensiver werdenden Nutzung durch die Landwirtschaft", so Jacobs in seinen Ausführungen. "Der Schwarzstorch ist häufiger anzutreffen bei uns, wir müssen allerdings auch seine Reviere achten und seine Brutplätze schützen!" Sybille Rottmann vom Vorstand lobte die Aktivitäten der Kinder- und Jugendgruppen. „Gerade mit Aktionen wie Müllsammelaktionen, der Anlage von Biotopen und andererAktionen vermitteln wir den Kindern und Jugendlichen ein Bewußtsein für den respektvollen Umgang mit der Natur“ so Rottmann. Weiter folgten Berichte aus den NABU Arbeitskreisen und Ortsgruppen, sowie weitere Regularien.

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Do

25

Apr

2013

NAJU Morsbach - Pflanzung zum Erhalt der Artenvielfalt

Mit Unterstützung von Bürgermeister Jörg Bukowski pflanzte die NAJU-Kindergruppe im Morsbacher Kurpark den „Baum des Jahres 2013“, einen Wildapfel. Foto: Privat
Mit Unterstützung von Bürgermeister Jörg Bukowski pflanzte die NAJU-Kindergruppe im Morsbacher Kurpark den „Baum des Jahres 2013“, einen Wildapfel. Foto: Privat

Um einen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt in der Gemeinde zu leisten, zogen die 6- bis 12-jährigen Kinder der Naturschutzjugend (NAJU) Morsbach Mitte April 2013 mit Hacke, Spaten und Schaufel los, um den diesjährigen „Baum des Jahres“, den Wildapfel, im Kurpark zu pflanzen. Unterstützung erhielten sie dabei von Bürgermeister Jörg Bukowski. Nicht genug, das der stattliche Wildobstbaum mit 70 cm Wurzelballen von ihm gesponsert wurde, der Bürgermeister packte auch selbst tatkräftig mit an, und gemeinsam wurde der Baum an seinen vorgesehenen Standort befördert, ein ausreichend tiefes Pflanzloch gebuddelt und der Wildapfel fachgerecht eingepflanzt.

Lisa Bauer, die Gruppenleiterin, erklärte den jungen Naturschützer die Besonderheiten des seltenen heimischen Baumes: Mit seinem krummen Stamm, den leuchtende Blüten und im Herbst mit den kleinen, herben Früchten ist der Wildapfel für viele Tiere ein wichtiger Baum. Weil seine Krone stark verzweigt ist und die Äste Dornen haben, ist der Wildapfelbaum ein idealer Brutplatz für viele Singvogelarten. Sein Stamm wird im Laufe der Zeit meistens hohl und bietet dann Fledermäusen, Bilchen und Käuzen einen Unterschlupf. Während der Blütezeit Ende April ist der Wildapfelbaum ein Schlaraffenland für Wildbienen. Der Wildapfel ist also ein wichtiger Baustein im Ökosystem und trägt zum Erhalt vieler seltener Tierarten bei. Zur Belohnung für ihre Arbeit und ihren Einsatz für den Naturschutz lud Jörg Bukowski die Kinder anschließend zu einem erfrischenden Eis ein.

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Sa

20

Apr

2013

Pflanzentauschbörse am Roten Haus gut besucht bei traumhauftem Wetter

Tauschwillige beim Aufbau
Tauschwillige beim Aufbau

heute trafen sich bei Sonnenschein und klarem Himmel wieder viele tauschwillige Pflanzenfreunde um ihre Gartenfreuden zu erweitern. Die Bergische Gartenarche vergab nach vorheriger Anmeldung wieder reichlich Patenpflanzen an Interessenten.

Der NABU - Oberberg war mit einem Infostand vertreten, hier fanden auch die Nisthilfen des AK Vogelschutz großes Interesse.

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Di

16

Apr

2013

Forensik Reichshof - Gutachter für Artenschutzprüfung benannt

Mausohr im Kasten ( F.G.Kolodzie)
Mausohr im Kasten ( F.G.Kolodzie)

Artenschutzprüfung für Forensik Standort Reichshof - NABU enttäscht von Vorgehensweise des Gesundheitsministeriums

Aus der Zeitung haben die Naturschützer erfahren, dass eine Artenschutzprüfung in den Wäldern um den Eingangsbereich des ehemaligen Munitionsdepots beginnt. „Wir sind enttäuscht vom Verhalten des Gesundheitsministeriums“ sagt Michael Gerhard vom NABU „Wir hatten erwartet in die Konzeption der Untersuchungen von Anfang an einbezogen zu werden.“

NABU und BUND hatten ihre Erkenntnisse gegenüber dem Gesundheits­ministerium schon frühzeitig offengelegt und stets für einen offenen Umgang mit den Daten geworben. Die Naturschutzverbände hatten deshalb erwartet, auch in die Planung des Artenschutzgutachtens und die Auftragsvergabe einbezogen zu werden. „Es geht hier ja um eine komplizierte Angelegenheit, um mehrere Fledermausarten, langjährige Datenreihen und eine große Fläche. Da hätten wir uns ein abgestimmtes Vorgehen gewünscht!“ sagt Fledermausfachmann Franz-Georg Kolodzie. Warum das Gesundheitsministerium nun einen Alleingang macht, ist den Naturschützern unklar. „Jedenfalls war das ein denkbar schlechter Start für die Artenschutzprüfung!“ sagt Uwe Hoffmann aus der Geschäftsstelle des NABU-Oberberg.

So

07

Apr

2013

Brennnessel 2013 erschienen

Brennnessel 2013
Brennnessel 2013

Nun ist es wieder soweit. Die Brennnessel 2013 ist erschienen. Alle Mitglieder des NABU-Oberberg erhalten sie automatisch per Post. Für Interessierte liegt sie auf unseren Infoständen bei Aktionen wie der Pflanzentauschbörse am Roten Haus un Nümbrecht aus und kann kostenlos mitgenommen werden. Schwerpunkt dieser Ausgabe ist das Thema Landwirtschaft mit allen Facetten. Natürlich kann man die Brennnessel auch online lesen. Den Download finden Sie hier.

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Mo

25

Mär

2013

Fotowettbewerb - Jury hat Sieger und Prämierungen ermittelt

v.l.n.r. W. Utsch, Nabu, Ch. Buchen, Nabu, A. Blüm, Aggerverband, M.Gerhard, Nabu, Th. Knura, Volksbank Oberberg
v.l.n.r. W. Utsch, Nabu, Ch. Buchen, Nabu, A. Blüm, Aggerverband, M.Gerhard, Nabu, Th. Knura, Volksbank Oberberg

In einer konstruktiven Atmosphäre fand heute Abend die Ermittlung der Platzierungen der Teilnehmer des Fotowettbewerbs "Gewässer - Lebensraum oder Energiequelle?" des NABU - Oberberg statt. Die Fachleute sichteten die eingesandten Bilder und versuchten anhand der Thematik und Ausführung Sieger und Platzierte zu ermitteln. Um eine möglichst große Unabhängigkeit zu gewährleisten wurden die Bilder ohne Nennung der Autoren gesichtet. Die Ausstellung wird Anfang Mai in den Räumen der Volksbank Oberberg in der Hauptstelle WIehl zu besichtigen sein. Zur offiziellen Eröffnung werden nicht nur die Gewinner, sondern alle Einsender noch separat eingeladen.

