Heuwerbung 2018 - fast abgeschlossen

Moschus-Malven (Foto: M. Gerhard)
Moschus-Malven (Foto: M. Gerhard)

 

Nur zwei Heuwiesen des NABU Oberberg sind noch nicht gemäht – Magerwiesenheu wird auch in 2018 Mangelware!

Das Gros unserer zertifizierten mageren und artenreichen Heuwiesen ist inzwischen gemäht. Der trockene und zu warme Frühling hat ein bis zwei Wochen Vorsprung für die Pflanzen-Entwicklung gebracht, aber auch auf den meisten Flächen für zu wenig Aufwuchs gesorgt.

Um es gleich zu sagen: Magerwiesen-Heu mit Zertifikat vom NABU Oberberg wird dieses Jahr eine Mangelware. Und das besonders artenreiche Premium-Heu von ökologisch sehr hochwertigen Wiesen ist 2018 eine Rarität!

NABU zertifizierter Rundballen nach Erfassung und Kennzeichnung (Foto: M. Gerhard).
NABU zertifizierter Rundballen nach Erfassung und Kennzeichnung (Foto: M. Gerhard).

Grund dafür ist das warme und trockene Frühjahr: Auf den deutschlandweit wärmsten April seit Beginn offizieller Temperaturmessungen folgte ein ebenso warmer Mai. Das Frühjahr 2018 war damit insgesamt das zweitwärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen – wieder einmal grüßt der Klimawandel! Der Niederschlag blieb deutlich unter dem Mittelwert, aber die Sonnenscheindauer war wesentlich über dem Üblichen in dieser Jahreszeit (siehe auch Deutschland-Wetterbericht des Deutschen Wetterdienstes für das Frühjahr 2018). Das ließ die Vegetation im April und Mai zwar „explodieren“, aber der Aufwuchs auf den mageren Wiesen brachte vielfach nicht den erwarteten Ertrag. Kein Wunder: Auf mageren Wiesen brauchen die Pflanzen mehr und stetigere Wasserversorgung, als auf gut gedüngten Flächen. Damit sind Magerwiesen, die nicht von Hangwasser ausreichend mit Feuchtigkeit versorgt sind, bei trockenem und warmen Wetter im Wachstum gehemmt. Und das trifft auf viele unserer Magerwiesen zu.

Sehr artenreiche Magerwiese (Foto: M. Gerhard).
Sehr artenreiche Magerwiese (Foto: M. Gerhard).

Weil wir aber eine Düngung unserer Wiesen nicht als Lösung, sondern als Fehler ansehen, damit der Artenreichtum nicht gefährdet wird, müssen wir mit dem Minder-Ertrag für 2018 leben. Zwei unserer Heuwiesen werden wohl erst Ende Juli oder Anfang August 2018 gemäht. Kein Problem für die Qualität des Heus als Pferdefutter, aber ein Vorteil für viele Insekten, die auf den ungemähten Heuwiesen noch länger leben können.

 

Zwischenlagerung im NABU Lager (Foto: NABU).
Zwischenlagerung im NABU Lager (Foto: NABU).

Die zurückliegenden Jahre zeigen - von der Nachfrage nach unserem Heu einerseits und von unserem Angebot andererseits -, dass wir mehr Magerwiesen in unser Programm aufnehmen müssen. Dabei sind die besonders artenreichen und ökologisch wertvollen Premium-Wiesen inzwischen auch im Oberbergischen wirklich Mangelware. Hier werden wir für die nächste Heusaison 2019 neue Flächen finden und in unser Projekt einbinden müssen.

 

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