
Das gibt es nicht für unsere Aktiven in Waldbröl.
Besonders in der kalten Jahreszeit ruht der Naturschutz nicht: Am 07. Februar war der NABU Waldbröl daher wieder im Einsatz, diesmal im Zeichen des Artenschutzes!
Durch den Rückschnitt von Gehölzen wurde der Lebensraum u.a. von Geburtshelferkröte und Waldeidechse aufgewertet. Solche Pflegemaßnahmen alle paar Jahre sind unverzichtbar, um Lebensräume zu erhalten und zu verbessern.
Der Lebensraum der Geburtshelferkröte, aufgrund der Paarungsrufe auch Glockenfrosch genannt, besteht aus sonnenexponierten Böschungen, Steinhaufen, Trockenmauern in der Nähe von Wasserflächen zum Absetzen der Kaulquappen. Die Fortpflanzung bzw. eher die Brutpflege ist besonders, denn im Gegensatz zu anderen Kröten wird der Laich nicht in ein Gewässer abgesetzt.

Stattdessen wickelt sich das Männchen die Laichschnüre um die Hinterbeine und setzt die Kaulquappen kurz vorm Schlüpfen in ein geeignetes Gewässer ab.
Zum Erhalt von Lebensräumen bedarf es u.a des Rückschnitts von Gehölzen, sodass Gewässer, Böschungen und Steinstrukturen frei von Bewuchs und sonnig bleiben. Hiervon profitiert auch die Waldeidechse, welche sonnige Stellen zum Aufwärmen und Verstecke in Böschungen oder Steinhaufen benötigt.
Die Verbuschung von Lebensräumen stellt jedoch nicht die einzige Gefahr dar. Der Lebensraumverlust durch die Beseitigung von Wasserflächen, zu häufige Mahd von Böschungen oder das Entfernen von Totholz und Steinhaufen nimmt vielen Arten wichtige Rückzugsorte.

Unsere Bitte an Sie!!
Unsere heimischen Amphibien sind zunehmend durch die aus Asien eingeschleppte Salamanderpest gefährdet. Erholungssuchende sollten daher im Wald bzw. in der Nähe von mögliche Amphibienlebensräumen, insbesondere in Gewässernähe, auf den Wegen bleiben und ihre Hunde anleinen.
Brutzeit und Lebensraum
Ein radikaler Rückschnitt oder die komplette Entfernung von Gehölzen sind nur noch bis Ende Februar erlaubt - ab März beginnt die Brutzeit!
Wir bemühen uns sehr um den Schutz der heimischen Natur! Unterstützen Sie uns!

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