Unterschriftenaktion in Lindlar letzten Samstag

Der Informationsstand der Interessengemeinsaft wurde von vielen Interessierten zur Diskussion im Detail aufgesucht. (Foto: M. Gerhard)
Der Informationsstand der Interessengemeinsaft wurde von vielen Interessierten zur Diskussion im Detail aufgesucht. (Foto: M. Gerhard)

Interkommunale Interessengemeinschaft zum Erhalt des Waldgebiets Klause V sammelt über 250 Unterschriften gegen Gewerbegebietsplanung – überraschend hohe Zustimmung


Die "Interkommunale Interessenge-meinschaft zum Erhalt des Waldgebiets Klause V", ein Zusammenschluss aller, die gegen das Gewerbegebiet „Klause V“ und die dafür geplante Waldvernichtung kämpfen, hat am 1.9.2018 von 9:30 bis 12:30 in Lindlar vor dem REWE-Markt erstmals Unterschriften gegen das Gewerbegebiet gesammelt. Dabei kamen über 250 Unterschriften zusammen.

Gut 50 Bürgerinnen und Bürger waren extra zum Stand der Interessengemeinschaft gekommen, um sich im Detail zu informieren, mit den Aktivisten zu diskutieren und sich mit einer Unterschrift gegen die Planung auszusprechen. Für diesen großen Zuspruch danken wir herzlich!

Aber die meisten Unterschriften kamen ganz spontan zustande: Indem Bürger befragt wurden, ob sie unser Anliegen für den Erhalt des Waldes und gegen die Gewerbegebiets-Planung unterstützen.

Frank Lohse von der Bürgerinitiative der betroffenen Ortschaften: „Etwa 85 % der Menschen, die wir angesprochen haben, haben unseren Appell spontan unterzeichnet. „Na klar“ oder „Selbstverständlich“ haben wir dabei oft gehört. Die weitaus meisten Leute wollen den Wald erhalten! Mit soviel Zustimmung hatte wir vorher nicht gerechnet! Das motiviert uns natürlich sehr!“

Fast alle Befragten am 1. September auf dem Parkplatz vor dem REWE hatten sich schon vorher eine klare Meinung gebildet: Manche für das Gewerbegebiet, aber die weitaus meisten dagegen und für die Wald-Erhaltung.

Die Linden-Gelbeule - eine der seltenen Schmetterlingsarten im bedrohten Waldgebiet. (Foto: Heidrun Melzer)
Die Linden-Gelbeule - eine der seltenen Schmetterlingsarten im bedrohten Waldgebiet. (Foto: Heidrun Melzer)

Rainer Ufer vom NABU Lindlar: „Verblüffend große Zustimmung! Die Lokalpolitiker, die bisher dachten, mit der Gewerbegebietsplanung den Willen der Mehrheit der Lindlarer durchzusetzen, sollten jetzt vielleicht noch mal nachdenken!“

Ausdrücklich Danke für die reibungslose Genehmigung des Standes sagt die Interessengemeinschaft gegenüber der Gemeinde Lindlar. „Bürgerfreundlicher und fairer geht’s nicht. Volles Lob an die Verwaltung!“ sagt Stefan Fiedler von der Bürgerinitiative.

Am Samstag dem 8. September will die Interessengemeinschaft wieder von 9:30 bis 12:30 Unterschriften auf dem Parkplatz vor dem REWE-Markt sammeln.

Kommentare: 1
  • #1

    Manfred Fischer, Wiehl (Donnerstag, 06 September 2018 09:14)

    Es ist gut, dass es ein Aufbegehren der Bevölkerung gegen die geplante Waldvernichtung gibt.Unabhängig von dem großen Eingriff in die Natur bzgl. Fauna und Flora, leugnen nur noch wenige den Klimawandel.Gerade auch wir hier in der Oberbergischen Region haben in den letzten Jahren die lokalen Extreme der Wetterkapriolen erlebt. Gerade ein intakter Wald wirkt den großen Wassermassen bei Starkregen entgegen. Wie will man von Seiten der Verantwortlichen einen Ausgleich für dieses Waldgebiet schaffen, um diese Funktion zu erfüllen ?

    Warum versucht man nicht interkommunal zusammen zu arbeiten, um alte Industriebrachen, die es bei uns in der Region gibt, wieder zu reaktivieren?
    Aber dazu muss allerdings das kommunale Kirchturmdenken ein Ende finden.

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