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So

24

Mär

2013

25 Jahre Anwalt der Natur - Jubiläum des OV Morsbach

NABU Kinder (C.Buchen)
NABU Kinder (C.Buchen)

NABU Morsbach zieht Bilanz 

Der Ortsverband Morsbach des Naturschutzbundes Deutschland (NABU), einer der größten Naturschutzverbände in der Bundesrepublik, besteht 2013 genau 25 Jahre. 1988 wurde der Ortsverband noch unter dem Namen Oberbergischen Naturschutzbundes (OBN) gegründet, um den Bezug zur Heimat herzustellen, war aber von Anfang an rechtlich dem Deutschen Bund für Vogelschutz, der sich später in NABU umbenannte, angegliedert. Vor einigen Jahren hat sich dann auch der Ortsverband von OBN in NABU Morsbach umbenannt. Wie der Chronik zu entnehmen ist wurde der heutige NABU Morsbach am 5. Oktober 1988 gegründet.

Jugendarbeit an den Ellinger Teichen
Jugendarbeit an den Ellinger Teichen

Vorher hatten sich nur Einzelpersonen intensiv für die Natur eingesetzt, so der Beauftragte der Landschaftswacht Klaus Jung, der sich ab 1969 als Ratsmitglied schon sehr früh für den Naturschutz engagierte, und der Vertrauensmann für Vogelschutz Christoph Buchen, der seit 1967 eine wissenschaftliche Bestandsaufnahme aller Tiere und Pflanzen sowie ihrer Lebensräume im Morsbacher Bergland vornahm. Auf ihre Initiative wurde vor 25 Jahren der OBN Morsbach gegründet. Heute ist der Verband eine feste Institution in der Gemeinde Morsbach geworden. Als „Träger öffentlicher Belange“ ist er von der Gemeinde bei Eingriffen in die Natur und Landschaft anzuhören.Die Schwerpunkte der NABU-Aktivitäten in der Vergangenheit lagen in der Öffentlichkeitsarbeit und in der Arbeit mit der Kinder- und Jugendgruppe. Wichtige Erfolge haben ihren Niederschlag im Landschaftsplan Nr. 5 Morsbach-Waldbröl gefunden, nämlich in Gestalt der Schutzgebiete, die unter Mitwirkung des NABU festgesetzt wurden.

Kinderradio Lilipuz beim NABU in Morsbach
Kinderradio Lilipuz beim NABU in Morsbach

Mit NABU-Unterstützung wurden in der Gemeinde Morsbach 7 Naturschutzgebiete mit zusammen rund 30 Hektar Fläche, 14 Landschaftsschutzgebiete, 14 Geschützte Landschaftsbestandteile (alte Bäume, Vogelschutzgehölze, Quellen und Fledermausstollen), 12 Naturdenkmale (Baumgruppen) sowie 41 Brachflächen ausgewiesen. An den Unterschutzstellungen dieser Gebiete und Einzelschöpfungen der Natur war der NABU Morsbach mit gründlichen und jahrelangen Untersuchungen, Gutachten sowie Stellungnahmen maßgeblich beteiligt. Zu den wichtigsten Aktivitäten zählen aber auch die Vortragsveranstaltungen, die der NABU Morsbach mit fachkundigen Referenten durchgeführt hat, so zum Beispiel mit dem Autor und „Erfinder“ der „Benjes-Hecke“ Hermann Benjes, Bestseller-Autorin Marie-Luise Kreuter („Der Bio-Garten“) und dem Journalisten Franz Alt („Die Sonne schickt uns keine Rechnung.“). An der 1100-Jahr-Feier der Gemeinde Morsbach beteiligte sich der NABU 1995 mit einer Baumpflanzaktion hinter dem Rathaus. Bürgermeister Horst Jütte gratulierte dem NABU Morsbach 1998 zum 10. Geburtstag mit den Grußworten: „Seit seiner Gründung steht der NABU Bürgern und Gemeinde als Anwalt der Natur mit zahlreichen Anregungen und Vorschlägen zur Seite. Viele Aktionen zeigen deutlich, dass dem NABU der praktische Naturschutz besonders am Herzen liegt. Die ehrenamtliche Arbeit der NABU-Mitglieder darf ich an dieser Stelle besonders lobend erwähnen, aber auch das Engagement der NABU-Kindergruppe. Die Stimme des NABU als kompetenter Vertreter des Natur- und Umweltschutzes wird auch in Zukunft Beachtung finden.“ Text: Ch. Buchen

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Mi

20

Mär

2013

ZDF dreht Beitrag zum Staatswald in Oberberg

Heinz Kowalski mit dem Fernsehteam
Heinz Kowalski mit dem Fernsehteam

Heute morgen besuchte ein Kamerateam des ZDF den Oberbergischen Staatsforst. Der Anlass ist zum einen der morgige Tag des Waldes und zum anderen ein Interview mit Heinz Kowalski, stellvertretender Landesvorsitzender des NABU-NRW und Mitglied des NABU-Oberberg. Er schilderte aus SIcht des NABU die Problematik der Landesregierung die nun die Verträge der Vorgängerregierung mit dem österreichischen Holzkonzern Klausner über enorme Liefermengen einhalten muss.

hier wurde gerade frisch eingeschlagen
hier wurde gerade frisch eingeschlagen

Das Land Nordrhein-Westfalen muss nach einem Urteil des Oberlandesgerichtes Hamm vom Dezember vergangenen Jahres die mit dem österreichischen Holzverarbeiter Klausner vertraglich vereinbarten 500.000 Festmeter Frischholz jährlich wie vereinbart bis 2014 liefern. Die Lieferungen sind auch einzuhalten, obwohl die Kapazitäten des nordrhein-westfälischen Staatswaldes mit 200.000 Festmeter weit darunter liegen. „Auch ohne Klausner-Vertrag sind die Einschläge schon an der Grenze des ökologisch vertretbaren“, so Heinz Kowalski, Sprecher des NABU-Landesfachausschusses Wald in NRW. Der NABU befürchte nun massive ökologische Folgen durch noch höheren Holzeinschlag bis hin zu großflächigen Kahlschlägen. Das Land müsse alles tun, um den drohenden Ausverkauf des Staatswaldes zu verhindern.

