
Am 24. Januar fand auch schon der nächste Pflegeeinsatz der NABU-Ortsgruppe Waldbröl statt – dieses Mal wurden Weiden geschnitten!
Weiden - insbesondere Kopfweiden – sind ein prägender Teil unserer Kulturlandschaft. Da jedoch die früheren Nutzungen, bspw. für Korbflechten, Weidenzäune, Fachwerkhäuser oder als Brennmaterial kaum noch eine Rolle spielen, werden sie immer seltener gepflegt.
Dabei sind regelmäßig geschnittene Weiden ökologische wertvoll. So entstehen mit der Zeit Höhlen im Holz, welche Lebensraum und Brutplätze für zahlreiche Vogelarten bieten. Das Schnittgut kann als Brennholz genutzt werden oder bietet aufgeschichtet als Benjeshecke weiteren Lebensraum und Unterschlupf für zahlreiche Tiere.

Zum Erhalt dieses Kulturguts und Förderung von Artenvielfalt und Lebensraum wurden daher mehrere Weiden geschnitten. Jedoch liegt noch ein langer Weg vor uns, um in den nächsten Jahren auch die verbliebenden Weiden zu pflegen.
Tatkräftig unterstützt wurden die „alten Hasen“ später noch von den Waldbröler Waldmäusen, die uns halfen das angefallene Schnittgut von der Wiese zu räumen. Zum Abschluss wurde es noch einmal kreativ: Aus Weidenzweigen wurden Meisenknödelhalter gebastelt und die „Weiden-Raupe“ zog noch ihre Bahnen durch die Landschaft.
Bitte beachten:
Ein radikaler Rückschnitt oder die komplette Entfernung von Gehölzen sind nur noch bis Ende Februar erlaubt - ab März beginnt die Brutzeit!

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