Pferdeheu von Kräuterwiesen

Das Heu wird gerne gefressen.  (Foto: U. Hoffman)
Das Heu wird gerne gefressen. (Foto: U. Hoffman)

Der Verdauungsapparat von Pferden hat sich entwickelt zur langsamen aber ständigen Futteraufnahme energiearmen und eiweißarmen Futters. Das bedeutet einen grundlegenden Unteschied zum Verdauungsapperat von Kühen, die zur Milchproduktion mit energiereichem Futter versorgt werden.

Das Heu der artenreichen Magerwiesen im NABU-Oberberg Projekt, erfüllt diese grundlegenden Bedingungen. Der Landwirt wird angehalten, das Heu so spät wie möglich zu mähen, wodurch der Energiegehalt des Heus abnimmt. Zwischen 25 und 50 Pflanzenarten, wie beispielsweise Wolliges Honiggras, Rotes Straußgras, Wiesenlieschgras, Wiesenschwingel, Spitzwegerich, Kleiner Klee, Hornklee, Margeriten und Flockenblumen kommen auf den oberbergischen Mager-Wiesen vor. Die Wiesen werden botanisch aufgenommen und die Deckungsgrade der einzelnen Pflanzenarten werden geschätzt (siehe unten).

Heuwerbung im Oberbergischen (U. Hoffmann)
Heuwerbung im Oberbergischen (U. Hoffmann)

Anforderungen an die Heuwerbung

Der Produzent des Heus muss sicherstellen, dass folgende Bedingungen erfüllt sind:

  • Der Schnitt darf nicht zu früh stattfinden (nach dem 15. Juni), das Mähwerk darf nicht zu tief eingestellt werden, das Wenden des Schnittgutes erfordert Sorgfalt und soll langsam gemacht werden.
  • Die Flächen werden nur 1-2 Mal gemäht, eine Zweitnutzung als Weide erweist sich als weniger günstig.
  • Eine Düngung findet kaum oder gar nicht statt.
Heu auf Schwaden in 2016, Nümbrecht. (Foto: C. Meyer-Cords)
Heu auf Schwaden in 2016, Nümbrecht. (Foto: C. Meyer-Cords)

Wie beurteilt man nun gutes Heu? Heu kann optisch, manuell/sensorisch und olfaktorisch (Geruch) beurteilt werden. Die Farbe sollte hell- bis dunkelgrün und nicht braun oder braunfleckig sein. Es sollten keine Hinweise auf Schimmel zu sehen sein.

Das Heu soll sich trocken und griffig anfühlen und nicht zu fest sondern locker und luftig gepresst sein. Es sollte möglichst erdfrei sein und Halme und Blattanteile sollen erhalten sein.

Das Heu sollte angenehm frisch und typisch riechen. Bestandteile des Ruchgrases verleihen diesen Geruch.

Gut versorgte, gesunde Pferde - mit Heu von oberbergischen Magerwiesen. (Foto: L. Manz)
Gut versorgte, gesunde Pferde - mit Heu von oberbergischen Magerwiesen. (Foto: L. Manz)

Bevor das Heu geworben wird, wurde eine botanische Aufnahme der Fläche gemacht. Kurz vor der Mahd werden alle Flächen von NABU-Oberberg Mitstreitern nach Giftpflanzen abgesucht. JKK wird ausgerissen und entsorgt. Beim Mähen werden die Landwirte bemüht, auf die oben beschriebenen Qualitätsansprüche genau zu achten. Nach der Mahd werden die Heuballen mit einem Feuchtemessgrät auf Restfeuchte gemessen. Jeder vom NABU-Oberberg gemessene Heu-Ballen erhält ein Etikett mit einer fortlaufenden Nummer. So kann jeder Ballen einer Fläche und dem Bewirtschafter zugeordnet werden.

Der Zuspruch der Kunden als auch der Landwirte lassen das Projekt auch in 2017 in eine neue Runde starten.

Hier finden Sie Links zu verschiedenen ergänzenden Dokumenten. Die Kundeninformationen für 2017 werden in Kürze auch hier verfügbar sein.

 

Merkblatt Heukunde 2016
Hier finden Sie Informationen über das Projekt, Gebinde, Preise und Kontakte.
Merkblatt_Heu_Kunde_final.pdf
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Wiesenbeschreibung Galgenberg
Hier finden Sie die Wiesenbeschreibung der mit artenreichsten Wiese im Projektgebiet.
Beschreibung_Wiese_Bergneustadt_Galgenbe
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Wiesenbeschreibung Kletschlade
Hier finden Sie die Wiesenbeschreibung einer artenreichen Wiese.
Beschreibung_Wiese_Nümbrecht_Garderoth_
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NABU Oberberg Kurznachrichten

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