frisch gefällte Stämme am Wegesrand
frisch gefällte Stämme am Wegesrand

Hier stehe die rot-grüne Landesregierung in der Verantwortung, auch wenn die missliche Situation aufgrund unverantwortlicher Verträge der schwarz-gelben Vorgängerregierung entstanden sei. Erst Ende Oktober 2011 habe der Staatswald NRW das FSC-Siegel für nachhaltige und naturverträgliche Wald-Bewirtschaftung erhalten. Umweltminister Remmel habe anlässlich dieser Auszeichnung den ´Vorbildcharakter, in punkto Ökologie, Ökonomie und Soziales bei der Bewirtschaftung unserer Wälder´ betont. So hätten ´unsere Wälder nur dann eine Zukunft, wenn wir in unserem Handeln stets alle drei Aspekte berücksichtigen´ würden. Diese Ansprüche gelte es nun auch weiterhin umzusetzen. In diesem Zusammenhang kritisierte der NABU insbesondere das Schweigen, in das sich Land und der Landesbetrieb Wald und Holz nach dem Urteil hüllen würden. „Nicht nur der NABU, vermutlich auch viele Bürger Nordrhein-Westfalens dürfte es interessieren, was das Land nun vor hat“, so Kowalski. Entweder gehe das Land jetzt in Revision zum Bundesverwaltungsgericht oder es verhandele mit Klausner über Abstandszahlungen. Das Prinzip der nachhaltigen Waldwirtschaft im nordrhein-westfälischen Staatswald dürfe jedoch auf keinen Fall aufgegeben werden. Dieser sei schließlich nicht nur ein wichtiges Wirtschaftsgut, er gehöre darüberhinaus allen Bürgern und diene in wesentlichen Teilen neben dem Natur- und Klimaschutz deren Erholung und Freizeitgestaltung. Nach den verheerenden Sturmschäden durch den Orkan Kyrill im Jahr 2007 hatte der damalige Landesumweltminister Eckhard Uhlenberg (CDU) mit dem Klausner-Konzern langfristige Verträge über die Lieferung von jährlich 500.000 Festmeter Frischholz bis 2014 vereinbart, und zwar zu einem vergleichsweise niedrigen Preis zwischen 75 bis 85 Euro pro Festmeter. Nach den Aufräumarbeiten stehen aber nur noch 200.000 Festmeter jährlich in den Staatswäldern zur Verfügung. Außerdem ist der Festmeterpreis inzwischen auf rund 95 Euro geklettert. Der Landesbetrieb Wald und Holz stellte deshalb die Lieferungen an Klausner 2009 ein. Dagegen hatte das Unternehmen geklagt.

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So

10

Mär

2013

Gewerbeflächenkonferenz - Gemeinsame Stellungnahme der Naturschutzverbände

Industriegebiet
Industriegebiet

Im Kreisausschuss am 7.3.2013 thematisierten die Grünen wiederum die Nicht-Einbindung der Landwirtschafts- und Umweltverbände in die Gewerbeflächencharta. Es ist nicht Aufgabe der Naturschutzverbände die Parteipolitik zu kommentieren. Wir halten uns daher gewöhnlich diesbezüglich auch zurück. Aber bei dieser Sitzung des Kreisausschusses kam - den Medienberichten nach zu urteilen - einfach zu starker Tobak auf den Tisch, der an dieser Stelle nicht unkommentiert bleiben darf!

Indutriefläche in Oberberg
Indutriefläche in Oberberg

Die Umweltschutzverbände sind nach wie vor verärgert bei der mit großem Pomp gefeierten Unterzeichnung der Gewerbeflächencharta nicht eingebunden gewesen zu sein. "Es stünde den Verantwortlichen gut an sich schlicht zu ihrem strategischen Fehler zu bekennen, statt ständig Nebelkerzen zu werfen." sagt Michael Gerhard vom NABU Oberberg. BUND und NABU glauben, dass ihre Argumente für die Organisatoren der Charta zu gefährlich waren, so dass von vorn herein jede Möglichkeit unterbunden wurde, die Positionen der Verbände vor der Unterzeichnung der Charta zu verdeutlichen. Im Nachhinein mag das intransparente Vorgehen zwar vielen peinlich sein, aber Entschuldigungen oder auch nur Einladungen zu nachträglichen Gesprächen haben die Umweltverbände bisher von keinem Unterzeichner erhalten. Wie die Debatte im Kreisausschuss zeigt, geht es wohl eher um Vertuschung und Ablenkung. "Prof. Wilke z.B. scheint in der Traumwelt zu leben. Von einem "guten Weg mit den Umweltverbänden" kann gar keine Rede sein." sagt Friedrich Schöbel vom BUND Oberberg. "Im Gegenteil: Wir können nicht erkennen, dass man uns und unsere Kritik überhaupt ernst nimmt." Aus Sicht der Umweltverbände sind die Bemühungen das Thema klein zu reden fehl am Platz. Die Charta hatte nicht etwa die Nennung des Bedarfs im Sinn - bis heute liegt das Gutachten, mit dem der angebliche Bedarf begründet werden soll, gar nicht vor. Es ging statt dessen um ein Signal an die Landesregierung. Schon der Name "Gewerbeflächencharta" zeigt, dass es eben nicht nur um eine Bedarfsermittlung ging, sondern um einen politischen Anspruch auf viel mehr Gewerbeflächen. Nur so kann ja auch die Unterzeichnung aller Bürgermeister verstanden werden. Einem derartigen politischen Appell hätte aber eine inhaltliche Diskussion in der Gesellschaft und auch in den Räten vorangehen müssen. Die fehlt aber bis heute! "Wir verwehren uns massiv gegen die Aussage man habe "mehrfach mit uns gesprochen". Es fand nur ein Gespräch statt und da haben wir wohl vor die Wand geredet!" sagt Michael Gerhard. Die Umweltverbände empfehlen der oberbergischen Politik endlich eine Richtungsentscheidung zu treffen: Entweder will man tatsächlich den gesellschaftlichen Konsens für einen politischen Appell - dann wäre aber zuerst ein Austausch der Fakten und Argumente nötig; nicht nur mit etlichen Verbänden sondern auch mit dem normalen Bürger. Oder man will die Sache auf die harte Tour durchsetzen - dann soll man das aber bitte auch deutlich sagen!

