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Hungerkünstler erhalten Hilfe

Landrat, Dezernenet und Aktive des NABU ( tmc)
Landrat, Dezernenet und Aktive des NABU ( tmc)

NABU Oberberg pflanzt Zittergras und Echte Betonie auf Reichshofer Magerwiesen

 

Auf zwei mageren Heu-Wiesen von Landwirt Günter Dresbach in Niedersteimel pflanzten 10 NABU Aktivisten nachgezogene Zittergräser und Jungpflanzen der Echten Betonie. Unterstützt wurden sie dabei von Landrat Jochen Hagt und Planungsdezernent Frank Herhaus.

 

briza media das "Zittergras" ( Carina Harbich)
briza media das "Zittergras" ( Carina Harbich)

Beide Pflanzenarten sind typische Bewohner magerer Heuwiesen, aber heute auf vielen Flächen ausgestorben. Um ihnen eine Wiederbesiedlung zu ermöglichen, gewann der NABU Oberberg Saatgut und züchtete zahlreiche Jungpflanzen, die nun in den Wiesen angepflanzt werden konnten, um sich in Zukunft auf natürliche Weise dort auszubreiten.

„Das Saatgut wurde auf einer benachbarten Fläche gesammelt“, erklärte Michael Gerhard vom NABU Oberberg, „denn es ist wichtig, dass es hiesiges Saatgut ist, das erhält unsere oberbergische Vielfalt.„Zittergras und Echte Betonie vermehren sich nur sehr langsam und breiten sich nicht schnell aus. Mit dieser Maßnahme unterstützen wir diesen Prozess“, ergänzte Dietmar Hartmann vom NABU Oberberg.

Die Helfer haben sich gut vorbereitet (tmc)
Die Helfer haben sich gut vorbereitet (tmc)

Die Wiesen bei Reichshof Niedersteimel sind seit mehreren Jahren im Heuprojekt des NABU Oberberg und auch im Vertragsnaturschutz. „Die Artenvielfalt hat durch die extensive Bewirtschaftung profitiert“, freut sich Günter Dresbach, der die Magerwiesen traditionell und pfleglich für die Artenvielfalt bewirtschaftet.

Der Termin war gut gewählt, in der Nacht nach der Pflanzung setzte auch der lang ersehnte Regen ein und half den Pflanzen anzuwachsen.

 

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