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ABGESAGT Wie natürlich kann die Agger werden? ABGESAGT

Nach der der Niederlegung des Staus Ohl-Grünscheid im September 2019 hat das Winterhochwasser eine herrliche Flusslandschaft geformt.  (ef)Aber es droht droht die Wiederauffüllung des Staus, wenn die marode Wehrklappe in 2021 ersetzt wird!
Nach der der Niederlegung des Staus Ohl-Grünscheid im September 2019 hat das Winterhochwasser eine herrliche Flusslandschaft geformt. (ef)Aber es droht droht die Wiederauffüllung des Staus, wenn die marode Wehrklappe in 2021 ersetzt wird!

Die Kreisverbände von NABU Und BUND sowie das Wassernetz NRW, das Netzwerk ehrenamtlicher Gewässerschützer*innen der Naturschutzverbände, laden ein:

Wie natürlich kann die Agger werden?

 

Mit Dr. Uwe Koenzen vom Planungsbüro Koenzen - Wasser und Landschaft

 Montag, 26. 10. 2020 um 19.00 Uhr im alten Alten Baumwolllager beim Rathaus Engelskirchen, Engelsplatz 2

Aufgrund der Corona-Hygienevorschriften und der Beschränktheit der Plätze bitten wir um Anmeldung. Die Anmeldung ist nicht mehr möglich, wir bitten um Verständnis

Die Agger in Ohl Grünscheid . Mittlerweile ist dort eine reichliche Vegetation entstanden, mit Bäumchen, die sich zu  einer Flussaue entwickeln können. Es droht die Wiederauffüllung des Staus, wenn die marode Wehrklappe im nächsten Jahr ersetzt wird.
Die Agger in Ohl Grünscheid . Mittlerweile ist dort eine reichliche Vegetation entstanden, mit Bäumchen, die sich zu einer Flussaue entwickeln können. Es droht die Wiederauffüllung des Staus, wenn die marode Wehrklappe im nächsten Jahr ersetzt wird.

Dr. Uwe Koenzen vom Planungsbüro Koenzen kennt die Agger. Sein Planungsbüro hat 2012 den Umsetzungsfahrplan für die Agger erstellt. Er war beteiligt an der Einbringung des Projektes "AggerPerspektive" durch den BUND-Landesverband NRW in die REGIONALE 2025 Bergisches RheinLand, das zwischenzeitlich vom Aggerverband übernommen wurde.
Das Planungsbüro Koenzen bearbeitet fließgewässerökologische Planungen und angewandte Forschungsvorhaben an der Schnittstelle von Wasserbau und Ökologie. Auftraggeber sind Landes- und Bundesbehörden, Kommunen, Wasserwirtschaftsverwaltungen, Wasserverbände und Unternehmen.

 

In der Region gibt es unterschiedliche Auffassungen darüber, ob eine frei fließende Agger im Sinne der EU-Biodiversitätsstrategie für 2030 dem gegenwärtigen Zustand vorzuziehen ist. Derzeit dominiert die Wasserkraftnutzung mit langen Staus, die zwar einer eigenen Vogelwelt Platz bieten, aber ein denkbar ungeeigneter und naturferner Lebensraum für die wandernden Fische unserer heimischen Fließgewässer sind. Hinzu kommt, dass sie aufwändig mit Fischpässen ausgerüstet werden müssten, deren Wirksamkeit umstritten ist. Dr. Koenzen wird die einzelnen Strategien zu mehr Natürlichkeit an der Agger analysieren. Welcher Weg gegangen wird, muss letztlich die Politik entscheiden.

 

Die Landesregierung bleibt bislang die Antwort auf die Frage "Wie natürlich kann die Agger werden?" schuldig und macht dies abhängig von der Investitionsbereitschaft der Wasserkraftbetreiber. Sie sollen im Laufe des Sanierungsverfahrens erklären, ob sie bereit sind, in die verlangte Standsicherheit der Anlagen zu investieren. Und sie müssen prüfen, ob bei der vom Wasserhaushaltsgesetz verlangten Mindestwasserführung, der Herstellung der Durchgängigkeit und die Gewährleistung des Fischschutzes die Nutzung der Wasserkraft überhaupt noch wirtschaftlich sinnvoll und möglich ist. Klare Alternative wäre der Ausstieg aus der Wasserkraftnutzung an der Agger mit der Folge des Rückbaus der Anlagen.

 

Die Vorlage der EU-Biodiversitätsstrategie für 2030 durch die Europäischen Kommission, die die Forderung nach Wiederherstellung der Süßwasserökosysteme beinhaltet, sollte nach Ansicht der Umweltverbände und des Wassernetzes NRW für die Landesregierung Anlass sein, das bisherige Vorgehen zu überdenken.

 

Agger ohne Stau, ein anderer Lebensraum
Agger ohne Stau, ein anderer Lebensraum

Die EU-Kommission stellt umfangreiche Hilfen zur Herstellung frei fließender Flüsse in Aussicht. Das erweckt Hoffnung auf mehr Biodiversität in der oberen Agger und ihren Auen, die sich auf dem Gebiet der bisherigen Staus bilden werden.

 

 

 

Wir laden interessierte Bürger*innen und Mitarbeiter*innen der Institutionen, die mit der Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie befasst sind,
herzlich zu Vortrag und Diskussion ein!

Für Fragen steht Ihnen Christine Meyer-Cords vom NABU Oberberg zur Verfügung: 01577 3662830.

 

 

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