Klimabündnis Oberberg kritisiert den Wiehler Rat

Windkraftanlage ( NABU)
Windkraftanlage ( NABU)

Wiehl hat zusammen mit Bergneustadt, Reichshof und Morsbach ein Klimaschutzkonzept beantragt und vom Bundesumweltministerium bewilligt bekommen. Der Öffentlichkeit gegenüber wurde dies als Musterbeispiel für Klimaschutz und kommunale Zusammenarbeit angepriesen – und zwar zu Recht! Soweit ersichtlich wurde der Start dieses Konzept auch im Wiehler Rat mit deutlicher Mehrheit beschlossen.

Bestandsteil dieses Konzeptes war aber auch die interkommunale Suche nach Standorten für Windkraftanlagen – genau für die „Wind-Monster“, die jetzt in der Kritik stehen.

 

Die Wiehler Ratsmitglieder müssen sich jetzt fragen lassen, ob sie das Klimakonzept nur wollten, weil sie damals schon ahnten, dass Wiehler Stadtgebiet nicht von Windrädern betroffen sein wird!

 

In der Politik – gleich welcher Partei – besteht Konsens, dass eine Energiewende ohne Windkraft nicht möglich ist. Und überall – auch in Wiehl – wurde nach Windkraftstandorten gesucht – und zwar von ein und demselben Planungsbüro. Es hätte der Wiehler Politik gut angestanden den Bürgern die tatsächlichen Vorgänge zu erklären!

 

Dass der Wiehler Rat schon auf die Planungsideen aus Nümbrecht mit seiner Resolution einschlägt, ist wie mit Kanonen auf Spatzen zu schießen. Sachliche Kritik und die Wahrung der Drabenderhöher-Bürgerinteressen ist völlig legitim. Aber dann sollten auch bitte konkrete Bedenken auf den Tisch! Bislang gemahnt die Wiehler Kritik eher an den nächstes Frühjahr bevorstehenden Kommunalwahlkampf.

 

Wahlkampfgetöse ist aber fehl am Platz, sonst endet die Energiewende in Oberberg schon bevor sie überhaupt begonnen hat!

Kommentar schreiben

Kommentare: 2
  • #1

    Kalle Schillings (Freitag, 05 Juli 2013 18:18)

    Die selbstgerechte Scheinheiligkeit der Wiehler erzeugt Übelkeit. -Bekanntlich ist unter den Pharisäern einer des anderen Teufel.- Es gibt doch überhaupt keinen Grund für die Nümbrechter sich an die Suchinitative der Aggerenergie anzuhängen. Wir sind ja froh, dass wir diese Bindung endlich los sind. Bei einer Besichtigungstour der Nümbrechter Grünen zu den Windriesen im hessischen Hohenahr wurde einhellig konstatiert, dass die großen Räder weder lauter sind noch größer wirken als die bislang gewohnten. Überhaupt kein Grund zur Panik also.
    Aber alle die da jetzt tönen müssen sich morgen fragen lassen, ob sie lieber ein Atomkraftwerk vor der Tür hätten. Guter Artikel. Danke.

  • #2

    Peter Müller (Samstag, 20 Juli 2013 00:51)

    @kalle

    Den Infraschall nimmt der Körper bis zu 1,5 km wahr-Elefanten verständigen sich so.

    Desto grösser die Spannweite desto schneller die Geschwindigkeit am Ende auch wenn es langsamer aussieht,durch Unterdruck sterben Fledermäuse ohne das sie berührt werden,Vögel werden zerfetzt und hunderte Meter weit geschleudert so das man auch keine toten Vögel in der Nähe findet.

    Beim Abbau der seltenen Erden die fürm viele Windkrafträder gebraucht werden werden ganze Landstriche verseucht-auch Radioaktiv!Soll das Umweltschutz sein?

BRENNNESSEL 2017

NABU Oberberg Kurznachrichten

Machen Sie uns stark

Abschalten von Kohle- und Atomenergie

Wechseln Sie zu regenerativen Energieträgern!
Wechseln Sie zu regenerativen Energieträgern!

EMPFEHLEN SIE UNS