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Sa

09

Mär

2013

Lebendige Anti Atom Bewegung in Oberberg

Demonstranten in Gronau
Demonstranten in Gronau

Manche meinen es wäre still geworden um die Anti-Atomkraft-Bewegung in den Zeiten der Energiewende. Aber der harte Kern ist nach wie vor aktiv. Denn immer noch laufen unsichere Atomkraftwerke in Deutschland und in Nordrhein-Westfalen steht eine der Drehscheiben des internationalen Urangeschäfts: Die Urananreicherungs­anlage URENCO in Gronau. Von hier werden etwa 10% der Atomkraftwerke weltweit (!) mit angereichertem Uran versorgt; der Hauptgrund für Atomtransporte auf deutschen Straßen. Das sind Gefahrenmomente genug, um auch 2013 eine Demonstration gegen die Urananreicherungsanlage zu rechtfertigen.

Mahnwache in Gummersbach
Mahnwache in Gummersbach

Daher fuhr aus dem Oberbergischen ein ganzer Bus mit Atomkraftgegnern ins Münsterland: Etwa 50 Oberberger trotzen dem Regen im westfälischen Gronau, um gegen die Atomindustrie zu protestieren, die sich – von den meisten Menschen unerkannt - in NRW festgesetzt hat. Mehr als 1.000 Demonstranten nahmen an der friedlichen und trotz des Wetters fröhlichen Demonstration teil – mit der schon sprichwörtlichen „protestlustigen“ Stimmung der Atomkraftgegner. Die Demonstration in Gronau war Teil eines bundesweiten Aktionstags, der zum Jahrestag des Reaktorunglücks von Fukushima auch an den Atomkraftwerken im niedersächsischen Grohnde, im baden-württembergischen Neckarwestheim und im bayrischen Gundremmingen Atom-Gegner auf die Straße brachte. Insgesamt haben 28.000 Menschen mitgemacht. Die Oberberger Atomgegner werden auch weiterhin gegen die Atomindustrie protestieren. Die nächste Aktion folgt schon am Montag in Gummersbach.

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Do

07

Mär

2013

Energetische Sanierung - Nachhaltigkeit beachten

Zahlreiche Besucher waren zu der Vortragsveranstaltung des Dipl.-Ing. Klaus Schweim (Mitte) vom Klimabündnis Oberberg im Rahmen des 25-jährigen Bestehens des NABU Morsbach gekommen. Foto: C. Buchen
Zahlreiche Besucher waren zu der Vortragsveranstaltung des Dipl.-Ing. Klaus Schweim (Mitte) vom Klimabündnis Oberberg im Rahmen des 25-jährigen Bestehens des NABU Morsbach gekommen. Foto: C. Buchen

„Nachhaltigkeit ist, wenn es wirklich wirkt, was wir machen“ Der NABU Morsbach hatte Anfang März 2013 anlässlich seines 25-jährigen Bestehens zu einer Vortrags- und Diskussionsveranstaltung unter dem Thema „“Energetische Gebäudeoptimierung“ in die Sportklause „Nr. 9“ eingeladen. Vorsitzender Klaus Jung konnte neben dem bekannten Diplom-Ingenieur für Kerntechnik und Apparatebau Klaus Schweim vom Klimabündnis Oberberg als Referenten auch 40 interessierte Besucher begrüßen. Der Schwerpunkt des Abends lag bei den Photovoltaikanlagen, angesprochen wurden aber auch Themen wie Energiewende, Energieeffizienz, Energieeinsparungen durch Wärmedämmung, Fördermöglichkeiten und Nachhaltigkeit.

Photovoltaik Anlage
Photovoltaik Anlage

Klaus Schweim (75), 1972 ins Oberbergische gezogen, hat schwerpunktmäßig Energietechnik studiert und bei einer großen Gummersbacher Firma viele Jahre Kohlekraftwerke mit gebaut. „Nachhaltig ist, wenn es wirklich wirkt, was wir machen“, eröffnete Schweim seinen lebhaften und praxisnahen Vortrag und stellte fest: „Die ´Mär` vom Regenloch Oberberg oder die Behauptung, PV-Anlagen lohnen sich hier nicht, kann ich widerlegen.“ Er wies mit Zahlen seiner eigenen Anlage und vieler anderer Oberberger nach, dass sich Photovoltaik (PV) im Oberbergischen und auch in Morsbach sehr wohl rechnet und lohnt. Klaus Schweim erwähnte auch die Arbeit der Gymnasiastinnen Christine Mauelshagen aus Morsbach und Rosa Meyer aus Nümbrecht, die auch unter www.morsbach.de (Blaue Seite) einzusehen ist. Beide haben durch eigene Untersuchungen festgestellt, dass PV-Anlagen eine lohnende Alternative zum herkömmlichen Strombezug sein können. Im Verlauf seines Vortrages ging Schweim zum Beispiel auf die Entwicklung des Energieeinspargesetzes, die Einspeisevergütung sowie auf die Funktion und die optimale Montage von PV-Anlagen ein. So stellte er fest, dass die ertragreichsten Monate nicht die warmen Sommermonate sind, sondern PV-Anlagen vor allem in den kühleren, aber nicht minder sonnenreichen Monaten die besten Leistungen erbringen. Fazit von Klaus Schweim: „Jede Photovoltaikanlage mindert den Verbrauch von fossilen Brennstoffen und trägt somit zum Klimaschutz bei. Künftig sollte an der kostengünstigen und effizienten Speicherung von Strom gearbeitet werden.“. Die Zuhörer machten reichlich Gebrauch von der anschließenden Fragerunde. Johannes Mauelshagen von der Gemeinde Morsbach gratulierte dem NABU Morsbach zu seinem Jubiläum und ging auf das interkommunale Klimaschutzteilkonzept ein, mit dem die Gemeinden Morsbach und Reichshof sowie die Städte Bergneustadt und Wiehl gemeinsam das Institut für angewandtes Stoffstrommanagement (IfaS) vom Umwelt-Campus Borkenfeld beauftragt haben. Damit sollen die Potenziale der Erneuerbaren Energien in den Gemeindegebieten ermittelt und daraus Maßnahmen zum Ausbau umweltfreundlicher Technologien entwickelt werden. Für die interkommunale Zusammenarbeit im Bereich des Klimaschutzes wurden die vier Kommunen bereits vom Bundesumweltministerium mit einer Urkunde ausgezeichnet. Johannes Mauelshagen rief die Anwesenden dazu auf sich aktiv an diesem Prozess zu beteiligen. Weitere Infos dazu unter www.morsbach.de (Blaue Seite).

