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Förderprogramm aufgelegt. Streuobstwiesenpflege ist wieder förderfähig! Im Rahmen eines Projektes der EU und des Landes NRW kann der NABU Oberberg wieder Pflegemaßnahmen an Streuobstwiesen durchführen. Die Pflegemaßnahmen sind für die Eigentümer der Flächen kostenlos. Ausführliche Informationen zu dem Programm erhalten Sie

Was versteht man eigentlich unter dem Begriff „Streuobstbestand“? Streuobstbestände sind eine extensiv genutzte Kombination von Hochstamm-Obstbäumen (Obernutzung) und regelmäßiger Unternutzung, z.B. als Schafweide. „Extensiv“ beinhaltet u.a. die Nichtanwendung synthetischer Pestizide und stickstoffhaltiger Mineraldünger.
Welche Bedeutung haben Streuobstbestände? Nicht nur aus kulturhistorischer Sicht, als Nahrungslieferant und belebendes Landschaftselement sind Streuobstbestände bedeutungsvoll, sondern auch ökologisch betrachtet.
Auf Streuobstbeständen finden sich oft auf kleinem Raum unterschiedlichste Strukturen von Grünland über Einzelbäume bis hin zu lichten „Feldgehölzen“ – häufig in Verbindung mit Totholzhaufen, Trockenmauern, Hecken und Krautsäumen. Bedingt durch den allgemeinen Rückgang dieser Strukturen in der intensiv genutzten Landschaft, sind die verbliebenen Streuobstbestände für viele Tier- und Pflanzenarten zu einem Ersatzlebensraum geworden. Weiterhin haben die Streuobstbestände als Windschutz Bedeutung für das Lokalklima. Sie filtern Verunreinigungen aus der Luft und tragen durch Beschattung zu ausgeglichenen Feuchtigkeitsverhältnissen bei. Durch ihr Wurzelwerk bilden sie zudem einen wirksamen Schutz vor Bodenerosion. Schließlich nimmt auch das Weidevieh die Hochstämme als Schattenspender und Witterungsschutz gerne an. |
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