Stunde der Gartenvögel vom 10. bis 13. Mai 2018

Mehlschwalben leiden nicht nur unter Nahrungsmangel wegen des Schwunds der der Flug-Insekten, auch ihre Nistplätze sind regelmäßig bedroht. - Foto: Uwe Hoffmann
Mehlschwalben leiden nicht nur unter Nahrungsmangel wegen des Schwunds der der Flug-Insekten, auch ihre Nistplätze sind regelmäßig bedroht. - Foto: Uwe Hoffmann

NABU Oberberg ruft zur Mitmach-Aktion auf – Vogelzählung für Jedermann – besonders von Interesse: Bestandsentwicklung von Mehlschwalbe und Mauersegler

 

 Vom 10. Mai bis zum 13. Mai 2018 findet die diesjährige „Stunde der Gartenvögel“ statt. Im Rahmen dieser naturwissenschaftlichen Mitmachaktion des NABU werden die Bestände unserer Singvögel deutschlandweit erfasst. Nachdem bei der Wintervogelzählung Anfang 2017 ein deutlicher Einbruch der Bestandszahlen von z.B. Kohl- und Blaumeisen aber auch bei den Finkenvögeln (Gimpel, Grünfink, Stieglitz) verzeichnet wurde, wird jede erneute Zählung mit Spannung erwartet.

Momentan sind Mehlschwalben und Mauersegler die großen Sorgenvögel. Im Laufe der jetzt bereits seit 13 Jahren erfassten Daten gehen die Bestände um ca. 6 bis 7% pro Jahr zurück. Da beide Vogelarten auf Insekten als Nahrung angewiesen sind, ist der dramatische Insektenschwund der letzten Jahre unter Umständen eine mögliche Ursache. Hoffentlich bestätigt sich der in 2017 erstmals leicht positive Bestands-Trend auch dieses Jahr wieder. Für uns im Oberbergischen sind darüber hinaus aber auch die negativen Bestandsentwicklungen von Haussperling, Hausrotschwanz und Grünfink, um nur einige zu nennen, von besonderer Bedeutung. Wir alle können mit einem möglichst naturnahen Garten mit heimischen Gehölzen und Stauden und dem vollständigen Verzicht von Spitzmitteln für eine entsprechende Insekten-Nahrung der Jungvögel sorgen. (tmc)

Haussperlinge sind heute im Bestand bedroht - Grund dürfte fehlende Samen- und Insektennahrung sein. - Foto: Dietmar Hartmann
Haussperlinge sind heute im Bestand bedroht - Grund dürfte fehlende Samen- und Insektennahrung sein. - Foto: Dietmar Hartmann

Im vergangenen Jahr haben ca. 61.000 Vogelfreunde in 40.000 Gärten über 1.4 Millionen Vögel gemeldet. In 2017 wurde die Zählung im Oberbergischen von 262 Interessierten unterstützt. Ermuntern sie Freunde und Bekannte und helfen Sie auch dieses Jahr durch ihre Teilnahme wieder eine fundierte Bestandsaufnahme der Singvögel in unseren Gärten zu erstellen.

Wie funktionieren Zählung und Teilnahme? Michael Gerhard, Vorstandsmitglied des NABU Oberberg erläutert dazu: „Vorbildung ist nicht nötig. Interesse an der Natur, ein einfaches Fernglas und vielleicht ein Blick ins Vogelbuch oder auf die Hilfsangebote auf der www.stunde-der-gartenvoegel.de reichen.“ Wer sich nicht sicher ist, welcher Vogel ihm da vor Auge, Brille oder Fernglas fliegt, findet Hilfe bei den Vogelportraits auf der NABU Internetseite www.stunde-der-gartenvoegel.de.

Distelfinken bzw. Stieglitze lieben Wildkraut-Fluren, am liebsten mit Disteln. Auch an diesen Nahrungsflächen mangelt es! - Foto: Michael Schmitz
Distelfinken bzw. Stieglitze lieben Wildkraut-Fluren, am liebsten mit Disteln. Auch an diesen Nahrungsflächen mangelt es! - Foto: Michael Schmitz

Wie vermeidet man Doppelzählungen? Dazu erläutert M. Gerhard: “Zählen Sie alle Vögel, die Sie beim Blick in Ihren Garten oder den örtlichen Park gleichzeitig entdecken können.“ Im Laufe einer Stunde sollen von jeder Vogelart die höchste Zahl der dort gleichzeitig beobachteten Vögel notiert werden. Und zwar die höchste Zahl zu einem Zeitpunkt: Dieselbe Amsel fünfmal hin und herfliegen zu sehen, macht nicht fünf Amseln, sondern nur eine. Einen entsprechenden Zählbogen mit den wesentlichen Merkmalen der Gartenvögel können Sie von der NABU-Internetseite herunterladen, ausdrucken, ausfüllen und per Post zuschicken (Adresse siehe unten).
Bei aller Begeisterung für diese Mitmachaktion weist M. Gerhard aber darauf hin: „Halten Sie bei der Zählung der Vögel immer ausreichenden Abstand. Nutzen sie ein Fernglas und verängstigen sie keine Vögel. Alle Vögel sind mit der Aufzucht der Jungvögel und der Beschaffung von Nahrung vollauf beschäftigt.“

Melden Sie ihre Zählung bitte bis zum 24. Mai 2018 online unter
https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/stunde-der-gartenvoegel/mitmachen/12296.html oder

per Post – am besten mit Hilfe des auf der o.g. Internetseite abrufbaren Meldebogens - an
NABU, Stunde der Gartenvögel, 10469 Berlin oder auch vom 12. bis 13. Mai zwischen 10.00 bis 18.00 Uhr telefonisch unter 0800 1157-115.

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