Hier der Vortrag von Klaus Schweim als PDF Datei
Energetische_Gebaeudeoptimierung_Morsbac
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Di

05

Mär

2013

Sortenliste zum Pflanzentausch

Am 20. April ist es wieder soweit, die sehr beliebte Pflanzentauschbörse findet wieder am Roten Haus in Nümbrecht statt. Wie in jedem Jahr besteht auch hier wieder die Möglichkeit Patenpflanzen bei der Bergischen Gartenarche zu bestellen eine Liste finden Sie weiter unten auf der Seite.

hier können Sie die Sortenliste herunterladen
BGA-Sortenliste+Maerz+2013.pdf
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Di

05

Mär

2013

Volksbank Oberberg schüttet EOG Gelder aus

v.l.nr. I.Stockhausen,Voba Oberberg; Monica Weispfennig - Buchfeld, Nina & Nico; U.Hoffmann, NABU; D. Gross, BWO
v.l.nr. I.Stockhausen,Voba Oberberg; Monica Weispfennig - Buchfeld, Nina & Nico; U.Hoffmann, NABU; D. Gross, BWO

Zum dritten Mal konnte gestern die Volksbank Oberberg eine Ausschüttung der Ethisch - Ökologischen Geldanleihe ( EOG) vornehmen. Vorstandvorsitzender Ingo Stockhausen freute sich das die Initiative eines Ausblidungslehrgangs vor einigen Jahren eine beliebte Anleihe hervorbrachte die nachhaltig zu Ausschüttungen führt.

"Die Beträge steigen an und zeigen den Bezug unserer Kunden zur Region und ihr Engagement in den verschiedenen Bereichen" so Stockhausen bei der Übergabe der Schecks. Neben der BWO und Nina und Nico konnte sich auch der NABU - Oberberg über einen Scheck in Höhe von 4729,18€ freuen. "Geld was wir für unsere aktive Naturschutzarbeit gut brauchen können" betonte Uwe Hoffmann von der NABU Geschäftsstelle bei seinen Dankesworten für den Vorstand des NABU - Oberberg.

Sa

02

Mär

2013

Vortrag: Energetische Gebäudesanierung

Energieberatung auf der Klimamesse Wiehl
Energieberatung auf der Klimamesse Wiehl

Der Ortsverein Morsbach des NABU – Oberberg wird in diesem Jahr 25 Jahre, kein Zeichen von Alter - sondern eher auf der Höhe der Zeit. Hier veranstalten die Morsbacher Naturschützer eine Vortrags- und Diskussionsveranstaltung zum Thema Energetische Gebäudeoptimierung. Sie findet am Mittwoch, den 6. März 2013, 20.00 Uhr, in der Sportklause „Nr. 9“ in Morsbach (Hahner Straße 27) statt. Dabei wendet sich der NABU an alle Bürger, insbesondere aber an Hausbesitzer, deren Immobilien einer energetischen Aufrüstung bedürfen. Es werden folgende Themen angesprochen: Energiewende, Energieeffizienz, Energieeinsparung, Energetische Sanierung, Nachhaltigkeit und Förderungsmöglichkeiten. Der Schwerpunkt liegt bei der Fotovoltaik. Referent ist Dipl.-Ing. Klaus Schweim (Energieberater). Der Eintritt ist frei.

Fr

01

Mär

2013

Erfolgreich: Treffen der Amphibienschützer

Feuersalamander ( C.Buchen)
Feuersalamander ( C.Buchen)

Amhibienschützer im NABU - Oberberg auf neue Saison eingestimmt - der Frühling kann kommen

Am vergangenen Mittwoch Abend trafen sich rund 50 engagierte Personen, denen die Amphibien des Oberbergischen am Herzen liegen. Der NABU Oberberg hatte eingeladen zum Informationsaustausch. Wissenswertes über die heimischen Amphibien wurde zunächst im Rahmen eines Vortrages vermittelt: welche Arten kommen bei uns vor, wie werden Frosch und Kröte unterschieden, für welche Art ist der Laichballen oder die Laichschnur typisch, wie unterscheiden sich Molch und Salamander und viele Dinge mehr.

Erkröte ( C.Buchen)
Erkröte ( C.Buchen)

Es gibt an vielen Straßen im Oberbergischen Kreis Konzentrationspunkte wandernder Frösche und Kröten. Wenn es in den nächsten Tagen wärmer wird, gehen die Massenwanderungen zu den Paarungs- und Laichgewässern los. Dabei reichen Temperaturen ab 5°C aus, ein bisschen Regen und die Tiere verlassen die Winterquartiere und machen sich auf den Weg. Wird es noch milder, mag mancher Autofahrer nicht mehr gerne über Straßen fahren, die nach der Passage von Leichen bedeckt sind. Daher werden vielerorts Krötenzäune aufgestellt. Flexible Plastikzäune werden mit Stöcken errichtet und am Zaun werden in regelmäßigen Abständen ebenerdig Eimer eingegraben. In diese Eimer fallen die Kröten und Frösche auf dem Weg zum nahegelegenen Wasser. Entfernungen zwischen 400 Metern und 2 Kilometern werden von den Tieren zurückgelegt. Die Wanderungen setzen in der Dämmerung ein und finden nur nachts statt – tagsüber sind die Tiere nicht auf der Straße und Autofahrer können sich entspannen. Aus den Eimern werden die gefangenen Tiere abends und morgens befreit und auf die andere Straßenseite getragen. Wenn dabei gezählt wird ergibt sich mancherorts ein erstaunliches Ergebnis: in Marienheide wurden schon bis zu zehntausend Tiere über die Straße getragen – in eine Richtung. Nach der Paarung und dem Ablaichen wandern die Tiere zurück Richtung Sommerlebensraum und die Eimer bleiben in dieser Zeit noch eingegraben und werden weiterhin regelmäßig geleert. Kann die regelmäßige Leerung der Eimer nicht gewährleistet werden, würden die Tiere innerhalb weniger Stunden in den Eimern sterben. Nach dem informativen Vortrag tauschten sich die Amphibienschützer aus und koordinierten die anstehenden Aufgaben. Sowohl die Materialbeschaffung als auch die Abstimmung untereinander wurde im gemeinsamen Gespräch geklärt. Sollten auch Sie Lust haben Kröten und Frösche über Straßen zu tragen, wenden Sie sich gerne an die Geschäftsstelle des NABU Oberberg unter der Telefonnummer 02262-71 27 28

So

24

Feb

2013

Flugplatz Wipperfürth-Neye: Naturschutzverbände lehnen die Ausweitung der Landebahn ins Naturschutzgebiet ab

Landebahn
Landebahn

Seit mehreren Jahren versucht der Luftsportverein Wipperfürth e.V. die Verlängerung der Start-Landebahn seines Landeplatzes bei Wipperfürth-Neye zu erreichen. An Anträgen, Gutachten für den Ausbau und pressewirksamen Politikerbesuchen hat es seither nicht gefehlt, aber ein Problem steht gegen die Verlängerung: Unmittelbar an den Landeplatz schliesst sich das Naturschutzgebiet Wupper- und Wipperauen an. Eine Verlängerung der Start- und Landebahn in das Naturschutzgebiet wäre mit dem Naturschutz unvereinbar, denn so würde jede ökologische Entwicklung des Schutzgebietes verhindert. Besonders brisant ist, dass die Wipper- und Wupperaue eines der wenigen FFH-Gebiete im Oberbergischen ist; diese besonders hochwertigen Naturschutzflächen stehen sogar unter europäischem Schutz!




