Obstwiesenfest in Lindlar

Rege Diskussion um die Novellierung des Landesjagdgesetzes (rh)
Rege Diskussion um die Novellierung des Landesjagdgesetzes (rh)

Auf dem diesjährigen Obstwiesenfest war der NABU Oberberg gleich mit drei Themen präsent: Schutz unserer Bienen und Hornissen, Vogelschutz und Nisthilfen, Anstehende Novellierung des Jagdgesetzes in NRW.

Nistholfen hier erhältlich, unsere Vogelschützer
Nistholfen hier erhältlich, unsere Vogelschützer

Am Stand vom Arbeitskreis Hornissen - zusammen mit dem Imkerverein Bechen – gab es viel Beratungsbedarf über Wespen, Hummeln und Hornissen: Wie kann ich die verschiedenen Arten unterscheiden, wie ist deren Lebensweise und wie verhalte ich mich richtig den Stechimmen gegenüber. Mit der Lupe konnte man unterschiedliche Exemplare inspizieren und auch deren Nester anschauen; überraschend, wie andersartig die Nester jeder Art sind.

Nistkästen für die verschiedenen Vogelarten stellte der Arbeitskreis Vogelschutz aus. Neben dem Verkauf dieser Nisthilfen für die diverse Vogelarten beraten die aktiven Vogelschützer natürlich auch darüber, wie wir den kleinen Gartenfreunden ein wenig helfen können, durch richtiges Füttern, Aufstellen von Wassertränken, richtiges Aufhängen der Nistkästen und so weiter.

bei der Unterschriftenaktion wurde diskutiert, nicht immer waren alle einer Meinung
bei der Unterschriftenaktion wurde diskutiert, nicht immer waren alle einer Meinung

 

Zu der anstehenden Novellierung des Jagdgesetztes in Nordrhein-Westfalen sammelte der NABU Unterschriften, die an die Landtagsabgeordneten des Oberbergischen Kreises, Peter Biesenbach und Bodo Löttgen, appellieren, sich für ein ökologisches Jagdgesetz einzusetzen. Nach der jetzt geplanten Änderung des Gesetzes würden beispielsweise wieder viele Vogelarten dem Jagdrecht unterliegen, die außerhalb der Schonzeiten zum Abschuss frei gegeben werden, ohne dass es dafür eine ökologischen Grund gibt. Dazu zählen insbesondere Waldschnepfe, Ringeltaube und Höckerschwan. Hier fordert der NABU nachdrücklich die Nicht-Aufnahme in das Jagdrecht, zumindest aber eine ganzjährige Schonzeit. Ähnliches gilt für Wildkatze, Fischotter und diverse Mader-Arten.

 

80 Besucher unseres Standes konnte der NABU Oberberg in den 8 Stunden gewinnen, sich dem Appell anzuschließen.

In den zahlreichen Diskussionen wurde klargestellt, dass sich der NABU nicht grundsätzlich gegen die Jagd stellt; Jagd kann durchaus ein geeignetes Instrument für Konfliktlösungen im Bereich von wirtschaftlichen Schäden sowie bei Artenschutzmaßnahmen sein. Hierbei müssen ökologische Gesichtspunkte im Vordergrund stehen und die bejagte Art oder regionale Population darf in ihrem Bestand nicht gefährdet oder potentiell gefährdet sein.

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