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Update Meisensterben 23.04.2020

kranke Meise im Garten (Vollmer)
kranke Meise im Garten (Vollmer)

Unterschungen bestätigen den Verdacht der Naturschützer. Es ist ein Bakterium welches für das rätselhafte Meisensterben zuständig ist. Das

Bakterium Suttonella ornithocola

ist der Verursacher für das Blaumeisensterben. Dies verursacht eine Lungenentzündung bei den Blaumeisen und damit auch die vielfach berichteten Symptome wie Luftnot und Aufplustern. Daher rufen wir weiter dazu auf nicht zu füttern und zu tränken!!
Sie können mit der Anlage eines vogelfreundlichen Gartens viel mehr und dauerhaft ewas für die Vögel tun.

Auch wenn bakterielle Infektionen grundsätzlich durch die Verabreichung von Antibiotika behandelt werden könnten, ist das bei Wildvögeln praktisch nicht möglich und daher nicht sinnvoll. In betroffenen Gärten müssen stattdessen besondere Anziehungspunkte für Vögel, also Futter- und Badestellen umgehend beseitigt werden, damit Vögel sich weniger leicht gegenseitig anstecken können. Damit betroffene Vogelbestände sich möglichst schnell wieder erholen können, ist es wichtig, den überlebenden Vögeln möglichst gute Bedingungen für die anstehende Brutzeit zu bieten. Ein naturnaher Garten bietet besonders viel Nahrung für die hungrigen Jungen. Tipps für einen vogelfreundlichen Garten hat der NABU unter www.NABU.de/Vogelgarten zusammengestellt. 

 

Was wissen wir über das Bakterium??

Das Bakterium wurde 1996 erstmals aus Großbritannien beschrieben und kommt dort flächendeckend regelmäßig vor, hat aber bisher nicht zu überregionalen Massensterben geführt. Erst 2017 wurde es erstmals außerhalb von Großbritannien nachgewiesen, nämlich in Finnland, wo es seitdem aber zu keinen weiteren Feststellungen gekommen ist. Im April 2018 wurde <i>Suttonella ornithocola</i> erstmals in Deutschland bei mehreren Meisen aus kleineren Krankheitsausbrüchen im südlichen Nordrhein-Westfalen nachgewiesen. Für den Erreger bisher einzigartig ist das massenhafte überregionale Auftreten in diesem Jahr, das außer Deutschland mindestens auch Luxemburg und Belgien betrifft. Bisherige Fälle wurden stets in den Monaten März und April festgestellt, was zum zeitlichen Auftreten der derzeitigen Epidemie passt.

 

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