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Was ist bei den Kröten los?

Diese Erdkröte wartet auf eine Transportgelegenheit ( S.Lamsfuss)
Diese Erdkröte wartet auf eine Transportgelegenheit ( S.Lamsfuss)

Recht früh im Februar starteten die Erdkröten ihre Wanderungen zu den Laichgebieten in diesem Jahr, Kurze Unterbrechungen durch ungünstige Witterungsbedingungen sind normal. Insgesamt waren es aber die milden feuchten Temperaturen die die Startsignale bei den Amphibien auslösen. Auf unsere Aufrufe in den Medien meldeten sich wieder eine Vielzahl hilfsbereiter Menschen um Krötentaxi zu werden. Diese konnten dann gezielt an die Hotspots vermittelt werden. Unsere Helfer*innen organisieren sich oft über Messengerdienste und haben die Orga perfekt im,Griff. Wenn jemand ausfällt sind auf kurzem Wege andere bereit zu helfen und einzuspringen.

Molch in der Abendstunde (S.Lamsfuss)
Molch in der Abendstunde (S.Lamsfuss)

In den Orten Lindlar, Nümbrecht, Engelskirchen, Gummersbach und Marienheide sind sehr viele Helfer unterwegs. Oft im Dunkeln vor oder nach der beruflichen Tätigkeit schauen Sie in die Sammeleimer oder kontrollieren die Schutzzäune. An der Lingese-Talsperre wurden an mehreren Abenden hintereinander über 100 Tiere vor dem Tod auf der Straße gerettet. Wer besonders scharfe Augen hat, entdeckt auch mal einen Molch am Straßenrand und hilft auch diesem weiter. Denn entlang der Talsperre können nicht überall Fang-Zäune aufgestellt werden. Deshalb suchen die Helfer an den bekannten Stellen die Wege ab und tragen die Tiere ans sichere Ufer. Bei den Erdkröten machen es sich die Männchen einfach: Ist ein Weibchen gefunden, geht es im Huckepack zum Laichgewässer.
Insgesamt sind die Zahlen leider rückläufig, wir vermuten da einen Zusammenhang mit den vielen Kalamtitätsflächen durch den Borkenkäferbefall der letzten Jahre. Dadurch wurde massiv in den Lebensraum der Erdkröten die in den Waldflächen leben eingegriffen.

Einfach mal tragen lassen, denken sich wohl die männlichen Tiere oft. So kommt man einfacher durchs Leben.. (S.Reinecke)
Einfach mal tragen lassen, denken sich wohl die männlichen Tiere oft. So kommt man einfacher durchs Leben.. (S.Reinecke)

Ein weiterer Problemkreis für die Feuersalamander ist die sogenannte Salamanderpest "Bsal". Die Krankheit breitet sich immer weiter auch Richtung Oberberg aus. Daher haben wir unsere Helfer*innen um besondere Vorsicht bei den Arbeiten an den Amphibienzäunen gebeten. Hier ist Hygiene besonders wichtig. Daher haben wir eigens ein Seminar zu diesem Thema organisiert und ein Merkblatt entworfen. Bis dato konnten wir die aufgetretenen Verdachtsfälle entkräften und hoffen weiterhin von der Seuche verschont zu bleiben.  Hier sind wir entsprechend in enger Abstimmung mit der Biologischen Station in Nümbrecht. Wir werden weiter berichten.