Das war's dann mit der Energiewende?!

Man kann nur noch ohnmächtig Staunen. Deutschland schreit nach einer Energiewende. Überall schießen Klimaschutzprogramme welche zu 90% vom Staat gefördert werden, aus dem Boden. Bundesweit werden Millionen hierfür in den Sand gesetzt, um alte Daten zu erfragen. Schaut man sich dann an, was machbar ist, stellt man fest: Die Kommunen haben kein Geld. Die Förderung der Energieeffizienz ist mangelhaft. Was kann umgesetzt werden? Geothermie und Wasserkraft scheidet in vielen Orten aus und wo es möglich ist, dauern Planung und Bau Jahre. Windkraft ist nicht in allen Gemeinden zulässig und in einigen Orten wird die Planung bewusst verzögert. Daher war es ein klarer Beitrag zur Energiewende, dass im Jahr 2011 in Deutschland 7600 MW an Photovoltaik dazu gebaut wurden. Die Windkraft kam auf knapp 2000 MW Zubau.

Solaranlage (Foto; NABU)
Solaranlage (Foto; NABU)

Der regionale Ausbau hat den Vorteil, dass wir zum Transport einen geringeren Netzausbaubedarf haben. Dies haben auch die Minister Röttgen und Rösler erkannt, denn deren Anliegen ist es offenbar alte Strukturen zu erhalten und zu festigen. Dazu passt der Ausbau der Photovoltaik und der Windkraft an Land überhaupt nicht. Denn anders ist die erneute massive Änderung des EEG nicht zu verstehen. Hiernach produzieren ab dem 1.8.2012 kleine Photovoltaikanlagen den Strom günstiger als Offshore-Windkraftanlagen. Mittlere und große Photovoltaikanlagen welche bereits seit dem 01.01.2012 preiswerteren Strom als Offshore-Windkraftanlage produzieren, erhalten nur noch bis 10 MW eine feste Vergütung. Die Vergütung wird aber bei kleinen Anlagen bis 30 Kw nochmals um 15% und bei großen Anlagen um 10% gekappt, da nur maximal 85 bzw. 90% der Leistung bezahlt wird. Dies obwohl nach einer aktuellen Umfrage 91% der Bürger Photovoltaik für wichtig halten. 69% finden nicht, dass Solaranlagen zu schnell ausgebaut werden und 60% der Bürger vertreten die Meinung die Politik tue für den Ausbau zu wenig. Sollte die Rechnung der Regierung aufgehen, haben wir bereits 2016 eine Vergütung welche bei den Erzeugungspreisen neuer Kohlekraftwerke liegt (6,75 ct/kWh). Nur dürfen dann bundesweit je nach Zubau nur noch 900 MW bis 1900 MW neue Photovoltaik zugebaut werden. Die meisten Solarfirmen in Europa dürften dann pleite sein und die Patente in China liegen. Gerne nehmen wir dann den Offshore-Windkraft-Strom aus der Nordsee, welcher mit Leitungsausbau auf See und den zu bauenden Stromtrassen an Land ohne Gewinnzuschlag nicht unter 30 ct je kw/h zu haben ist. 

Armes Deutschland. 

Es lebe die Atomlobby!

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