Derzeit hat der Luftsportverein beantragt etwa 70 m des Naturschutzgebietes für die Start-Landebahn zu nutzen. Die oberbergischen Naturschutzverbände wenden sich in Stellungnahmen an den Kreis und die zuständige Luftfahrtaufsichtsbehörde der Bezirksregierung Düsseldorf dagegen. Denn für die Verlängerung der Start-Landebahn gibt es keine stichhaltigen Argumente: Weder ist die Verlängerung aus Sicherheitsgründen nötig, noch verstösst der Flugbetrieb gegen Grenzwerte. Es gibt also keine Begründung für den Ausbau des Landeplatzes, der einen Eingriff in das Naturschutzgebiet rechtfertigen könnte.

Dennoch haben die Vertreter der Naturschutzverbände einen Kompromiß vorgeschlagen: Die Start- und Landebahn kann bis zum Rand des Schutzgebietes ausgedehnt werden und sogar eine Hecke im Schutzgebiet kann beseitigt werden, weil sie die Starts und Landungen stört. Mit diesen Zugeständnissen ist aber das Ende der Fahnenstange für die Naturschützer erreicht. Weitere Begehrlichkeiten im Naturschutzgebiet Wipper- und Wupperaue kann der oberbergische Naturschutz nicht dulden.

Fr

22

Feb

2013

Jahresbericht 2012 der Wipperkids

erneuerbare Energien vor Ort
erneuerbare Energien vor Ort

Wipperkids veröffentlichen Jahresbericht – viele Aktivitäten rund um die Natur Mit einem breiten Spektrum an Aktionen beschränkten sich die Wipperkids nicht nur auf die Pflege „ihres Biotopes Grennebach“ sondern veranstalteten auch Müllsammelaktionen am oberen Wipperlauf, reinigten Nistkästen am Gummerother Forst und vieles mehr. Zu den Aktivitäten gehören u.a. auch die Pflege der eigenen Schafe Liese und Lotti, die Betreuung eines Bienenstockes, die Teilnahme an Veranstaltungen wie Batnight und auch Nachtwanderungen. Den Bericht können Sie als PDF Datei ansehen

Jahresbericht der Wipperkids 2012
2012 in Grennebach bei den WipperKids.pd
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Fr

22

Feb

2013

Tagung: Mittelspecht im Altholzbestand

Mittelspecht ( Tom Dove)
Mittelspecht ( Tom Dove)

Für den Mittelspecht tragen wir in Deutschland eine hohe Verantwortung. Rund 20 Prozent des Weltbestandes leben bei uns. Deshalb steht der Mittelspecht auch im Anhang I der Vogelschutzrichtlinie, für die EU-Vogelschutzgebiete (IBA) ausgewiesen werden müssen. Das Bundesprogramm für „Biologische Vielfalt“ führt ihn in der Liste der 40 ausgewählten Tier- und Pflanzenarten, für die Deutschland in besonderer Verantwortung steht, Schutz- und Fördermaßnahmen zu ergreifen. Im Nachhaltigkeitsindex der Bundesregierung steht der Mittelspecht als Indikatorart für alte Laubwälder und deren nachhaltige Bewirtschaftung.

Gründe genug für Ornithologen und Vogelschützer, sich dieser Art in besonderer Weise zu widmen. Der Mittelspecht wird auch „Astspecht“ genannt, denn er bevorzugt alte Eichenbäume mit starken Seitenästen, in denen er nach Nahrung stochert. Je mehr von solchen alten Eichen im Revier stehen, um so günstiger für den Mittelspecht. Ergänzend geht er dann auch gerne in andere Baumarten mit rauher Rinde, wie alte Erlen, Obstbäume oder Pappeln. Alt- und Tothölzer gibt es in den meisten Wäldern viel zu wenig, weshalb der NABU hierfür eine Quote fordert. Diese und andere Aspekte wollen wir, der NABU-Landesfachausschuss Wald, in der NUA-Veranstaltung am 15.03.2013 mit Ihnen diskutieren. Specht-Spezialisten werden uns einen aktuellen Überblick geben. Der Veranstaltungsort, der neue Anbau der Biologischen Station Oberberg am Schloss Homburg, liegt mitten in einem alten Mischwald-NSG mit mehreren Mittelspechtrevieren. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme! Freitag, 15.03.2013 10.00 Uhr bis 15.30 Uhr Tagungsort: Das neue Landschaftshaus der Biologische Station Oberberg (BSO) Schloss Homburg 2 51588 Nümbrecht Tel. 02293-90150 Teilnehmerbeitrag 20,00 € (vor Ort zu entrichten) für Getränke und Mittagessen (bitte angeben, ob vegetarisches Essen gewünscht)

Einladung_Mittelspecht-Tagung2013.pdf
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Mo

18

Feb

2013

Treffen Amphibienschützer

Bergmolch
Bergmolch

Wohin mit den Kröten? NABU zeigt wie geht Amphibienschutz!

Bald ist es wieder soweit, die Temperaturen steigen, die Sonne scheint länger und der Frühling sendet die ersten Vorboten auch ins Oberbergische. Das ist dann auch das Startsignal für die ersten Amphibien, die Winterstarre zu überwinden und die Teiche und Tümpel zu stürmen. Leider werden bei dieser einsetzenden Massenwanderung immer wieder viele Tiere überfahren, die Wenigsten wissen, dass allein der Luftzug eines fahrenden PKW reicht, um das Tier zu töten. Viele engagierte Naturschützer machen sich jedes Jahr auf, den bedrohten Tieren zu helfen. Es werden Leiteinrichtungen aufgebaut, wo man die Amphibien in Eimern sammelt, um sie dann über die Strassen zu bringen. Hier ist echtes Engagement und voller Einsatz gefragt, denn oft müssen die Helfer im Dunkeln mehrfach die Strassen überqueren und setzen sich selber der Gefahr des Strassenverkehrs aus.

Um weitere Helfer zu gewinnen und den alten Helfern für ihren Einsatz zu danken, veranstaltet der NABU – Oberberg am 27.02.2012 ab 18:30 Uhr im Ponyhof Knotte in Wiehl – Hübender eine Informations- Dankeschön- und Kennenlernveranstaltung. Hier können sich alle Interessierten zusammenfinden, Erfahrungen austauschen und bei einem kleinen Snack eine Runde plaudern, ein kurzer spannender Vortrag eines Amphibienschutzexperten rundet die Veranstaltung ab. Um die Planung einfacher zu gestalten bitten wir um Anmeldung per Mail oder Telefon bei der Geschäftsstelle Wiehl. info@nabu-oberberg,de Tel. 02262/ 712728

Do

31

Jan

2013

Ergebnisse der Wintervogelzählung

Blaumeise (R.Jacobs)
Blaumeise (R.Jacobs)

Stunde der Wintervögel 2013: Die üblichen Verdächtigen haben gewonnen!

