Ortsverein Engelskirchen

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Friedrich Meyer, Tel. 02263/ 95 12 24, Mail: engelskirchen@nabu-oberberg.de

 

Forstkundliche Wanderung mit der Revierförsterin Andrea Rösch

Sagen Sie mal wo mein Wald Ist…

Wald-Exkursion des NABU Ortsvereins Engelskirchen
Wald-Exkursion des NABU Ortsvereins Engelskirchen

Auch solche Fragen werden der Engelskirchener Revierförsterin Andrea Rösch in ihrem Arbeitsalltag gestellt. Darüber konnte sie auf der forstkundlichen Wanderung des NABU Engelskirchen berichten, die auf reges Interesse stieß. Die Arbeit von Frau Rösch wird dadurch erschwert, dass es unzählige Waldbesitzer in der Gemeinde gibt, die allermeisten Klein- und Kleinstwaldbesitzer. Bei diesen ist das Engagement für den Wald höchst unterschiedlich. Viele können von Frau Rösch erfolgreich beraten werden aber viele haben gar nicht mehr den Bezug zum Wald. Sie sind durch Erbschaften an den Wald gekommen und haben kein Verhältnis zu einer nachhaltigen Forstwirtschaft. „Die Erkenntnis, dass der Wald nicht für eine Generation lebt, ist vielen Erben fremd“ so Rösch.

Durch die Vielzahl der Waldbesitzer und die kleinen Parzellen wird eine planvolle Forstwirtschaft erschwert. Die zeitaufwendige Abstimmung mit den Besitzern führten dazu, dass bestimmte Sachen nicht gemacht werden könnten. So entgegnete die Revierförsterin als man an einem Waldrand stand, der nach Auffassung des NABU unsachgemäß bearbeitet worden war: „um das hier auf einer Strecke von 100 m richtig durchführen zu können, hätte ich mich schon mit drei Eigentümern ins Benehmen setzen müssen.“

 

Ziel einer guten Forstwirtschaft ist es, es nicht zu Kahlschlägen und Monokulturen kommen zu lassen. Das bedingt, dass der Wald über Generationen ständig durchforstet werden muss. Dadurch können die jungen Bäume schneller im Rahmen eines Dauerwaldes nachwachsen. Kommt es dagegen zu Kahlschlägen, ist es schwer, dann wieder einen gesunden Wald aufzubauen. Die Kunst der Revierförsterin ist es, je nach Lage, Bodenbeschaffenheit und Feuchtigkeit, die richtige Baumzusammensetzung zu bestimmen.

 

Frau Rösch konnte zwei junge Eichenkulturen auf ehemaligen Kahlschlägen zeigen, die durch Rehe zerstört worden waren. In diesem Zusammenhang forderte die Revierförsterin gute Jäger als Voraussetzung für die Entwicklungsmöglichkeit des Waldes. Auch die NABU – Mitglieder sprachen sich auf der Wanderung für eine Rehwildpopulation aus, die der Wald verträgt.

 

Übereinstimmung gab es auch darin, dass im Wald nicht alles bis zum letzten genutzt wird. Ein bestimmtes Maß an Todholz und Wildnis ist für den Lebensraum von Pflanzen und Tieren notwendig. Planvoller Forstbetrieb und Naturschutz müssen zusammengedacht werden.

 

Die Zusammenarbeit mit der Revierförsterin Frau Rösch soll fortgesetzt werden. Neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit gibt es beim Vogelschutz. Hinweise aus dem NABU auf Greifvögelhorste hatten zur Folge, dass diese nicht forstlichen Maßnahmen zum Opfer fielen. Frau Rösch rief dazu auf, ihr entsprechende Informationen weiterhin zukommen zu lassen. Künftig werden diese Informationen zum Schutz gefährdeter Tiere auch durch ein landesweites digitales Informationssystem erfasst.

 

Kontakt zur AG Wald des NABU Engelskirchen: Werner Utsch 02263 60440, Wilfried Bubenzer 02263 5940.

 

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