Klimawandel hörbar gemacht

Ein Student der University of Minnesota hat die abstrakten Daten zum weltweiten Temperaturanstieg ein Cello-Stück transformiert – und den Klimawandel so für ein ganz neues Sinnesorgan erfahrbar gemacht, die Ohren!

Der Anstieg der Erdmitteltemperatur infolge des Klimawandels wird üblicherweise in Zahlen ausgedrückt: rund 0,8 °C seit 1880 zum Beispiel. Daniel Crawford von der University of Minnesota hat einen komplett anderes Mittel der Darstellung gewählt: sein Cello.

Für jedes Jahr seit 1880 „übersetzte“ Crawford den jeweiligen Wert der weltweiten Durchschnittstemperatur (entnommen aus dem GISS-Datensatz der Nasa) in eine Note. Das kälteste Jahr 1907 erhielt die tiefste Note auf dem Cello, ein großes C. Die Temperaturen bis zur Gegenwart verteilte er über drei Oktaven, jeder Halbtonschritt nach oben entspricht so einem Temperaturanstieg um etwa 0,03 °C. Es entstand ein Stück, in dem die Töne von Jahr zu Jahr springen (wie es die Erdmitteltemperatur wegen der natürlichen Variabilität tut) – im Gesamtverlauf aber unüberhörbar nach oben streben.

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