Fast 11.000 Vögel wurden im Oberbergischen gezählt

Kohlmeise, Haussperling u. Blaumeise auf den ersten Plätzen – in Oberberg wie im Bund

Das Interesse der Oberbergischen Bevölkerung an der winterlichen Vogelwelt war auch dieses Jahr ungebrochen. Vom 04.01.13 bis zum 06.01.13 konnten wieder Vögel bestimmt, gezählt und anschließend dem NABU gemeldet werden:

336 Vogelfreunde machten im Kreisgebiet mit und meldeten aus 248 Gärten fast 11.000 Vögel in 56 Arten.

 

Elster (R.Jacobs)
Elster (R.Jacobs)

Die Gewinner der Stunde der Wintervögel sind die „üblichen Verdächtigen“ der oberbergischen Gärten. Den ersten Platz belegt die Kohlmeise mit 1646 gezählten Vögeln. Der zweite Sieger ist der nur knapp dahinter liegende Haussperling mit 1638 Zählungen, gefolgt von der Blaumeise mit 1340 Individuen. Die Verteilung der Plätze stimmt übrigens mit denen der bundesweiten Zählung überein. Auf Platz 4 folgt bereits die Amsel mit 794 Vögeln. Sie wurde in fast 90 % der teilnehmenden oberbergischen Gärten gezählt. Vor zwei Jahren bestand die Sorge, dass es ein Amsel-Sterben aufgrund des vor allem bei Amseln auftretenden Usutu-Virus geben könnte. Diese Befürchtung hat sich aber nicht bestätigt, da es deutschlandweit weiterhin eine hohe Amseldichte gibt, was die Daten dieser Stunde der Wintervögel auch wieder belegen. Die hier angewandte Art der Datenerhebung nennt sich „Citizen Science“, was auf Deutsch etwa „Bürgerwissenschaft“ bedeutet. Das Gesamtergebnis wird auch durch Fehlbestimmungen, aufgrund der großen eingehenden Datenmenge der Bürger, nicht wesentlich verfälscht. Die meisten Oberberger, die an der Stunde der Wintervögel teilgenommen haben, sind keine ausgesprochenen Vogelexperten. Sie machen mit, weil sie Spaß an Naturbeobachtungen haben. Deshalb kann es sein, dass auch z.B. ein nicht so häufig gesehener Vogel fehlbestimmt wird. Zwei Meldungen aus dem Oberbergischen waren allerdings ungewöhnlich. Es wurden, wie im letzten Jahr, Nebelkrähen gemeldet, die bei uns äußerst selten sind und eigentlich erst ab der Mitte Deutschlands Richtung Norden und Osten vorkommen. Eventuell wurden sie mit Elstern verwechselt. Des Weiteren wurden 2 Zaunammern gesichtet, die im Oberbergischen Winter sehr unwahrscheinlich sind und sonst im Sommerhalbjahr spärlich im Rheintal vorkommen. Vermutlich wurden sie mit Goldammern verwechselt. Die Melder dieser beiden Arten können sich gerne unter info@nabu-oberberg.de melden und ihre Sichtungen detailliert beschreiben bzw. falls vorhanden ein Foto schicken. Denn das wären wirklich sensationelle Meldungen in der Oberbergischen Vogelwelt!

Mi

30

Jan

2013

Gewerbeflächenkonferenz am 30.1.2013 - Kampfansage statt Konsens! Naturschützer sind über Nichtbeteiligung bestürzt

Industriegebiet bei Waldbröl
Industriegebiet bei Waldbröl

Am 30.1.2013 soll in der IHK in Gummersbach die sogenannte Gewerbeflächenkonferenz tagen, mit der der Kreis, seine Kommunen, die Arbeitgeber und Arbeitnehmer ihre Forderungen für mehr Gewerbe- und Industrieflächen im Oberbergischen formulieren wollen. Höhepunkt der Veranstaltung soll offenbar die Unterzeichnung einer „Charta Gewerbe- und Industrieflächen Oberberg“ sein, in der die Region ihre Forderungen erhebt.

 

Wer zu dieser Gewerbeflächenkonferenz eingeladen ist, wissen wir nicht. Wir können nur vermuten, dass die Bürgermeister die „Charta“ unterzeichnen sollen, um den Eindruck zu erwecken, es gebe einen regionalen Konsens. Diesem Eindruck, das im Oberbergischen ein Konsens über mehr Gewerbe- und Industrieflächen besteht, müssen wir deutlich widersprechen.

Weder die Naturschutzverbände, noch die Landwirtschaft wurden zu dieser Konferenz eingeladen. „Wir kennen weder den Text der Charta, noch wurde er mit uns diskutiert. Offenbar will man uns nicht dabei haben.“ vermutet Friedrich Schöbel vom BUND Oberberg. „Man hat wohl Angst, dass unsere Argumente den angeblichen Konsens stören könnten.“

 

Kreisverwaltung und IHK hatten die Naturschutzverbände im letzten Jahr zu einem Gespräch eingeladen. Die Naturschützer haben ihre Positionen deutlich gemacht:

  • Vor der Ausweisung neuen Baulandes muss die Nutzung von Baulücken und Gewerbebrachen liegen, von denen es noch große Flächen im Kreis gibt.
  • Wenn solche Baulücken nicht genutzt werden, müssen sich die Kommunen nach den Gründen und nach Gegenmaßnahmen fragen lassen, statt noch mehr neues Bauland zu fordern.
  • Solange im Südkreis große Gewerbeflächen brach liegen, solange kann keine Baulanderweiterung in den Nachbarkommunen stattfinden.

Die Gewebeflächenentwicklung im Oberbergischen ist aus Sicht der Naturschutzverbände an eine Grenze gekommen: Noch mehr Gewerbe- und Industrieflächen sind mit dem Landschaftsschutz unvereinbar. Daher müsse statt immer mehr Bauland nach neuen Ideen des Flächenrecyclings und des flächensparenden Bauens gesucht werden.

 

Bei einer Veranstaltung von Landwirten und Naturschützern im Oktober 2011 in Wiehl im Rahmen des 'Oberbergischen Landschaftstages' waren sich die Vertretern der Landwirtschaft, des Naturschutzes, der Bezirksregierung Köln, des Oberbergischen Kreises und mehrerer Kommunen noch darüber einig, dass es so nicht weiter gehen kann. Angesichts der neuesten Entwicklung müssen wir uns ernsthaft fragen, ob das damals nur Lippenbekenntnisse waren.

