Natur braucht Kröten - lebend

Erdkröte bei Wanderung ( NABU:hu)
Erdkröte bei Wanderung ( NABU:hu)

Helfer gesucht!
Es gibt an vielen Straßen im Oberbergischen Kreis Konzentrations-punkte wandernder Frösche und Kröten. Wenn es in den nächsten Tagen wärmer wird, gehen die Massenwanderungen zu den Paarungs- und Laich-gewässern los. Dabei reichen Temperaturen ab 5°C aus, ein bisschen Regen und die Tiere verlassen die Winterquartiere und machen sich auf den Weg. Wird es noch milder, mag mancher Autofahrer nicht mehr gerne über Straßen fahren, die nach der Passage von Leichen bedeckt sind. Daher werden vielerorts Krötenzäune aufgestellt. Flexible Plastikzäune werden mit Stöcken errichtet und am Zaun werden in regelmäßigen Abständen ebenerdig Eimer eingegraben.

Helfer beim Aufbau des Zauns ( NABU: sabine reinecke)
Helfer beim Aufbau des Zauns ( NABU: sabine reinecke)

In diese Eimer fallen die Kröten und Frösche auf dem Weg zum nahege-legenen Wasser. Entfernungen zwischen 400 Metern und 2 Kilometern werden von den Tieren zurückgelegt. Die Wanderungen setzen in der Dämmerung ein und finden nur nachts statt – tagsüber sind die Tiere nicht auf der Straße und Autofahrer können sich entspannen.
Aus den Eimern werden die gefangenen Tiere abends und morgens befreit und auf die andere Straßenseite getragen. Wenn dabei gezählt wird ergibt sich mancherorts ein erstaunliches Ergebnis: in Marien-heide wurden schon bis zu zehntausend Tiere über die Straße getragen – in eine Richtung.
Nach der Paarung und dem Ablaichen wandern die Tiere zurück Richtung Sommerlebensraum und die Eimer bleiben in dieser Zeit noch eingegraben und werden weiterhin regelmäßig geleert. Kann die regelmäßige Leerung der Eimer nicht gewährleistet werden, würden die Tiere innerhalb weniger Stunden in den Eimern sterben.

mehrere Helfer beim Aufbau des Zauns, ein Unterschlüpfen muss ausgeschlossen werden ( NABU: sabine reinecke)
mehrere Helfer beim Aufbau des Zauns, ein Unterschlüpfen muss ausgeschlossen werden ( NABU: sabine reinecke)

Nun rufen die Amphibienschützer zur Hilfe auf.Marko Prietz, Leiter des AK Amphibien im NABU Oberberg „Aufgrund der Menge der Tiere und der gebotenen Regelmäßigkeit der Entleerung der Eimer brauchen wir z.B. an der Lingesetalsperre dringend weitere Helfer die bereit sind in den frühen Morgenstunden und Abends die Eimer zu kontrollieren und die Tiere über die Straße bringen. Helfer können sich gern bei uns melden. Ak-tuell suchen wir Helfer in den Bereichen Marienheide aber auch anderen Regionen. Wer helfen will und bereit ist die Zeit zu opfern meldet sich in der Geschäftsstelle des NABU Oberberg

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