Fr

30

Dez

2011

Forschung zum Mitmachen: “Stunde der Wintervögel” - Volkszählung der Wintervögel

Buntspecht Buntspecht

Vom 6. bis 8. Januar 2012 findet zum zweiten Mal deutschlandweit die „Stunde der Wintervögel“ statt. Der NABU ruft die Naturfreunde auch im Oberbergischen auf, eine Stunde lang die Vögel im Garten, auf dem Balkon oder im Park zu zählen und zu melden. Gezählt werden soll ausschließlich im Siedlungsbereich, also nicht im Wald oder im freien Feld. „Wir wollen mit der Zählung erfahren, wie sich die Bestände häufiger Vogelarten entwickeln. Über die typischen Dorf- oder Stadtvögel wissen wir nämlich nicht so gut bescheid.“ sagt Sandra Hövel vom NABU Oberberg. 


Haubenmeise Haubenmeise

Im Mittelpunkt der Aktion „Stunde der Wintervögel“ stehen vertraute und oft weit verbreitete Vogelarten wie Meisen, Finken, Rotkehlchen und Spatzen. „Um zu erfahren, wo die Wintervögel genau vorkommen, wie häufig sie sind und wie sich der Klimawandel auf sie auswirkt, benötigen wir Daten möglichst vieler Naturfreunde. Je mehr Leute mitmachen, desto besser die Ergebnisse“, betont Sandra Hövel. Eine besondere Qualifikation außer Freude und Interesse an der Vogelwelt ist für die Teilnahme nicht nötig. Unter den Teilnehmern werden zahlreiche Bücher, Futtersäulen und andere Sachpreise verlost. Die Auswertung der Meldungen wird ab dem 6. Januar 2011 auch live im Internet zu verfolgen sein.

 

Blaumeise Blaumeise

Und so funktioniert die „Stunde der Wintervögel“: Von einem ruhigen Plätzchen aus wird von jeder Vogelart die höchste Anzahl notiert, die im Laufe einer Stunde entdeckt wird. Die Beobachtungen können im Internet unter www.stundederwintervoegel.de gemeldet oder per Post an den NABU geschickt werden. Zur Unterstützung stehen online eine Zählhilfe, Porträts der häufigsten Arten sowie Tipps zur sinnvollen Winterfütterung und zum vogelfreundlichen Garten zur Verfügung. Die Meldungen sollen bis zum 16. Januar 2012 eingegangen sein. 

 

Amsel Amsel

Bereits bei ihrer ersten Auflage 2011 war die „Stunde der Wintervögel“ mit bundesweit 85.000 Teilnehmern und rund 2,6 Millionen gemeldeten Vögeln die größte naturkundliche Mitmach-Aktion in Deutschland. Im Oberbergischen haben letztes Mal 167 Vogelfreunde mitgemacht und zusammen fast 4.800 Vögel gezählt.

Über die konkreten Ergebnisse der Aktion aus dem Oberbergischen berichten wir nach dem Meldeschluss, ab dem 16.1.2012. Ob sich auch dieses Jahr wieder interessante Verschiebungen oder Entwicklungen in der Vogelwelt ergeben? 

 

Für Rückfragen:
Sandra Hövel 02293 / 300686 (priv.)
Michael Gerhard 02296 / 908100 (priv.)

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 2

  • #1

    Althaus (Montag, 02 Januar 2012 15:09)

    Guten Tag,
    die Zählung ist ja noch etwas hin, aber dennoch bin ich besorgt, was die heimische Vogelwelt angeht.
    Seit ca. 1,5 Monaten ist kein einziger Vogel mehr auf unserem Grundstück (Dorf bei Detmold)zu sehen. Wir hatten einen recht großen Spatzenschwarm (ca. 30-35 Tiere)an einer unserer Futterstellen, einige Amseln, Drosseln, Meisen. Jetzt sind keine mehr da. Ähnliches berichteten weitere Bekannte auch aus Detmold und sogar jemand aus Oelde!
    Zunächste dachten wir an Katzen oder Raubvögel, aber nachdem mittlerweile einige Menschen dieselbe Beobachtung machten, glauben wir das nicht mehr.
    Viele Grüße
    D. Althaus

  • JimdoPro
    #2

    nabu-oberberg (Mittwoch, 04 Januar 2012 17:09)

    Hallo D. Althaus,
    im Winter kann es je nach Wetterlage schon vorkommen, dass sich Vögel aus den Ortschaften entfernen, z.B. weil es im Wald mehr Schutz und Nahrung gibt. Das kommt sehr auf die Ortschaft an: Gibt es verwilderte Ecken, wo Vögel Schutz finden können, artenreiche Obstwiesen, Gebüsche oder Hecken, die Nahrung bieten etc. Schlecht sind aufgeräumte Zierrasenflächen und Koniferen-Bepflanzung, die im Winter oft nahrungsarm sind. Da fliegt der eine oder andere Vogel gern in nahrungs- und deckungsreichere Biotope.

    Was die Amseln angeht, ziehen die teilweise weg. Meisen schliessen sich in strengen Wintern (was wir nun allerdings gerade nicht haben) zu Schwärmen zusammen. Alles in allem: Es dürfte am Zufall liegen, dass bei Ihnen gerade kaum Vögel zu sehen sind.

    Und deswegen (wegen des Zufalls) ist es auch so wichtig, dass möglichst viele Menschen bei der Stunde der Wintervögel mitmachen, damit wir zufällige Effekte ausschließen können. Wir hoffen also, dass Sie dabei sind am Wochenende.

    Hoffentlich finden Sie dann doch noch ein paar Vögel. Wir sind gespannt!
    NABU Oberberg

  • loading
Newsletter

Wir informieren Sie gern kostenfrei und unverbindlich über bevorstehende Aktionen und Veranstaltungen.

Info: Der Newsletter kann jederzeit abbestellt werden.

NABU Oberberg Kurznachrichten

Machen Sie uns stark

Abschalten von Kohle- und Atomenergie

Wechseln Sie zu regenerativen Energieträgern! Wechseln Sie zu regenerativen Energieträgern!

EMPFEHLEN SIE UNS