Neue EU - Vorschläge zur Agrarsubventionierung

Magerwiese (C.Buchen)
Magerwiese (C.Buchen)

Eine Chance für Oberbergs Natur und für Oberbergs Landwirte:

NABU Oberberg begrüßt die Vorschläge der EU-Kommission für eine neue Agrarpolitik

Die EU-Kommission hat am 18.11. Vorschläge für die Finanzierung der Agrarpolitik nach 2013 vorgelegt. Sie will die künftige Förderung besser an gesellschaftlichen Zielen orientieren und die Subventionen an konkrete Umweltauflagen koppeln.

Der NABU Oberberg begrüßt dies als überfälligen Schritt in die richtige Richtung. „Brüssel erkennt endlich an, dass sowohl Landschaft und Natur, als auch die Landwirte unter der heutigen Regelung leiden.“ sagt NABU-Vorstandsmitglied Sibylle Rottmann „Landwirtschaft und Natur- und Landschaftsschutz gehören zusammen! Deswegen sollten Landwirte gefördert werden, die die Landschaft pflegen und gleichzeitig hochwertige Nahrungsmittel erzeugen. Wir brauchen keine Agrarfabriken und auch keinen Käseglocken-Naturschutz! Oberbergs Bauern müssen wertvolle Nahrungsmittel und eine ökologisch wertvolle Landschaft bereitstellen. Dafür steht ihnen dann auch Fördergeld zu.“

Nach Auffassung des NABU Oberberg forcierte das bisherige Fördersystem aber genau diese Aufspaltung: Einerseits Großbetriebe mit intensiver Bewirtschaftung und Umweltrisiken - andererseits Naturschutzflächen, die zu klein und isoliert voneinander waren, um die Artenvielfalt zu erhalten. „Heute ist die Artenvielfalt auf den meisten landwirtschaftlichen Nutzflächen auf dem Tiefpunkt. Es gab noch nie so wenige Kiebitze und Feldlerchen im Oberbergischen, wie heute.“ sagt NABU-Vorstandsmitglied Michael Gerhard. „Wir müssen zukünftig erreichen, dass jeder landwirtschaftliche Betrieb wieder Artenvielfalt erhält.

 

Sonst kann ich nicht erkennen, wie wir Direktzahlungen an die Landwirte noch rechtfertigen wollen.“

Gerade die von der EU-Kommission vorgeschlagene Bindung der Direktzahlungen an sogenannte „objektive Kriterien“ hält der NABU Oberberg für zukunftsweisend. Oberbergs Landwirte und Naturschützer sollten sich bald zusammensetzen und gemeinsam überlegen, welche „objektiven Kriterien“ im Oberbergischen sinnvoll sind, um Natur, Landschaft und bäuerliche Familienbetriebe zu erhalten. „Die Vorschläge der Kommission sind vielleicht eine Chance für das Oberbergische – Bauern, Naturschützer und Politik sollten sie jetzt ergreifen. Damit wir mitgestalten können, statt wie in den letzten Jahren Artensterben und Höfesterben gleichzeitig zu beklagen!“ meint Tassilo Rau vom NABU.


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