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Infos zur Volksinitiative

„Wir wollen mit der Volksinitiative ein eindeutiges Signal für mehr Artenvielfalt auf dem Land und in unseren Städten geben“, sagte die NABU-Landesvorsitzende Dr. Heide Naderer zum Auftakt. „Dabei appellieren wir an alle Bürgerinnen und Bürger, sich mit ihrer Unterschrift für ein lebenswertes Nordrhein-Westfalen einzusetzen und so ein deutliches Signal für notwendige Maßnahmen zum Erhalt der Artenvielfalt an die Landesregierung zu senden."

Konkret fordern die Verbände einen Stopp des Flächenfraßes, mehr Waldflächen ohne Nutzung, die Ausweitung des Biotopverbundes und die Ausweisung eines Nationalparks Senne. Auch müssten der ökologische Landbau deutlich ausgeweitet, ein Verbot chemisch-synthetischer Pestizide in Naturschutzgebieten durchgesetzt sowie Gewässer und Auen wirksam geschützt werden.

„In allen diesen Politikfeldern sehen wir Stillstand oder Rückschritte“, kritisierte der BUND-Landesvorsitzende Holger Sticht. „Wir können nicht erkennen, dass die Landesregierung gewillt ist, dem dramatischen Verlust an biologischer Vielfalt konsequent zu begegnen.“ Vereinzelte Förderprogramme ersetzten keine Strategie, und ansonsten werde dem Credo, die Wirtschaft zu ‚entfesseln‘, alles untergeordnet. „Damit zerstört die Landesregierung die natürlichen Lebensgrundlagen unserer Kinder und Enkel.“

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Kommentare: 1
  • #1

    Helmut Dresbach (Samstag, 22 August 2020 10:05)

    Die bergischen Landwirte kämpfen schon seit langer Zeit mit den Naturschützern gegen einen ungebremsten Flächenverbrauch in Oberberg. Bei diesen Bemühungen sind wir nicht wirklich erfolgreich. Die Mehrheit der Bevölkerung will immer mehr Straßen und Flächen für neue Wohnbebauung und Gewerbegebiete. Die Planungswut der einzelnen Gemeinden vor Ort kennt fast keine Grenzen. Trotzdem halte ich die Volksinitiative aus meiner Sicht für falsch. Es wird wieder so kommen wie immer: Weitere Einschränkungen werden ohne Betrachtung der Regionalität über unsere Landwirte verfügt. Da können wir noch so erfolrgreich mit dem ehrenamtlichen Naturschutz bei Vertragsnaturschutz und Insektenstreifen zusammenarbeiten - wir werden weitere landesweite Auflagen bekommen. Das haben wir erst kürzlich bei der Düngeverordnung erlebt! Darum bin ich gegen diese Initiative.