Gülleunfall Nyetalsperre

hier können nur noch Kadaver geborgen werden (vleipzig)
hier können nur noch Kadaver geborgen werden (vleipzig)

letzte Woche schon kam es zu einem folgenschweren Austritt von 1700 cbm Gülle aus einem Vorratsbehälter an der Nyetalsperre. Der Betrieb aus dem die Schlämme auslaufen liegt im Märkischen Kreis, direkt an der Kreisgrenze zu Oberberg und die Schlämme liefen über ein Bachsystem in die Talsperre. Unfassbare Bilder zeigten sich nach dem Unfall den Behörden und Verbandsvertretern.

weißer Schaum am Auslauf eines Baches (nabu)
weißer Schaum am Auslauf eines Baches (nabu)

Bereits am Wochenende waren THW, Behörden und auch Mitglieder des NABU - Oberberg, zusammen mit Vertretern der Jägerschaft im Ausflussgebiet unterwegs um Tiere zu retten. Ein Bild des Grauens bot sich diesen Helfern, oft kam HIlfe zu spät und es hieß nur noch Tote Frösche und andere Tiere einsammeln. Nun heißt es in den Medien das die Gülle bereits den Ablauf der Nyetalsperre erreicht hat und sich eine Blase in 12 - 15 m Wassertiefe gebildet hat. Ein Absaugen der Gülleblase ist sehr risikobehaftet da ein Platzen der Blase direkt zu einer großflächigen Verteilung in der Talsperre führen würde. Nun bangen alle zusätzlich vor der Witterung. Regenfälle könnten Wasserstand der Talsperre über  den verschlossenen Ablauf zur Wupper überspülen und damit weitere Mengen in die Bäche und die Wupper bringen. Niemand weiß bis dato überhaupt welche weiteren chemischen Bestandteile in den Schlämmen sind. Spekulationen über andere Chemikalien werden laut, hier werden aber sicher die Behörden und der Wupperverband mit den chemischen Untersuchungen am Ball bleiben.

ein schwarzer Bachlauf (nabu)
ein schwarzer Bachlauf (nabu)

Um weitere Amphibien zu retten stellte der NABU - Oberberg sofort einige hundert Meter Amphibienschutzzaun zur Verfügung der direkt von der Biologischen Station Oberberg aufgestellt wurde. "Hier wollen wir wenigstens versuchen die noch nicht kontaminierten Tiere in unverseuchte Gewässer umzuleiten", so Frank Herhaus, Leiter der Biologischen Station Oberberg.

Uns stellen sich die Fragen nach der Sicherheit solcher Anlagen und dem Sinn von Gülletransporten durch Deutschland und Europa. Hier muss schnell gehandelt werden, eine Reglementierung dieser Transporte und auch der Verteilung auf den landwirtschaftlichen Flächen muss nun unverzüglich diskutiert und geklärt werden. Hier kann man nicht nur über baubehördlichen Sinn und Unsinn der Anlagen diskutieren.

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