
Mitmachaktion am 12.06.2026 von 17 - 20 Uhr
Waldbröl - Geilenkausen Anmeldung erforderlich!
Es gibt viele weitere gelb blühende Pflanzen, die aber für Mensch und Tier un-problematisch sind, weil sie entweder ungiftig sind oder in getrocknetem Zustand ihr Gift verlieren. Und wie immer
gilt auch hier: „Die Dosis macht das Gift“ (Para-celsus, 1538). Es besteht also keinerlei Notwendigkeit, diese auszureißen oder
zu vernichten.
In Deutschland gibt es ca. 25 Kreuzkraut- Arten. Alle sind mehr oder weniger stark giftig. Das Jakobs-Kreuzkraut ist bei uns am häufigsten. Von Juni bis Au-gust blüht an vielen Stellen das
Jakobs-Kreuz- kraut – eine tödliche Gefahr für Haus- und Nutztiere, insbesondere für Pferde und Rinder. Auf landwirtschaftlichen Flächen ist daher besondere Aufmerksamkeit und rechtzeitiges
Handeln gefragt.

Insbesondere auf extensiv genutzten Standorten wie artenreichen Heuwiesen kann sich die Pflanze gut ausbreiten.
Eine späte Mahd und die geringe Düngung begünstigen ihre Ausbreitung. Bei der Ernte der Flächen stehen Bewirtschaftende vor dem Problem, die Pflanze auszu-sortieren, damit sie nicht ins Futter
gelangt. Da die naturschutzfachlich wertvollen Heuwiesen weder aufgedüngt noch früher geschnitten werden sollen, geschieht dies meist in aufwendiger Handarbeit. Um artenreiche Heuwiesen weiterhin
zu bewirtschaften, ist für die Bewirtschaftenden die Prävention der Etablierung der Pflanze eine wichtige Maßnahme.
Für viele Insekten ist die heimische Pflanze ein echtes Paradies. Mit seinen zahl-reichen auffälligen gelben Blüten bietet das Jakobskreuzkraut reichlich Nektar und Pollen. Besonders Wildbienen,
Schwebfliegen und verschiedene Schmetter-linge besuchen die Pflanze regelmäßig und nutzen sie als verlässliche Nahrungs-
quelle, vor allem in mageren, trocken-warmen Lebensräumen. er kleine rotge-färbte Nachtfalter namens Jakobskrautbär oder Blutbär die giftige Pflanze als sichere Kinderstube. Die Raupen können
Giftstoffe unbeschadet aufnehmen und werden dadurch selbst ungenießbar für ihre Feinde.
Am 25Juni 2026 lädt die Biologische Station Oberberg und der NABU Oberberg auf ausgesuchten Heuwiesen in Geilenkausen / Waldbröl ein, das Jakobskreuz-kraut zu entnehmen. Eine Anmeldung muss über
die Website der Biologischen
Rotes Haus, Schloss Homburg 2
51588 Nümbrecht
Telefon (0 22 93) 90 15-0
Telefax (0 22 93) 90 15 10
[email protected]
www.BioStationOberberg.de
Station: www.biostationoberberg.de erfolgen, da der genaue Standort persönlich mitgeteilt wird.
Die Veranstaltung beginnt um 17 Uhr und ist kostenfrei! Das Mitbringen von Handschuhen wird erbeten.
12.06.2026 von 17 - 20 Uhr
Waldbröl - Geilenkausen
Jacqueline Jahn, Biologische Station Oberberg
Erwachsene und Jugendliche ab 16 J.
kostenlos
Für Rückfragen stehen die Referentin und die Biologische Station Oberberg zur Verfügung:
[email protected] oder 02293/90150
Anmeldungen sind erbeten unter: https://biostationoberberg.de/veranstaltungen

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