 

Die Naturschützer fürchten, dass Hunderte Hektare neues Gewerbe- und Industriebauland geplant werden sollen, die der Natur auf immer verloren gehen. „Wir können nicht tatenlos daneben stehen, wenn so ein Landschaftsfraß vorbereitet wird!“ sagt Friedrich Schöbel vom BUND Oberberg. „Wir finden es unerhört, dass wir nur auf Umwegen von der Konferenz erfahren.“

 

„Wir haben in der Vergangenheit die Erweiterung von Gewerbe- und Industriebetrieben nie torpediert, sondern selbst in ganz kritischen Situationen die Standortsicherung von Firmen mitgetragen.“ sagt Michael Gerhard vom NABU Oberberg. „Wenn der Lohn dafür jetzt ist, das man uns gar nicht mehr in Konferenzen einbindet, dann ist das kein Konsens sondern eine Kampfansage!“

 

Die Naturschützer fordern, dass bei der Konferenz keine Fakten geschaffen werden, sondern zunächst eine inhaltliche Diskussion stattfindet – natürlich unter Einbindung von Landwirtschaft und Naturschutz.

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So

27

Jan

2013

Experten des Klimabündnis Oberberg bei Hearing im Reichstag

v.l.n.r. K. Schweim, W. Stratmann, M. Blumberg
v.l.n.r. K. Schweim, W. Stratmann, M. Blumberg

Manfred Blumberg, Klaus Schweim und Werner Stratmann nahmen am 23.1.2013 an einem energiepolitischen Fachgespräch im Bundestag in Berlin teil. Thema war der Fortbestand des Erneuerbaren Energiengesetzes (EEG) im Störfeuer des FDP-Wirtschaftsministers Rösler, des CDU-Umweltministers Altmaier und des EU-Kommissars Oettinger.
In Berlin wurden wegweisende Projekte vorgestellt, die aber nur dann reelle Chancen haben, wenn das EEG erhalten bleibt. Der Marschrichtung der jetzigen Bundesregierung und des EU-Kommissars erteilten die Oberberger eine klare Absage.

große Runde in Berlin
große Runde in Berlin



Die oberbergischen Experten konnten sich im Reichstag mit Akteuren zukunftweisender, regionaler Projekte austauschen. In vielen Regionen nehmen erneuerbare Energien heute schon maßgebliche Versorgungsfunktionen war – kein Vergleich mit der schleppenden Entwicklung der Erneuerbaren im Oberbergischen!
 
Manfred Blumberg: “Die Entwicklung ist längst nicht am Ende, obwohl manche das EEG kaputtreden wollen. Der Anteil der erneuerbaren Energien im Oberbergischen kann schneller und deutlicher gesteigert werden, wenn die regionalen Energieversorger sich mehr engagieren und den erneuerbaren Strom besser in der Region vermarkten“.

Klaus Schweim: „Dazu sind neben neuen Marketing-Modellen  (Grünstrom-vermarktung) auch Stromspeicher hier bei uns nötig, etwa als Eigenverbrauchs-Management im Ein- und Mehrfamilien-Haus, große Batteriespeicher im örtlichen Bereich,  Power-to-gas-Anlagen und Pump-Speicherwerke. Würde man alle Kosten einrechnen, die durch Regionalisierung gespart würden, sind regionale erneuerbare Energien schon heute wirtschaftlich!“
Die oberbergischen Fachleute halten bereits heute die Investition in Windkraftanlagen selbst an weniger guten Standorten im Oberbergischen für lohnenswert für lokale Energieversorger!
“Der Windstrom von vor der Haustür kann billiger an die Kunden im Kreis verkauft werden, als der teuer zugekaufte fossil-atomare Strom von wer-weiß-wie-weit-her!“ meint Werner Stratmann „Und den teuren Fern-Leitungsausbau kann man sich dann auch sparen!“

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Do

03

Jan

2013

Stunde der Wintervögel 2013

Kernbeißer (K.Mühlmann)
Kernbeißer (K.Mühlmann)

Vögel beobachten macht Spaß und Sinn!

Im Mittelpunkt der „Stunde der Wintervögel“ stehen die uns vertrauten und oft weit verbreiteten Vogelarten. Wo kommen Sie vor, wo sind sie häufig und wo selten geworden, wie wirkt sich der Klimawandel auf die Wintervögel aus? Je genauer wir über solche Fragen Bescheid wissen, desto besser können wir für den Schutz der Vögel arbeiten. Mitmachen lohnt sich also und man muss keine weiten Wege zurücklegen oder Experte sein: Interesse an der Vogelwelt und eine Stunde im eigenen Garten reichen aus!

Hausspatz (M.Delpho)
Hausspatz (M.Delpho)

Neben den „Standvögeln“, die das ganze Jahr über bei uns bleiben, lassen sich oft zusätzliche Wintergäste beobachten, die aus dem noch kälteren Norden und Osten nach Mitteleuropa ziehen. Bei Nahrungsengpässen tauchen in manchen Wintern in riesiger Zahl auch Invasionsvögel wie Seidenschwanz, Erlenzeisig oder Bergfink auf. Ob auch in diesem milden Winter solche Arten im Oberbergischen nachgewiesen werden?

 

An der „Stunde der Wintervögel“ 2012 hatten im Oberbergischen 242 Teilnehmer über 7.500 Vögel bestimmt. Typische Vogelarten der Siedlungen waren naturgemäß dabei auch im Oberbergischen auf den vordersten Plätzen: Haussperling, Kohlmeise, Blaumeise und Amsel. Aber es wurden auch echte Seltenheiten entdeckt, wie Kolkrabe, Nebelkrähe und Mittelspecht! Für 2013 hofft der NABU Oberberg, dass mehr als 300 Menschen mitmachen. Je mehr, desto bessere Vergleiche erlaubt die Zählung!

 

Mitmachen kann man

per Internet ( http://www.nabu.de/aktionenundprojekte/stundederwintervoegel/teilnahme/ )

per Telefon (unter der kostenlosen Rufnummer 0800-1157115, aber nur am

5. und 6. Januar 2013 von 10 bis 18 Uhr) oder

per Post (an: NABU, Stunde der Wintervögel, 10469 Berlin).

 

Unter den Teilnehmern im Oberbergischen Kreis verlost der NABU Oberberg 3 Buchpreise. Interesse? Dann schicken Sie uns eine Kopie Ihrer Zählergebnisse per eMail oder Post in unsere Geschäftsstelle (NABU Oberberg, Schulstr. 2, 51674 Wiehl / info@nabu-oberberg.de).

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